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Grazer Märchenbahn

Tief unter dem Grazer Schloßberg wartet mit der Grazer Märchenbahn ein Familienerlebnis in einem historischen Stollensystem. Der Eingang befindet sich am Schloßbergplatz beim Zugang zum Stollen des Schloßberglifts. Die Bahn fährt durch den „Berg der Geschichten“, wo bekannte Märchenmotive und neue Fantasiewelten nicht klassisch nacherzählt, sondern mit Licht, Dunkelheit, Geräuschen und interaktiven Momenten inszeniert werden. Zu erleben sind unter anderem ein Märchenwald, eine Räuberhöhle, eine Schatzhöhle, Riesenfüße, eine Eiswelt, ein Hexenreich, ein Flug und weitere Stationen. Die Gesamtfahrzeit beträgt laut offizieller Website rund 25 Minuten, Graz Tourismus nennt rund 30 Minuten. Pro Fahrt können maximal 20 Personen befördert werden; Gruppenreservierungen sind ab 15 Personen möglich. Die Fahrt wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen, da Teile des Stollens dunkel sind und ein vorzeitiges Verlassen des Zuges nicht möglich ist. Da die Temperatur im Berg ganzjährig bei 8 bis 12 °C liegt, wird warme Kleidung empfohlen. Nach einer umfassenden Sanierung und inhaltlichen Neugestaltung wurde die frühere Märchengrottenbahn 2014 als Grazer Märchenbahn neu eröffnet.

Grazer Schlossberg

Mitten in Graz verbindet der Grazer Schlossberg Natur, Stadtgeschichte und Panorama. Der 473 Meter hohe Felsen gilt als höchster natürlicher Punkt der Stadt und bietet einen 360°-Rundblick über die Altstadt, die roten Dächer und die Umgebung. Besonders bekannt ist der Uhrturm, das weithin sichtbare Wahrzeichen von Graz. Daneben prägen weitere historische Anlagen und Aussichtspunkte den Berg: der Glockenturm mit der „Liesl“, die Kasemattenbühne, das gotische Burgtor, der Hackher-Löwe, Zisterne, Türkenbrunnen, Stallbastei, Starcke Haus, Chinesischer Pavillon, Herbersteingarten und das Graz Museum Schlossberg. Der Schlossberg war einst eine mächtige Festung; nach der Schleifung durch napoleonische Truppen blieben unter anderem Uhrturm und Glockenturm erhalten. Heute ist der Berg ein beliebtes Ziel zum Spazierengehen, Fotografieren und Entspannen. Der Aufstieg ist zu Fuß über die 260 Stufen der Schlossbergstiege vom Schlossbergplatz, über Wege vom Karmeliterplatz oder der Wickenburggasse möglich. Bequem erreichbar ist das Plateau außerdem mit der Schlossbergbahn vom Kaiser-Franz-Josef-Kai oder mit dem Schlossberglift vom Schlossbergplatz.

Murinsel Graz

Zwischen Lendkai und dem gegenüberliegenden Murufer liegt mit der Murinsel Graz eines der ungewöhnlichsten Wahrzeichen der Stadt. Die begehbare Konstruktion aus Stahl und Glas wurde anlässlich des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2003 errichtet und geht auf einen Entwurf des New Yorker Künstlers und Architekten Vito Acconci zurück. Ihre geschwungene, gedrehte Form erinnert an eine halb geöffnete Muschel und macht die Insel zu einem weithin sichtbaren Bindeglied zwischen Fluss und Stadt.

Die Murinsel ist über zwei Stege mit beiden Ufern verbunden. Sie ist zugleich Brücke, Plattform, Veranstaltungsort und Aufenthaltsraum am Wasser. Im offenen Teil bildet eine Arena mit wellenförmigen Bänken einen Bereich für Veranstaltungen. Unter dem gewölbten Glasdach befindet sich ein Café, das den Blick auf die Mur, das Murufer und die Altstadt ermöglicht. Für Kinder gibt es ein dreidimensionales Labyrinth aus Tauen und eine Rutsche.

Obwohl sie Insel genannt wird, handelt es sich technisch um eine schwimmende Konstruktion, die verankert und durch die Stege stabilisiert ist. Besonders abends ist die bunt beleuchtete Murinsel ein beliebter Fotospot. Der Besuch der Murinsel ist kostenlos, sie ist ganzjährig frei begehbar und liegt fußläufig erreichbar zwischen Südtiroler Platz und Lendkai.

Mausoleum Kaiser Ferdinand II.

Mitten in der Grazer Stadtkrone erinnert das Mausoleum Kaiser Ferdinand II. an die kaiserliche Geschichte der Stadt. Der Bau liegt unmittelbar neben dem Grazer Dom und bildet mit der Katharinenkirche ein markantes Ensemble, dessen türkisfarbene Kuppeln zu den auffälligen Blickpunkten der Altstadt zählen. Kaiser Ferdinand II. beauftragte 1614 seinen italienischen Hofmaler und Hofarchitekten Giovanni Pietro de Pomis mit der Konzeption dieses monumentalen Grabbaus. Das Mausoleum besteht aus der symbolisch verbundenen Kreuzesform der Katharinenkirche und dem ovalen Grabbau; die ovale Kuppel über der Gruftkapelle gilt laut Graz Tourismus als erste ihrer Art außerhalb Italiens. Im Inneren befinden sich die Grabstätten Kaiser Ferdinands II. und seiner ersten Gattin Erzherzogin Maria Anna von Bayern, außerdem ein sogenanntes Herzgrüftl mit den Herzen Ferdinands II. und weiterer Mitglieder der erzherzoglichen Familie. Der Rotmarmor-Sarkophag im Gruftraum stammt aus dem ehemaligen Grazer Klarissinnenkloster und dürfte um 1608 von Sebastian Carlone geschaffen worden sein. Künstlerisch verbindet das Mausoleum Renaissance, Frühbarock, dynastische Repräsentation und Gegenreformation zu einem Bauwerk von europäischem Rang.

Schloßbergbahn

Auf besonders komfortable Weise führt die Schloßbergbahn vom Kaiser-Franz-Josef-Kai 38 hinauf auf den Grazer Schloßberg. Die historische Standseilbahn ist seit 1894 in Betrieb und zählt heute zu den markanten technischen Attraktionen der Stadt. Die Strecke ist sehr steil: Laut Holding Graz überwindet sie eine Steigung von 60 Prozent, Graz Tourismus nennt 61 Prozent. Die Wagen verkehren regelmäßig alle 15 Minuten, bei Bedarf auch in kürzeren Abständen. Durch die Glasdächer der seit 2004 neu gestalteten Wagen eröffnet sich während der kurzen Fahrt ein weiter Blick auf Graz und die UNESCO-geprägte Altstadt. Die Bergstation liegt beim Schlossberg Restaurant vor dem Glockenturm. Für die Nutzung gelten gültige Fahrscheine der Zone 101 der Graz Linien; zusätzlich gibt es Stundenkarten, 24-Stundenkarten und Kombikarten für Schloßbergbahn und Schloßberglift. Als Alternative oder Ergänzung bieten sich der Schloßberglift, Wege vom Karmeliterplatz oder der Wickenburggasse sowie der Felsensteig mit 260 Stufen vom Schlossbergplatz an.