by | Mai 9, 2026
Direkt im Schloss Augarten lädt das Porzellanmuseum zu einer Zeitreise durch rund 300 Jahre Wiener Porzellankunst ein. Das Museum ist in einem Seitenflügel der Manufaktur untergebracht, wo historische Exponate und heutiges Kunsthandwerk auf engem Raum verbunden sind. Ein originaler Brennofen, der sich über beide Ausstellungsebenen erhebt, prägt das Haus und macht den Produktionsort anschaulich erlebbar.
Die Dauerausstellung im Obergeschoss beginnt mit den Ursprüngen des Porzellans in China und der Sammel- und Repräsentationskultur europäischer Fürstenhöfe. Sie führt weiter zur Wiederentdeckung der europäischen Porzellanrezeptur und zur Gründung der ersten Wiener Manufaktur durch Claudius Innocentius du Paquier im Jahr 1718. Auch der Weg vom Rohstoff zum fertigen Stück wird vermittelt: Kaolin, Feldspat und Quarz können betrachtet und haptisch erlebt werden.
Das Erdgeschoss widmet sich dem 20. und 21. Jahrhundert. Nach der Neugründung der Manufaktur im Augarten 1923 prägten Wiener Werkstätte und Art Déco eine neue Ära. Zu sehen sind Figuren und Serviceformen, die unter anderem von Michael Powolny, Vally Wieselthier, Josef Hoffmann und Friedrich Ludwig Berzeviczy-Pallavicini entworfen wurden. Bis heute setzen sich Designer, Bildhauer und Maler mit dem Werkstoff Porzellan auseinander. Ergänzt wird die Dauerausstellung jährlich durch eine Sonderausstellung mit historischen Einblicken oder zeitgenössischen Positionen rund um Wiener Porzellan.
by | Mai 9, 2026
Das Architekturzentrum Wien im MuseumsQuartier ist das österreichische Architekturmuseum. Es zeigt, diskutiert und erforscht, wie Architektur und Stadtentwicklung das tägliche Leben aller Menschen prägen. Das Programm versteht sich als Brücke zwischen Fachwelt und Alltagsexpert*innen: Auf rund 2000 m² präsentiert das Az W internationale Themenausstellungen, die Schausammlung „Hot Questions – Cold Storage“ sowie zahlreiche Veranstaltungen wie Symposien, Workshops, Vorträge, Führungen, Stadtexpeditionen, Filmreihen und Hands-on-Formate. Darüber hinaus bietet das Haus Services für Forscher*innen und Architekturinteressierte, darunter eine öffentliche Fachpräsenzbibliothek, die Baudatenbank „Architektur Austria Gegenwart“, ein Online-Architekt*innenlexikon und eine Sammlung zur österreichischen Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die gesellschaftliche Dimension von Architektur: Fragen nach gebauter Verteilungsgerechtigkeit, Zusammenleben und Ressourcenumgang werden im Museum, in Vermittlungsangeboten und in Exkursionen erfahrbar gemacht.
by | Mai 9, 2026
Der Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung befindet sich im historischen Vorwärts-Haus in der Rechten Wienzeile 97 in Wien-Margareten. Die Einrichtung dokumentiert und erforscht die Geschichte der österreichischen ArbeiterInnenbewegung und verfügt über umfangreiche Archiv-, Bibliotheks- und Sammlungsbestände. Laut offizieller Website umfasst die Bibliothek über 70.000 Bände, darunter publiziertes Schriftgut der österreichischen Sozialdemokratie, Sammlungen zu Parteitagen und Gewerkschaften, internationale sowie wirtschafts- und sozialhistorische Bestände und sozialdemokratische Zeitungen und Zeitschriften. Ein besonderer Ort im Haus ist der Victor Adler Gedenkraum, der Dokumente und Fotos aus dem Nachlass des Begründers der österreichischen Sozialdemokratie präsentiert. Die Gründung des VGA geht auf die Rückführung des Alten Parteiarchivs nach Wien zurück; der Verein wurde am 12. Februar 1959 gegründet. Für Besucherinnen und Besucher ist der Standort vor allem als historischer Dokumentations-, Forschungs- und Erinnerungsort interessant. Gruppenführungen zum Victor Adler Gedenkraum sind nach Vereinbarung möglich.
by | Mai 9, 2026
Historisch wurzelt der Alpengarten Belvederegarten in einer Sammlung von Alpenpflanzen, die Erzherzog Johann und seine Brüder Anfang des 19. Jahrhunderts in den Bergen Österreichs zusammentrugen. Ursprünglich im Tirolergarten des Schlossparks Schönbrunn angelegt, wurde die Sammlung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Belvederegarten übertragen und mit der Flora Austriaca zusammengeführt. Nach Schließungen und Verlusten während der beiden Weltkriege wurde der Alpengarten 1949 wieder eröffnet. Heute können Besucherinnen und Besucher auf über 2.500 m² mehr als 4.000 Pflanzenarten aus alpinen Gebieten der Welt kennenlernen. Die Österreichischen Bundesgärten nutzen den Garten auch für Artenschutz und botanische Erhaltung: Bedrohte Pflanzen des Alpenraums werden kultiviert, Jungpflanzen botanisch nachbestimmt und Sammlungen über ein internationales Samentauschprogramm erweitert. Laut Jahresprogramm 2026 sind neben dem historischen Teil der Steingartenanlage auch die Bonsaisammlung der Republik Österreich und eine umfangreiche Sammlung von Hauswurzarten zu sehen. Führungen sind nach Voranmeldung möglich.
by | Mai 9, 2026
Mitten in einem der ältesten Stadtviertel Wiens liegt die Alte Schmiede in der Schönlaterngasse. Der Kunstverein Wien wurde 1969 auf Betreiben der Stadt Wien als unabhängige, gemeinnützige Institution gegründet. Das Haus Schönlaterngasse 9 stammt aus dem 15. Jahrhundert; ab 1880 nutzte Schmiedemeister Schmirler das Gewölbe als Werkstatt mit vier Feuerstellen. Die erhaltene Schmiedewerkstatt ist heute einer der Veranstaltungsräume der Alten Schmiede. Das Programm umfasst Literatur, Musik, Ausstellungen und Debattenformate. Seit 2008 ergänzt die Galerie der Literaturzeitschriften das Haus als frei zugänglicher Leseraum mit aktuellen österreichischen und internationalen Literatur- und Kulturzeitschriften. Zu den Öffnungszeiten des Leseraums sind laut Hausgeschichte auch Besichtigungen der Schmiedewerkstatt möglich. Regulärer Beginn der Veranstaltungen ist, sofern nicht anders angeführt, um 19:00 Uhr; Einlass ist 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Die Veranstaltungen finden bei freier Platzwahl und freiem Eintritt statt, ausgewählte Termine werden zusätzlich per Livestream übertragen.