by | Mai 9, 2026
Das MuseumsQuartier Wien liegt im 7. Bezirk am Museumsplatz und verbindet historische Bausubstanz mit zeitgenössischer Architektur. Mit 114.310 Quadratmetern, 61 kulturellen Institutionen und mehr als fünf Millionen Besucher:innen jährlich zählt es laut Betreiber zu den weltweit größten Kunst- und Kulturarealen. Zum Ensemble gehören große Museen und Ausstellungshäuser wie Leopold Museum, mumok, Kunsthalle Wien, Architekturzentrum Wien und MQ Freiraum, außerdem Kinder- und Familieninstitutionen, Tanz- und Veranstaltungsorte, Kulturinitiativen, Shops, Gastronomie und öffentlich nutzbare Höfe. Das Areal ist rund um die Uhr frei zugänglich; Innenhöfe, Durchgänge und Sitzbereiche können unabhängig von Museumsbesuchen genutzt werden. Besonders prägend sind die bunten MQ Sitzmöbel, die Enzis und Enzos, sowie der MQ Haupthof als großer urbaner Treffpunkt. Im Jahresverlauf ergänzen Open-Air-Programme, MQ Sommerbühne, Winterangebote, Führungen, Workshops und temporäre Kunstinterventionen das Angebot.
by | Mai 9, 2026
Im Wiener Mechitharisten-Kloster in der Mechitaristengasse befindet sich das Museum der Mechitharisten-Kongregation. Die Mechitharisten kamen 1811 in das ehemalige Kapuzinerkloster in St. Ulrich und entwickelten den Standort zu einem bedeutenden armenisch-katholischen Kultur-, Wissenschafts- und Sammlungszentrum. Die Sammlungen dokumentieren armenische Kultur, Geschichte, Sprache, Kunst und religiöse Tradition. Laut offizieller Darstellung haben die Mechitharisten erreichbare Zeugnisse aus Armenien gesammelt und bewahrt; dazu zählen unter anderem Handschriften, gedruckte Werke, Zeitschriften, Münzen, Textilien, Teppiche, Kunstobjekte und Objekte aus dem klösterlichen Umfeld. Die umfangreiche Münzsammlung umfasst rund 20.000 Stück, darunter etwa 5.000 armenische Münzen. Ergänzend gelten Bibliothek und Archiv des Klosters als bedeutende Bestände zur Armenologie. Das Museum wird üblicherweise im Rahmen von Führungen oder nach Voranmeldung besucht; dabei können je nach Führung auch Kirche, Bibliothek und Klostergeschichte einbezogen werden.
by | Mai 9, 2026
Am Floridsdorfer Markt gibt das Marktamtsmuseum der Stadt Wien Einblick in die Geschichte der Wiener Märkte und des Marktamts. Schon Ende des 19. Jahrhunderts präsentierten damals noch uniformierte Marktamtsmitarbeiter Lebensmittelfälschungen oder beanstandete Ware. Heute können Interessierte historische Exponate aus dem Arbeitsalltag des Marktamts neben modernen Werkzeugen der Lebensmittelaufsicht besichtigen. Die Ausstellung zeigt, wie eng Märkte, Standler*innen, Marktamt-Mitarbeiter*innen und Marktbesucher*innen mit der Wiener Stadtgeschichte verbunden sind. In 8 Räumen werden rund 2.200 Exponate aus unterschiedlichen Epochen präsentiert. Zu sehen sind unter anderem historische Fotos, Werkzeuge, Lebensmittelmodelle, gefährliche Gebrauchsgegenstände, Waagen aus dem 19. Jahrhundert, ein Preisberichtebuch aus dem Jahr 1848, die historische Bibliothek des Marktamtes sowie aktuelle Geräte der Lebensmittelkontrolle. Die Räume behandeln die Geschichte bis 1913, die Entwicklung von 1914 bis 1955 einschließlich der Zeit des Nationalsozialismus und die jüngere Vergangenheit bis zur Gegenwart. Neben Führungen für Gruppen gibt es spezielle Angebote für Kinder und Schulklassen, etwa eine Rätselrallye durch das Museum. Das Museum wurde 2012 nach mehr als 40 Jahren am Standort Floridsdorfer Markt wiedereröffnet und seither mehrfach erweitert.
by | Mai 9, 2026
Das Vereinsmuseum des Wiener Männergesang-Vereins befindet sich am Vereinssitz in der Bösendorferstraße 12, Hochparterre, Dumba-Saal, in Wien. Es bewahrt große und kleine Kostbarkeiten aus der langen Vereinsgeschichte des Wiener Männergesang-Vereins, der 1843 gegründet wurde und zu den traditionsreichen musikalischen Institutionen Wiens zählt. Der Fundus umfasst Erinnerungsstücke, Ehrengeschenke, Urkunden, Briefe, Devotionalien und wertvolle Zeugnisse der Chor- und Musikgeschichte. Aus dieser Sammlung erfolgen immer wieder Leihgaben an Ausstellungen oder zu besonderen Anlässen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Handschriftensammlung: Darunter befinden sich originale Kompositionen und Schriftstücke von Komponisten, die dem Verein verbunden waren oder ihm Werke widmeten, etwa Johann Strauss, Richard Wagner und Anton Bruckner. Als Prunkstück nennt der Verein die originale Partitur des Donauwalzers von Johann Strauss, der für den Wiener Männergesang-Verein komponiert wurde. Zu den weiteren bedeutenden Stücken zählen ein Prachtbanner als Geschenk Kaiser Franz Josephs I. nach Entwurf von Theophil Hansen, das Ölgemälde „Schubertiade“ von Julius Schmid, Silbergeschirr aus Anlass der Amerikareise 1907, Ölbilder von Christian Ludwig Attersee, der Nürnberger Becher als Ehrenpreis des Sängerfestes 1861 sowie Devotionalien wie eine Haarlocke Beethovens, die Totenmaske Bruckners und der Sargschlüssel Franz Schuberts. Führungen durch das Museum werden nach Anfrage angeboten.
by | Mai 9, 2026
Der Kunstraum Niederoesterreich ist ein Ort für zeitgenössische Kunst in Wien und befindet sich in der Herrengasse 13 im Innenhof des Palais Niederösterreich. Das Programm umfasst Ausstellungen, Performances und diskursive Formate und präsentiert sowohl aufstrebende, in Österreich lebende Künstler*innen als auch internationale künstlerische Positionen. Seit der Gründung im Jahr 2005 bildet die Auseinandersetzung mit zeitbasierten Medien einen Schwerpunkt, besonders mit Performance im Kontext der bildenden Kunst. Eine zentrale Rolle spielt der jährlich vergebene H13 Niederösterreich Preis für Performance, der laut Kunstraum als bislang einziger Performancepreis Österreichs hervorgehoben wird. Durch den kostenfreien Zugang zu Ausstellungen und Veranstaltungen sowie ein Vermittlungsprogramm richtet sich der Kunstraum an unterschiedliche Besucher*innengruppen. Der Standort ist öffentlich sehr gut erreichbar, nur wenige Gehminuten von der U3-Station Herrengasse entfernt und barrierefrei zugänglich.