by | Mai 9, 2026
Der Otto Wagner Hofpavillon Hietzing gehört zu den markanten Jugendstilbauten der Wiener Stadtbahn und befindet sich an der Schönbrunner Schloßstraße beim Schloss Schönbrunn. Im Zuge der Planung der Wiener Stadtbahn erhielt Kaiser Franz Joseph I. bei der Haltestelle Hietzing eine eigene exklusive Haltestation. Die Initiative ging von Otto Wagner aus, der mit der künstlerischen Gestaltung des neuen Massenverkehrsmittels betraut war. Der 1899 vollendete Bau verbindet ein repräsentatives Äußeres mit einer kostbaren Inneneinrichtung, die ganz auf die Bedürfnisse des Kaisers abgestimmt war. Heute ist der Hofpavillon ein Standort des Wien Museums und macht ein außergewöhnliches Kapitel Wiener Verkehrs-, Architektur- und Stadtgeschichte zugänglich. Der Bau steht im Umfeld von Schloss Schönbrunn und ist öffentlich gut erreichbar. Der Zugang ist eingeschränkt barrierefrei: Der Pavillon ist über zwei Stufen erreichbar, der Ausstellungsbereich selbst ist stufenlos erschließbar.
by | Mai 9, 2026
Das Beethoven Pasqualatihaus gehört zu den Musikerwohnungen des Wien Museums und befindet sich in der Mölker Bastei 8 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Ludwig van Beethoven zog in Wien dutzende Male um, doch im Pasqualatihaus lebte er, mit Unterbrechungen, insgesamt acht Jahre und damit besonders lange. Die der ehemaligen Wohnung gegenüberliegenden Räume im vierten Obergeschoss beherbergen heute eine kompakte biografische Ausstellung über den weltberühmten Komponisten.
Der Standort ist nicht nur wegen Beethoven bedeutend, sondern auch wegen der Mölker Bastei selbst. Der Häuserblock liegt auf Resten der Wiener Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert, die beim Bau der Ringstraße größtenteils abgebrochen wurde. Kopfsteinpflaster, enge Bauweise der Barock- und Biedermeierhäuser sowie unterschiedliche Gebäudehöhen prägen bis heute das Erscheinungsbild und sind seit Beethovens Zeit weitgehend unverändert geblieben.
In diesem Umfeld verbrachte Beethoven wichtige Arbeitsjahre. Er komponierte hier unter anderem an seiner Oper „Fidelio“. Auch sein berühmtes Klavierstück „Für Elise“ entstand hier; die 5. und 6. Symphonie wurden in diesem Stadtensemble ausgearbeitet. Die Ausstellung vermittelt Beethovens Leben und Werk in konzentrierter Form und verbindet biografische Informationen mit der besonderen Atmosphäre eines historischen Wiener Wohn- und Musikortes.
Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Am 24.12. und 31.12. gelten verkürzte Öffnungszeiten von 10:00 bis 14:00 Uhr; geschlossen ist am 1.1., 1.5. und 25.12. Das Beethoven Pasqualatihaus ist nicht barrierefrei: Die Wohnung liegt im 4. Stock und ist nur über Stufen erreichbar; ein Lift ist nicht vorhanden.
by | Mai 9, 2026
Im Schlosspark Schönbrunn zählt das Große Palmenhaus zu den eindrucksvollsten historischen Glashäusern Europas. Es wurde ab 1880 im Auftrag von Kaiser Franz Joseph I. nach Plänen des Hofarchitekten Franz Xaver Segenschmid errichtet und am 17. Juni 1882 eröffnet. Das Gebäude aus Glas und Eisen wurde von der Firma Ignaz Gridl ausgeführt und besteht aus vorgefertigten Bauteilen.
Mit einer Länge von 111 Metern, einer Breite von bis zu 28 Metern, einer Höhe von 25 Metern und einer Grundfläche von rund 2.500 m² war das Palmenhaus zum Zeitpunkt seiner Eröffnung das größte Glashaus der Welt. Die Glasfläche beträgt etwa 4.900 m² und umfasst laut Bundesgärten rund 45.000 Glasscheiben.
Im Inneren gliedert sich das Palmenhaus in drei klimatisch unterschiedliche Bereiche. Das südliche Warmhaus hält eine Mindesttemperatur von 18 °C, die Mittelhalle als temperiertes Haus 12 °C und das nördliche Kalthaus 6 °C. So können besondere Exemplare der historischen Pflanzensammlung unter passenden Bedingungen präsentiert werden.
Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Palmenhaus 1953 wiedereröffnet. Wegen seines schlechten Bauzustands musste es 1976 erneut geschlossen werden; nach einer Sanierung von 1986 bis 1990 wurde es wieder zugänglich gemacht. Eine weitere Sanierung unter denkmalpflegerischen und technischen Gesichtspunkten erfolgte von 2011 bis 2014. Mehrmals jährlich finden Sonderausstellungen statt, Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich.
by | Mai 9, 2026
Bei Palais Liechtenstein können Besucherinnen und Besucher zwei außergewöhnliche historische Orte in Wien erleben: das Gartenpalais Liechtenstein im 9. Bezirk und das Stadtpalais Liechtenstein in der Wiener Innenstadt. Beide Palais wurden vor über 300 Jahren von der fürstlichen Familie Liechtenstein erbaut und sind eng mit der Geschichte Wiens verbunden. Die Fürstlichen Sammlungen zählen zu den bedeutenden privaten Kunstsammlungen der Welt und umfassen Hauptwerke europäischer Kunst aus fünf Jahrhunderten. Im Gartenpalais werden Meisterwerke von der Frührenaissance bis zum Hochbarock gezeigt, darunter Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Bronzen, Pietra-Dura-Arbeiten, Möbel, Porzellan und Tapisserien. Das Stadtpalais gilt als erstes bedeutendes Bauwerk des Hochbarocks in Wien und verbindet barocke Stuckdecken, üppiges Neo-Rokoko-Interieur, Originalmöblierung und Parkettböden von Michael Thonet. Dort sind Gemälde und Möbel aus Klassizismus und Biedermeier zu sehen. Beide Palais sind nicht regulär frei zugänglich, sondern ausschließlich im Rahmen von Events und gebuchten Führungen zu besichtigen. Öffentliche Führungen finden an ausgewählten Terminen statt, private Gruppenführungen können angefragt werden.
by | Mai 9, 2026
Am Josefsplatz, direkt im Zentrum Wiens, befindet sich das Palais Pálffy. Die heutige Bezeichnung geht auf die Fürstenfamilie Pálffy zurück, die das Palais im 17. Jahrhundert besaß. Die offizielle Website verweist auf eine besondere Musikgeschichte: Wolfgang Amadé Mozart musizierte hier schon als Kind, später soll sein „Figaro“ in den Räumen privat erstmals aufgeführt worden sein. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg prägten Wiederaufbau und Neuerungen das heutige Erscheinungsbild: außen ein Stück altes Wien, innen ein Stil-Mix aus Klassizismus, 20. Jahrhundert und zeitgenössischem Design. Die Räume im ersten Stock werden heute für Kulturveranstaltungen, Konzerte, Tanzkurse, Workshops, Empfänge, Konferenzen, Tagungen, Hochzeiten, Ausstellungen, Messen, Weihnachtsfeiern und Bälle genutzt. Zu den Räumen zählen Figaro-Saal I, Figaro-Saal II und Haydn Salon. Die gesamte Location umfasst laut WienTourismus 305 m² und bietet je nach Setting Platz für bis zu 310 Personen. Die zentrale Lage nahe Hofburg und Nationalbibliothek ist mit U-Bahn, Straßenbahn und Bus gut erreichbar.