by | Mai 9, 2026
Das Original Wiener Ringofenmuseum befindet sich in Inzersdorf im 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing. Am Standort Gsellhofergasse 1 ist Wiens letzter erhaltener Ringofen zu sehen, ein Industriedenkmal aus der Zeit der historischen Ziegelproduktion. Inzersdorf und der Raum südlich des Wienerbergs waren einst wichtige Gebiete der Ziegelherstellung, da durch den Liesingbach Tegel- und Tonvorkommen abgelagert wurden. Das Museum vermittelt, wie Ziegel früher hergestellt und gebrannt wurden und welche Bedeutung die Ziegelindustrie für die bauliche Entwicklung Wiens hatte. Im Mittelpunkt steht der Hoffmannsche Ringofen, dessen kontinuierliches Brennverfahren im 19. Jahrhundert eine technische Revolution darstellte. Ergänzend behandelt das Museum die Geschichte der Ziegeleien, die Arbeit der Ziegelarbeiter*innen und die oft schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Produktion. Der denkmalgeschützte Industrieort wurde 2004/2005 als kleines privates Museum realisiert. Besichtigungen und Führungen werden nach Anfrage organisiert.
by | Mai 9, 2026
Unter dem Esterházypark in Wien-Mariahilf lädt das Retro Gaming Museum Wien zu einer spielbaren Zeitreise durch die Geschichte der Computer- und Arcadespiele ein. Der Standort befindet sich im Luftschutzbunker des früheren Foltermuseums, nahe dem Haus des Meeres. Laut offizieller Website umfasst die Ausstellung über 1.000 Originalexponate: Konsolen, Spiele, Automaten und technische Geräte aus mehreren Jahrzehnten Gaming-Kultur. Der Schwerpunkt liegt nicht nur auf dem Betrachten historischer Objekte, sondern auf dem Ausprobieren: Mehr als 30 Konsolen und Automaten können vor Ort selbst bespielt werden. Ergänzend vermittelt eine Timeline wichtige Stationen der Videospielgeschichte, von frühen Experimenten wie OXO und Tennis for Two über Pong, Atari, Nintendo, Game Boy, Amiga und Doom bis zu späteren Entwicklungen. Für Gruppen werden Überblicksführungen, Wochenendführungen und Insider-Special-Touren angeboten; diese finden laut offizieller Website am Wochenende ab sechs Personen statt, kleinere Gruppen können sich bei verfügbaren Terminen dazubuchen. Das Museum kann außerdem für Events, Drehs und Firmenveranstaltungen angefragt werden. Kinder unter 12 Jahren dürfen nur in Begleitung hinein, Hunde sind an der Leine erlaubt.
by | Mai 9, 2026
In der Klagbaumgasse im 4. Wiener Gemeindebezirk widmet sich das Rauchfangkehrermuseum der langen Geschichte des Rauchfangkehrergewerbes. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung des Berufs vom Rußknecht bis zu modernen Aufgaben im Bereich Sicherheit, Umwelt und Technik. Besucherinnen und Besucher sehen alte Öfen, Rauchfangaufsätze, vielfältige Arbeitsgeräte, Zunftobjekte und eine Sammlung von Rauchfangkehrerfiguren aus unterschiedlichen Materialien. Die tradierte Rolle des Rauchfangkehrers als Glücksbringer wird ebenfalls mit zahlreichen Exponaten dokumentiert. Bei Führungen wird der Beruf in Vergangenheit und Gegenwart vorgestellt; außerdem werden an Ausstellungsstücken die Arbeitswelt der Rauchfangkehrer und historische Heiz- und Ofentechnik erklärt. Im großen Raum ist die Sonderausstellung „Es war einmal die Rauchfangkehrerkirche“ mit Ausstellungs- und Erinnerungsstücken zu sehen. Separate Führungen, Feiern und Veranstaltungen können nach rechtzeitiger Vereinbarung auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten stattfinden. Das Museum gehört zu den Wiener Bezirks- und Sondermuseen, der Eintritt ist frei.
by | Mai 9, 2026
Bei der Führung durch das Wiener Rathaus erhalten Besucher*innen Einblicke in eines der bekanntesten Bauwerke der Wiener Ringstraße und in den repräsentativen Sitz der Stadt Wien. Das Rathaus wurde von Friedrich Schmidt geplant und zwischen 1872 und 1883 errichtet. Mit seiner neugotischen Architektur, dem markanten Hauptturm, dem Rathausmann und den prunkvollen Innenräumen zählt es zu den eindrucksvollsten Wahrzeichen der Stadt.
Die Stadtinformation lädt interessierte Wiener*innen und Gäste zu kostenlosen öffentlichen Führungen ein. Treffpunkt ist die Stadtinformation im Rathaus, Eingang Friedrich-Schmidt-Platz 1. Öffentliche Führungen finden Montag, Mittwoch und Freitag jeweils um 13:00 Uhr statt. An Sitzungstagen, gesetzlichen Feiertagen, am Karfreitag, am 24. und 31. Dezember sowie bei Großveranstaltungen werden keine Führungen angeboten. Die Führung wird auf Deutsch abgehalten; für Gäste stehen kostenlose Audioguides in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch zur Verfügung. Für den Audioguide muss ein Lichtbildausweis hinterlegt werden. Für die Teilnahme an der öffentlichen Rathausführung ist eine Online-Anmeldung erforderlich.
Für Gruppen ab 10 Personen können eigene Gruppenführungen vereinbart werden. Der gewünschte Termin kann Montag bis Freitag im Zeitraum zwischen 08:00 und 14:00 Uhr gewählt werden. Gruppen müssen sich mindestens vier Wochen vor dem gewünschten Termin telefonisch, schriftlich oder persönlich bei der Stadtinformation anmelden.
Ergänzend zur Führung vor Ort bietet die Stadt Wien kostenlose virtuelle Rathausführungen an. Dabei kann das Rathaus jederzeit online in einem digitalen 3D-Rundgang erkundet werden. Die virtuelle Tour zeigt auch Bereiche, die bei der regulären Führung zu Fuß nicht besichtigt werden, etwa den Roten Salon oder den Rathausturm. Die virtuellen Angebote sind auf Deutsch und Englisch verfügbar und können selbstständig oder als geführte Tour mit Audio-Guide genutzt werden.
by | Mai 9, 2026
Das Wiener Phonomuseum ist ein Sondermuseum der Wiener Bezirksmuseen und widmet sich der Entwicklung von Tonaufzeichnung und Tonwiedergabe. Auf fast 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche führt die Dauerausstellung „Edisons Erbe“ von den ersten Versuchen der Schallaufzeichnung über Phonographen und Grammophone bis zur Schellackplatte, zur High-Fidelity-Stereophonie und zur digitalen Gegenwart. Der Sammlungsbestand umfasst mehr als 1.000 Exponate; rund 300 Ausstellungsstücke werden im Museum präsentiert und können zu einem großen Teil in Betrieb genommen und vorgeführt werden. Zu den besonderen Objekten zählen Zinnfolien-Phonographen, ein Edison Class-M Phonograph um 1888, ein Edison Peerless Motor Phonograph von 1894, Phonographenwalzen, Grammophone, Radios und mechanische Musikgeräte. Das Museum entstand aus dem „Verein der Tonbandfreunde“, wurde 1983 in der Mollardgasse eingerichtet und eröffnete seine erste Ausstellung 1987. Durch die Sammlungen Fritscher und Krapfenbauer entstand eine der großen europäischen Sammlungen zu Phonographen und Grammophonen.