
/residenz-kempten-kempten-(allgaeu)-2.jpg)
/residenz-kempten-kempten-(allgaeu)-3.jpg)
/residenz-kempten-kempten-(allgaeu)-4.jpg)
Residenz Kempten
Über dieses Ausflugsziel
Die Fürstäbtliche Residenz Kempten zählt zu den bedeutendsten Barockensembles im deutschsprachigen Raum. Bereits um das Jahr 750 gründeten Benediktinermönche an dieser Stelle ihr Stift, das über Jahrhunderte zu Wohlstand und Einfluss gelangte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster 1632 durch schwedische Truppen niedergebrannt und weitgehend zerstört. Fürstabt Roman Giel von Gielsberg ließ daraufhin ab 1651 Kirche und Residenzgebäude in gewaltiger Größe neu errichten – eine Demonstration fürstlicher Macht und des Wiederaufbauwillens nach jahrzehntelangem Chaos.
Als erster Baumeister des ehrgeizigen Projekts wirkte der Vorarlberger Michael Beer. Nachdem er Ende 1653 aus dem Dienst schied, stand bereits der Westflügel der Residenz, und die Fundamente der übrigen Trakte waren gelegt. Im Frühjahr 1654 trat der Graubündner Johann Serro Beers Nachfolge an. Mit einem Sakristeianbau verband er Kirche und Residenz architektonisch und schloss den Hauptbau 1670 ab. Gleichzeitig entstand die Stifts- und Pfarrkirche St. Lorenz, die baulich mit der Residenz verbunden ist und das Ensemble bis heute prägt.
Der zweite große Entwicklungsschub betraf die Innenausstattung: Von 1732 bis 1742 ließ der kunstsinnige Fürstabt Anselm von Reichlin-Meldegg die fürstäbtlichen Wohnräume im Südflügel mit einem Aufgebot erstklassiger Künstler ausstatten. Der Maler Franz Georg Hermann und der Bildhauer Aegid Verhelst gehörten zu den Beauftragten. Die Wohnräume – Vorzimmer, Audienzzimmer, Tag- und Schlafzimmer sowie Gästezimmer – sind dem späten Régencestil zuzuordnen, dem Übergangsstil zwischen Spätbarock und Rokoko. Kräftige, warme Farbigkeit und meisterhafter Stuck von Johann Georg Üblher verleihen ihnen einen Eindruck von Wohnlichkeit und Heiterkeit.
Den krönenden Abschluss bildete der Thronsaal, der von 1740 bis 1742 nach Entwürfen von Dominikus Zimmermann ausgestattet wurde und als einer der Höhepunkte des bayerischen Rokokos gilt. Das gesamte Tonnengewölbe wird von einem Deckenbild Franz Georg Hermanns überzogen, das die Verherrlichung des Fürstenstifts und seine Geschichte zum Thema hat. Das Einzigartige der Räume liegt in der Kombination sakraler Architektur- und Dekorationselemente mit fürstlichem Wohnkomfort.
Die Residenz besitzt einen rechteckigen Grundriss mit zwei Innenhöfen; an den Ecken befinden sich Türme mit offenen Laternen. Nördlich der Anlage erstreckt sich eine terrassierte Gartenanlage, an deren Ende die Orangerie steht, die heute als Stadtbibliothek genutzt wird. Der Residenzhof dient als Kulisse für kulturelle Veranstaltungen. Seit dem Frühjahr 2018 sind die Prunkräume der Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen zugänglich; Tickets sind ausschließlich vor Ort erhältlich. Ein Aufzug ermöglicht den barrierefreien Zugang zu den Prunkräumen. Um den historischen Parkettboden zu schützen, ist das Durchwandern der Räume nur mit bereitgestellten Filzpantoffeln gestattet.
Öffnungszeiten
| Montag | Geschlossen Montags geschlossen, außer an Ostermontag und Pfingstmontag |
| Di–So Heute | 10:00–16:00 Uhr Letzte Führung 16:00 Uhr; Führungen alle 45 Minuten |
Wetter in Kempten (Allgäu) Quelle: open-meteo.com
Wetterdaten konnten gerade nicht geladen werden.
Anreise & Kontakt
Wie komme ich hin?
Berechne Anreise mit Auto von deinem aktuellen Standort oder einer selbst gewählten Adresse. Öffi-Verbindungen direkt über die ÖBB.
Standort konnte nicht ermittelt werden.
Datenqualität
Bewertungen
Noch keine Bewertung
Warst du schon hier? Teile deine Erfahrung mit anderen Ausflugs-Fans.
Erste Bewertung schreibenDeine Bewertung
Teile deine ehrliche Erfahrung — sie hilft anderen bei der Ausflugs-Planung. Wir senden dir einen Bestätigungs-Link per E-Mail, damit deine Bewertung veröffentlicht wird.