by | Mai 9, 2026
Mitten in Wien verbinden die Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste Wien historische Sammlungsbestände, Forschung, Lehre und öffentliche Präsentation. Sie bestehen aus der Gemäldegalerie, dem Kupferstichkabinett und der Glyptothek und zählen zu den besonderen Sammlungen einer Kunstakademie. Die Bestände umfassen rund 1.200 Gemälde, mehr als 100.000 Arbeiten auf Papier vom 14. bis zum 21. Jahrhundert sowie etwa 450 erhaltene Gipsabgüsse. Die Gemäldegalerie zeigt in der Schausammlung und in Sonderausstellungen Meisterwerke alter Kunst, darunter das Weltgerichts-Triptychon von Hieronymus Bosch sowie Arbeiten von Cranach d. Ä., Tizian, Rubens, Rembrandt und Guardi. Das Kupferstichkabinett zählt zu den bedeutenden grafischen Sammlungen Österreichs; Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien können im Studiensaal eingesehen werden. Die Glyptothek bietet im Atelierhaus mit ihren Gipsabgüssen einen Überblick über europäische Skulpturengeschichte und ist im Rahmen von Führungen auf Anfrage zugänglich. Der Hauptstandort befindet sich am Schillerplatz 3; die Glyptothek liegt im Atelierhaus in der Lehárgasse 8.
by | Mai 9, 2026
Die Sammlung des Wiener Museums des Blindenwesens reicht bis zum Beginn der Blindenbildung in Wien zurück. Johann Wilhelm Klein, der 1804 das k. k. Blindenerziehungsinstitut in Wien begründete, legte bereits in den 1830er-Jahren das Museum an. Die Ausstellung gibt in mehreren Abteilungen einen Überblick über die Entwicklung der Lehr- und Lernbehelfe für den Blindenunterricht. Thematisch reicht sie von Musik, Mathematik und Geographie bis Biologie. Zu den historischen Unterrichtsbehelfen zählen unter anderem Notenapparate, Tastuhren, Zeichenapparate für den Geometrieunterricht, Landkarten, Globen und Tiermodelle.
Besonders ausführlich widmet sich das Museum der Entwicklung verschiedener Schriften für blinde Menschen bis zur eigentlichen Blindenschrift, die Louis Braille 1825 entwickelte. Bevor sich die Braille-Schrift durchsetzte, wurden unterschiedliche Methoden und Schriftarten erprobt, um schriftliche Kommunikation zwischen blinden und sehenden Menschen zu ermöglichen. Die gezeigten Formen reichen von Buchstaben und Reliefschriften bis zu einzeln ausgeschnittenen, tastbaren Buchstaben. Auch die von Carl Ludwig Müller 1806 entwickelte tastbare Masseschrift und die damit verbundene frühe Füllfeder-Erfindung werden thematisiert.
Neben Schriftentwicklung und Schreibmaschinen für blinde Menschen präsentiert das Museum auch den Buchdruck von Blindenbüchern im Hochdruck. Eine bedeutende grafische Sammlung umfasst rund 1700 Blätter zum Thema Blindheit. Die Darstellungen zeigen unter anderem die soziale Stellung blinder Menschen, Motive aus Altertum und Orient sowie Blindenberufe des 19. und 20. Jahrhunderts. Da blinde Menschen im 19. Jahrhundert besonders häufig in handwerklichen Berufen ausgebildet wurden, ist dem Handwerk ein eigener Raum gewidmet. Das Museum gilt als eines der reichhaltigsten seiner Art und genießt internationalen Ruf.
by | Mai 9, 2026
In der Ruthnergasse 170 in Wien-Floridsdorf befindet sich Stroke Minigolf, eine moderne 18-Loch-Minigolfanlage mit Championship-Design, Kunstrasen, Musik und entspannter Atmosphäre. Das Angebot richtet sich an Freundesgruppen, Familien, Dates, Schulklassen, Geburtstagsfeiern und Firmenevents. Das Spielprinzip ist klassisch: Ziel ist es, den Ball vom Abschlag mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch zu bringen. Laut Platzregeln gilt ein Schlaglimit von sechs Schlägen pro Bahn; danach wird die Bahn mit sieben Schlägen gewertet. Die Anlage arbeitet mit Online-Buchung und erlaubt den Zutritt während des reservierten Zeitfensters. Innerhalb des gebuchten Tages kann mit dem Regular Ticket unbegrenzt gespielt werden; nach Verlassen der Anlage ist kein Wiedereintritt mit diesem Ticket vorgesehen. Schläger und Bälle werden für die Dauer der Spielzeit zur Verfügung gestellt. Für Events stehen laut Website eigene Angebote für private Feiern, Kindergeburtstage, Erwachsenengeburtstage und Firmenveranstaltungen zur Verfügung.
by Harald Markl | Mai 7, 2026
In Wien-Donaustadt verbindet die Kartbahn Wien eine 300 Meter lange Indoor-Strecke mit einem 105 Meter langen Outdoor-Abschnitt zu insgesamt 405 Metern In- & Outdoor-Racing. Die Strecke ist auf abwechslungsreiche Kurven, schnelle Passagen und sicheres Fahrvergnügen ausgelegt. Bei guter Witterung wird der Outdoor-Teil geöffnet und ergänzt die Indoor-Bahn um zusätzliche weite Kurven und Tempo.
Zum Einsatz kommen moderne RIMO Sinus NEO Elektro-Karts mit kräftiger Beschleunigung, elektrischer Sitz- und Pedalverstellung, Display, Beleuchtung und umfangreicher Sicherheitsausstattung. Vor jeder Fahrt weist geschultes Bahnpersonal die Fahrerinnen und Fahrer ein. Race-Control, Kameras und stoßdämpfende Banden sorgen für kontrollierte Abläufe auf der Strecke. Für Familien und Einsteiger stehen Doppelsitzer-Karts bereit: Kinder ab 4 Jahren bis 1,35 Meter Körpergröße können mit einem Erwachsenen mitfahren; für selbstfahrende Kinder gilt eine Mindestgröße von 1,35 Meter.
Der Besuch kann vorab online über 30-Minuten-Zeitslots reserviert werden; die konkrete Trainingseinheit oder ein Racing-Paket wird vor Ort ausgewählt. Registrierung und Haftungsausschluss lassen sich bequem vor Ort erledigen — wahlweise digital oder auf Papier, auf Wunsch auch schon vorab. Bezahlt wird vor Ort am Self-Kiosk-Terminal per Bankomat- oder Kreditkarte.
Für Zuschauer und Pausen zwischen den Rennen stehen Getränkeautomaten mit warmen und kalten Getränken bereit. Die Anlage ist mit der U1 sowie den Buslinien 25A und 27A erreichbar, liegt nahe der Wagramer Straße und bietet viele Parkplätze vor Ort.
by | Mai 7, 2026
Im Bregenzerwälder Käsekeller in Lingenau reifen Vorarlberger Alp- und Bergkäse unter kontrollierten Bedingungen zur geschmacklichen Vollendung. Das Reifezentrum entstand 2002, als sich Käsereien und Käsevermarkter zusammenschlossen, um die Lagerung, Reifung und Pflege silofreier Rohmilchkäse gemeinsam zu organisieren. Das Gebäude aus Sichtbeton wurde vom Vorarlberger Architekten DI Oskar Leo Kaufmann geplant und gilt auch architektonisch als markanter Ort im Bregenzerwald.
In drei Reifekellern lagern zehntausende Käselaibe, die zwischen 4 und 18 Monaten reifen. Die Käse bleiben im Besitz der jeweiligen Hersteller oder Vermarkter; nach der Anlieferung werden Stückzahlen, Kennnummern, Lieferanten und Lagerplätze in einem Warenwirtschaftssystem dokumentiert. Moderne Roboter übernehmen die regelmäßige Pflege der Laibe. Auf der Website werden unter anderem 50.600 Reifeplätze, 1.200 Tonnen Käse bei Vollbelegung, 7 Meter Kellerhöhe, 60 Meter Kellerlänge und eine Luftfeuchtigkeit von 97 Prozent genannt.
Für Gäste ist der Käsekeller ein Ort zum Entdecken und Verkosten. Durch eine Glaswand kann man in einen Reifekeller blicken; bei Besichtigungen werden die Geschichte der KäseStrasse Bregenzerwald, die Besonderheiten der Bregenzerwälder Käsekultur und die Reifung von Alp- und Bergkäse vermittelt. Anschließend können Käsespezialitäten verkostet werden, auf Wunsch sind für Gruppen auch Käse- und Weindegustationen mit Sommelier möglich.
Zentral für die Qualität der Bregenzerwälder Käsespezialitäten ist laut Käsekeller die Heumilch. Kühe erhalten dabei frisches Gras, Wiesenkräuter und Heu; diese silofreie Bewirtschaftung trägt zur Kulturlandschaft im Bregenzerwald bei und prägt das würzige Aroma der Rohmilchkäse. Der Käsekeller leistet damit einen Beitrag zum Erhalt regionaler Genusskultur, Landwirtschaft und handwerklicher Käsetradition.