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Das Luegghaus

An der Ecke Hauptplatz und Sporgasse fällt das Luegghaus durch seine besonders reich gestaltete Fassade sofort ins Auge. Zwischen den historischen Bürgerhäusern rund um den Grazer Hauptplatz sticht das Gebäude mit barockem Fassadenstuck, Laubengängen und feinen Ornamenten hervor. Wer genauer hinsieht, entdeckt zwischen Frucht- und Blütengirlanden kleine versteckte Münder und Nasen, die der Fassade eine spielerische Note geben. Die Stadt Graz verortet das Luegg Haus am Hauptplatz 11 und 12 und beschreibt es als besonders eindrucksvolles Haus an der Ecke Hauptplatz/Sporgasse mit barocken Stuckfassaden und Arkadengang im Rundbogenstil. Das Luegghaus ist kein klassisches Museum, sondern ein historisches Architektur- und Fotomotiv mitten in der Grazer Altstadt. Heute befindet sich im Gebäude die Swarovski Boutique Graz. Durch seine zentrale Lage eignet sich das Haus ideal als kurzer Stopp bei einem Rundgang über den Hauptplatz, durch die Sporgasse oder durch das UNESCO-Welterbe der Grazer Altstadt.

Franziskanerkirche & Kloster

Zwischen Mur und Altstadt bildet die Franziskanerkirche mit dem angeschlossenen Kloster einen ruhigen historischen Gegenpol zum lebendigen Franziskanerviertel. Die Anlage steht am Franziskanerplatz, einem der bekanntesten Plätze der Grazer Innenstadt, wo kleine historische Läden direkt an die Außenmauern der gotischen Kirche anschließen. Das Kloster gilt als älteste Klosterniederlassung in Graz und wurde 1239 als Minoritenkloster gegründet.

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist eine gotische Hallenkirche. Ihr mächtiger Turm prägt, ähnlich wie der Uhrturm, die Grazer Stadtansicht. Für einen Bettelorden war ein solcher Turm ungewöhnlich; er wurde im 17. Jahrhundert auf Befehl der Stadtregierung als Stadtturm errichtet. Im Kirchenraum verbinden sich schlichte gotische Architektur und Kunstwerke des 20. Jahrhunderts. Der hohe Chorraum aus dem 14. Jahrhundert wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und danach mit zeitgenössischer Ausstattung durch steirische Künstler wiederhergestellt. Farbige Glasfenster, ein schlichtes Kruzifix aus Grauguss und die moderne Schuke-Orgel prägen den Raumeindruck.

Besonders reizvoll ist der ursprünglich gotische Kreuzgang mit kleinem Klostergarten. In den Wänden des Kreuzgangs sind zahlreiche Epitaphe von Grazer Bürgern und Adeligen eingelassen. Die Jakobikapelle verbindet gotische, barocke und neogotische Elemente. Das Gebiet zwischen Franziskanerkloster und Mur ist auch als „Kälbernes Viertel“ bekannt, eine Bezeichnung, die auf die frühere Ansiedlung von Fleischern und Schlachtbänken in diesem Bereich zurückgeht.

Dom im Berg I Grazer Spielstätten

Tief im Grazer Schlossberg befindet sich der Dom im Berg, ein futuristisch wirkender Veranstaltungsraum mit besonderer Architektur und Akustik. Die multifunktionale High-Tech-Location wurde in den Jahren 1999 und 2000 nach Konzept und Leitidee des Künstlers Richard Kriesche in das Stollensystem des Schlossbergs eingebettet. Auf 733 Quadratmetern Fläche und bei einer Höhe von 11 Metern bietet der Dom im Berg Platz für Konzerte verschiedener Genres, Kongresse, Bälle, Theateraufführungen, Clubbings, Festivals, Firmenpräsentationen und Empfänge. Besonders die elektronische Musik nutzt die besondere Atmosphäre im Felsen; seit 2019 verfügt der Raum über ein modernes Ambisonics-Soundsystem für ein 3D-Klangerlebnis. Historisch geht der Ort auf das Luftschutzstollensystem im Schlossberg zurück, das während des Zweiten Weltkriegs angelegt wurde. Der Zugang ist zentral über den Schlossbergplatz möglich: Von dort führt der Schlossbergstollen in den Berg, etwa auf halber Strecke zweigt der Weg zum Dom ab. Alternativ erreicht man die Location über den Karmeliterplatz oder mit dem Schlossberglift, der auf der Ebene des Dom im Berg hält. Die Tages- bzw. Abendkasse öffnet laut Betreiber jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn; Ticketpreise richten sich nach der jeweiligen Veranstaltung.

Schlossbergrutsche I The Slide

Rasant geht es bei der Schlossbergrutsche I The Slide durch das Innere des Grazer Schlossbergs. Die Attraktion gilt laut Graz Tourismus als größte Underground-Rutsche der Welt; der Betreiber beschreibt sie mit 64 Metern Gesamthöhe als höchste Indoor- beziehungsweise Underground-Rutsche weltweit. Auf einer Bahnlänge von 175 Metern führt die Rutsche vom Schlossberg hinunter in den Schlossbergstollen und verläuft direkt neben sowie rund um den Schlossberglift. Die Fahrt dauert rund 40 Sekunden und erreicht etwa 25 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Der Zutritt erfolgt über den Schlossberglift, mit Einstiegsmöglichkeiten über den Schlossbergplatz beziehungsweise über die Bergstation neben dem Café Aiola upstairs. Gerutscht wird ausschließlich mit speziell gefertigten Rutschmatten. Für die Benutzung gilt eine Mindestgröße von 1,30 Metern; außerdem sind die Sicherheitsregeln zu beachten: nur bei grünem Licht starten, keine Gegenstände mitführen, Abstand halten, nicht gemeinsam rutschen und den Auslauf sofort verlassen. Tickets können online gebucht werden, um Wartezeiten zu vermeiden. Vor Ort ist auch ein Kombiticket mit dem 4D-Erlebniskino The Flight Graz erhältlich.

The Flight Graz 4D

Am Grazer Schlossberg bietet The Flight Graz 4D eine besondere Form des Sightseeings: Im 4D-Erlebniskino in der Uhrturmkasematte führt ein etwa zehnminütiger Film durch die Grazer Innenstadt. Besucherinnen und Besucher erleben die Stadt aus der Perspektive einer Fliege und fliegen virtuell zu mehr als 25 bekannten Plätzen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten der steirischen Landeshauptstadt. Moderne Full-Motion-Sitze und zusätzliche Effekte wie Wind, Nebel und Stroboskopblitze sorgen dafür, dass der Film körperlich spürbar wird. Der Zugang erfolgt über die Uhrturmkasematte beziehungsweise über den Schlossberglift am Schlossbergplatz, Ausstieg „Slide Graz“. Tickets sind laut offizieller Website nur vor Ort erhältlich; an der Kassa ist ausschließlich Kartenzahlung möglich. Das Erlebnis ist ab einer Körpergröße von 1 Meter und ab 3 Jahren geeignet.