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Otto Wagner Kirche am Steinhof

Die Otto Wagner Kirche am Steinhof befindet sich auf der Baumgartner Höhe im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing. Sie steht auf dem höchsten Punkt der weitläufigen Anlage eines psychiatrischen Spitals aus dem frühen 20. Jahrhundert und zählt zu den bedeutendsten Bauten Wiens. Der Kirchenbau, auch Kirche St. Leopold genannt, gilt als erste moderne Kirche Europas und ist ein Hauptwerk der Wiener Moderne. Otto Wagner bezog sich bei der Konzeption auf europäische Architekturgeschichte von Byzanz über das Wiener Barock bis zum Klassizismus, entwickelte jedoch eine eigenständige, moderne Formensprache. Die mit Marmorplatten verkleidete Fassade steht für eine sparsame und hygienische Architektur. Auch im Inneren wurde die Gestaltung auf die Bedürfnisse der Patient:innen einer medizinischen Anstalt abgestimmt. Künstlerische Höhepunkte sind der weite, helle Kirchenraum, die goldene Kuppel, die Glasmosaikfenster von Koloman Moser und die von Otto Wagner und seinem Atelier entworfene Einrichtung. Das Ensemble bildet einen einzigartigen Ort der Wiener Architektur- und Kulturgeschichte und wird als Standort des Wien Museums besucht.

OstLicht. Galerie für Fotografie

In der Brotfabrik Wien widmet sich OstLicht. Galerie für Fotografie dem Medium Fotografie in historischer, künstlerischer und sammlerischer Breite. Die Galerie wurde 2012 in den Räumlichkeiten der ehemaligen Anker Brotfabrik gegründet und hat sich als spezialisierte österreichische Fotogalerie etabliert. Auf rund 400 m² Ausstellungsfläche wurden umfassende Retrospektiven, Einzelausstellungen und konzeptionelle Gruppenausstellungen gezeigt, darunter Positionen internationaler und österreichischer Fotografie. OstLicht vertritt zeitgenössische und aufstrebende Fotograf:innen, nimmt regelmäßig an internationalen Fotokunstmessen teil und ist mit Shop, Photo Auction und der OstLicht Collection verbunden. Die Sammlung befindet sich seit 2015 im Depot für Fotografie in der Brotfabrik und umfasst mehr als 120.000 Fotografien. Sie deckt die Geschichte des Mediums von frühen Verfahren des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ab, mit Schwerpunkten wie Daguerreotypien, Reise- und Pressefotografie, Kriegsfotografie, Filmfotografie, Nachkriegs-Fotojournalismus, Weltraumfotografie, kubanischer Fotografie, Polaroid sowie österreichischer Fotografie. Dazu zählen unter anderem frühe Stadt- und Landschaftsansichten, Studiofotografie der Zwischenkriegszeit, Wiener Aktionismus sowie Nachlässe und Werkgruppen österreichischer Fotograf:innen. Besuche der Sammlung sind nach Terminvereinbarung möglich. Die Galerie selbst ist laut aktueller offizieller Website derzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Österreichische Nationalbibliothek

Die Österreichische Nationalbibliothek ist die größte Bibliothek des Landes und verbindet Forschung, Sammlung, Vermittlung und Museumserlebnis an mehreren Standorten in der Wiener Innenstadt. Der zentrale historische Standort befindet sich am Josefsplatz in der Hofburg. Für Besucherinnen und Besucher besonders bekannt ist der Prunksaal, einer der schönsten historischen Bibliothekssäle der Welt, in dem rund 200.000 Bücher verwahrt werden, darunter die Privatbibliothek Prinz Eugens. Neben dem Bibliotheksbetrieb mit Lesesälen und Spezialsammlungen bietet die Österreichische Nationalbibliothek ein umfangreiches museales Angebot: Prunksaal, Literaturmuseum, Papyrusmuseum, Globenmuseum, Esperantomuseum und Haus der Geschichte Österreich präsentieren Dauer- und Sonderausstellungen zu Kultur-, Literatur-, Wissens- und Sammlungsgeschichte. Als nationale Bibliothek erhält die Institution auf gesetzlicher Grundlage Belegexemplare österreichischer Publikationen und betreut bedeutende Bestände, darunter Handschriften, alte Drucke, Karten, Papyri, Musik, grafische Sammlungen und digitale Angebote. Für Ausflugs- und Kulturbesuche eignet sich die Österreichische Nationalbibliothek besonders durch die zentrale Lage, die historischen Räume, Führungen, Ausstellungen und vielfältige Vermittlungsangebote.

Sammlung alter Musikinstrumente

Im Herzen der Musikstadt Wien führt die Sammlung alter Musikinstrumente durch die europäische Musikgeschichte. Die Dauerausstellung ist in der Neuen Hofburg untergebracht; Besucherinnen und Besucher gelangen über das Weltmuseum Wien zur Sammlung. Präsentiert werden kostbare Instrumente des 16. Jahrhunderts, Stücke aus dem Besitz des Kaiserhauses sowie Klaviere und weitere Instrumente, die mit berühmten Persönlichkeiten der Musikgeschichte in Verbindung stehen. Die Ausstellung entfaltet sich in den ehemaligen Privatgemächern, die einst für Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I. errichtet wurden. Der Bestand lässt Klangwelten der Renaissance, der komponierenden Kaiser des Wiener Barocks, der Wiener Klassik mit Haydn, Mozart und Beethoven sowie der Romantik und späterer Epochen lebendig werden. Ergänzend verweist die Sammlung auf wissenschaftliche Arbeit, Restaurierung, technische Dokumentation, Publikationen und Konzerte, die einen vertieften Zugang zu historischen Instrumenten ermöglichen.

Musikverein Wien

Der Musikverein Wien ist das traditionsreiche Konzerthaus der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und zählt zu den bedeutendsten Musikorten Europas. Das Musikvereinsgebäude am Musikvereinsplatz wurde von Theophil Hansen geplant und 1870 eröffnet. Es ist besonders durch den Großen Musikvereinssaal bekannt, der wegen seiner reichen Ausstattung auch als Goldener Saal bezeichnet wird und zu den berühmtesten Konzertsälen der Welt gehört. Im Musikverein finden Eigenveranstaltungen der Gesellschaft der Musikfreunde, Konzerte anderer Veranstalter, Abonnements, Festivals, Kinder- und Jugendprogramme sowie neue Konzertformate statt.

Das Haus ist eng mit der Wiener Musikgeschichte verbunden. Seit dem 19. Jahrhundert war der Musikverein Ort zahlreicher bedeutender Aufführungen und Uraufführungen. Persönlichkeiten wie Johannes Brahms, Anton Bruckner, Clara Schumann, Johann Strauss Sohn und Franz Liszt sind mit der Geschichte der Gesellschaft der Musikfreunde verbunden. Heute wird das Haus weiterhin als lebendiger Konzertbetrieb geführt; Besucher:innen erleben dort internationale Orchester, Solist:innen, Kammermusik, zeitgenössische Musik, Originalklang, Wort-und-Musik-Formate und weitere Programme.

Neben Konzertbesuchen sind auch Führungen möglich. Die Gesellschaft der Musikfreunde öffnet ihr geschichtsträchtiges Haus für Besichtigungen; öffentliche Führungen werden auf Deutsch und Englisch angeboten. Da der Musikverein kein Museum, sondern ein laufender Konzertbetrieb ist, können Führungen aufgrund von Proben oder technischen Umbauten verschoben oder abgesagt werden. An Sonn- und Feiertagen werden keine Führungen angeboten. Für Gruppen mit mehr als acht Personen sind Sonderführungen mit eigenem Termin vorgesehen.

Zum Musikverein gehört außerdem das Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde. Es wurde bereits mit der Einrichtung der Gesellschaft im Jahr 1812 mitbegründet und zählt heute zu den bedeutendsten Musiksammlungen der Welt. Die Bestände umfassen unter anderem rund 200.000 Musikalien, über 5.000 Musikautographe, mehr als 50.000 Grafiken, Bilder und Fotos, über 800 Musikinstrumente sowie zahlreiche Briefe, Akten und Dokumente zur Geschichte der Gesellschaft und der Musikgeschichte Wiens.