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QUEER MUSEUM VIENNA

Im Otto Wagner Areal in Wien-Penzing schafft das QUEER MUSEUM VIENNA einen Raum für queere Kunst, Kultur und gemeinschaftliche Auseinandersetzung. Das selbstorganisierte, gemeinnützige Kollektiv wurde Anfang 2020 gegründet und versteht Kunst als Praxis von Widerstand und Neu-Erfindung. Ziel ist ein offener, inklusiver Ort, an dem queere Narrative sichtbar werden, marginalisierte künstlerische Positionen eine Bühne erhalten und Besucherinnen und Besucher aktiv in Austausch treten können. Das Museum arbeitet mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Archivarbeit und Vermittlungsformaten und versteht sich als flexible Institution, die sich kontinuierlich verändert. Der aktuelle Standort liegt im Otto Wagner Areal, C-Gebäude der ehemaligen Direktion, Stiege 2, direkt hinter dem Haupttor. Die Ausstellung „Imagining Queer Utopia“ läuft von 26. Februar bis 21. Juni 2026 und untersucht fluide Selbstbilder, wandelnde Begehren, Ökologie und queere Utopien anhand internationaler künstlerischer Positionen. Das Museum ist Donnerstag bis Sonntag von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet; zusätzliche Öffnungszeiten für Gruppen sind auf Anfrage möglich.

Rapideum

Im Allianz Stadion in Wien-Hütteldorf macht das Rapideum die Geschichte des SK Rapid erlebbar. Nur wenige Schritte neben der Spielerkabine gelegen, präsentiert das Vereinsmuseum auf 165 m² Erinnerungsstücke aus mehr als einem Jahrhundert Klubgeschichte. Der Bogen reicht von der Gründung des 1. Wiener Arbeiter Fußball-Clubs im Jahr 1897 bis in die Gegenwart.

Die Ausstellung verbindet klassische Museumspräsentation mit interaktiven Elementen. Zu sehen sind 31 Vitrinen, vier Video-Stationen, zwei originalgetreue Stadionmodelle sowie 59 versteckte Laden und Kästen, die zum Entdecken einladen. Die inhaltliche Gliederung orientiert sich am Motto „Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.“ und behandelt Orte des Zusammenkommens, die Bedeutung der Fans, den Mythos Rapid-Viertelstunde, besondere Spielerpersönlichkeiten, Trophäen und Erfolge.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufarbeitung der Rapid-Geschichte zwischen 1938 und 1945. Dabei werden sportliche Erfolge nicht isoliert dargestellt, sondern in den historischen Kontext des Nationalsozialismus eingeordnet. Das Museum thematisiert Täter, Mitläufer, Widerständler und Opfer aus den Reihen des SK Rapid ohne Tabu.

Das Rapideum kann zu regulären Öffnungszeiten ohne Vorabbuchung besucht werden. Zusätzlich bietet der SK Rapid offene Kombi-Führungen durch Rapideum und Stadion, Gruppenführungen, Kinder- und Schulführungen, Spezialführungen sowie demenzfreundliche Führungen auf Anfrage an.

Österreichisches Pharma- und Drogistenmuseum

Im Österreichischen Pharma- und Drogistenmuseum in Wien-Alsergrund wird ein heute selten gewordenes Berufs- und Handelsfeld museal bewahrt. Das Museum befindet sich im Österreichischen Drogistenhaus in der Währinger Straße 14 und widmet sich der Geschichte der Drogerie, der Pharmazie und des Drogistenberufs. Zweck der Sammlung war es laut Museumsdarstellung, die Entwicklung der Drogerie und das Berufsbild des Drogisten zu dokumentieren und den Berufsnachwuchs beim Lernen zu unterstützen. Heute bietet das Museum einen Einblick in historische Warenkunde, frühere Heil- und Pflegeprodukte, chemische Substanzen, Labor- und Verkaufsobjekte sowie kuriose Exponate, die den Wandel von Medizin, Haushalt, Kosmetik und Drogeriewaren nachvollziehbar machen. In Berichten und Veranstaltungsankündigungen werden etwa rund 10.000 Exponate, eine originale Drogerieeinrichtung aus dem Jahr 1908, eine besonders kleine homöopathische Taschenapotheke, historische Gefäße, Geräte und ungewöhnliche Arzneistoffe erwähnt. Der Besuch ist nur eingeschränkt möglich: Laut aktueller offizieller Museumsseite ist das Pharma- und Drogistenmuseum jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet; im Juli und August bleibt es geschlossen. Weitere Besuche und Führungen sind auf Anfrage möglich.

Pfadfindermuseum und Institut für Pfadfindergeschichte

In der Loeschenkohlgasse im 15. Wiener Gemeindebezirk bewahrt das Pfadfindermuseum und Institut für Pfadfindergeschichte die Erinnerung an die Pfadfinder*innenbewegung in Österreich und darüber hinaus. Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der österreichischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen möglichst lückenlos zu dokumentieren und Besucherinnen und Besuchern anschaulich näherzubringen. Gesammelt werden Objekte aus der österreichischen Pfadfinder*innenbewegung, Exponate rund um den Gründer der Pfadfinderbewegung Lord Baden-Powell, Materialien von Weltpfadfindertreffen wie Jamborees und Moots sowie ausgewählte Stücke aus dem Umfeld anderer Jugendorganisationen. Der Verein entstand aus dem 1971 gegründeten Institut für Pfadfindergeschichte und dem 1989 gegründeten Pfadfindermuseum. In den Ausstellungsräumen werden laufend wechselnde Sonderausstellungen zu Themen wie Pfadfindergeschichte, Pfadfindertechnik, Uniformen, Abzeichen, Fahnen, Wimpel und dem Leben Baden-Powells gezeigt. Das ebenfalls in Wien untergebrachte Archiv enthält unter anderem Protokolle, Lagerausschreibungen, Einladungen, Logbücher, Urkunden, Festschriften, Zeitschriften, Fotos, Filme, Tondokumente, Zeitungsartikel, Bücher und Material von Weltjamborees. Gruppen können Führungen nach Alter und Interessensgebiet vereinbaren; alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Die aktuelle Sonderausstellung „Einmal Pfadfinder*in – immer Pfadfinder*in“ wurde am 28. Februar 2026 eröffnet und ist voraussichtlich bis Jänner 2027 zu sehen.

Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek

Die Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek in der Neuen Burg am Heldenplatz gehört zu den reichhaltigsten und bedeutendsten Sammlungen antiker Schriftstücke weltweit. Rund 180.000 Objekte dokumentieren historische, kulturelle, sprachliche und religiöse Entwicklungen über etwa 3.000 Jahre ägyptischer Schriftgeschichte. Der Schwerpunkt liegt auf dokumentarischen Texten der Spätantike vom 4. bis 7. Jahrhundert nach Christus. Neben Papyrus verwahrt die Sammlung auch andere antike Beschreibstoffe wie Pergament, Papier, Tonscherben, Leder und Holztafeln. Fast alle Bestände stammen aus Ägypten; sie reichen von etwa dem 15. Jahrhundert vor Christus bis in das 16. Jahrhundert nach Christus. Vertreten sind unter anderem ägyptische, griechische, koptische, arabische, hieroglyphische, hieratische, demotische, hebräische, aramäische, syrische, äthiopische, lateinische und mittelpersische Texte. Die Sammlung dient Forschung, Erhaltung und Vermittlung; Originale können nach Anmeldung im Lesesaal genutzt werden. Eine repräsentative Auswahl ist im Papyrusmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek zu besichtigen.