



Residenz Ellingen
Über dieses Ausflugsziel
Eingebettet zwischen dem Naturpark Altmühltal und dem Fränkischen Seenland, prägt die Residenz Ellingen mit ihrer theatralischen Schauseite nach Süden das Stadtbild des kleinen Ortes. Über 400 Jahre lang war Ellingen das Zentrum der Ballei Franken des Deutschen Ordens – der größten und reichsten der 13 Ordensprovinzen – und damit Sitz einer weitgespannten Territorial- und Wirtschaftsmacht.
Anstelle des heutigen Schlosses gab es zunächst verschiedene mittelalterliche Vorgängerbauten sowie einen repräsentativen Renaissancebau. Ab 1708 ließ der Deutsche Orden die Anlage grundlegend erneuern: Zunächst entstand der Ostflügel nach Plänen von Wilhelm Heinrich Beringer, der Hauptbau folgte von 1718 bis 1720 unter dem Architekten Franz Keller. Zeitgleich wurde die spätgotische Schlosskirche barockisiert; der Turm wurde 1749 bis 1751 nach Entwürfen von Matthias Binder durch Franz Joseph Roth neu errichtet. Von der frühbarocken Innenausstattung haben sich prächtige Deckengemälde, Wandvertäfelungen, Fußböden und vor allem feine Stuckaturen von Franz Joseph Roth erhalten.
1775 griff der französische Baumeister Pierre Michel d'Ixnard (1723–1795) in das Erscheinungsbild ein und gestaltete den Ostflügel im Stil des frühen Klassizismus um. Als Ellingen nach dem Niedergang des Deutschen Ordens an das Königreich Bayern fiel, übergab König Max I. Joseph das Schloss 1815 seinem Feldmarschall Carl Philipp Fürst von Wrede. Dieser ließ mehrere Raumfluchten mit ungeheuer kostbaren Seiden- und Papiertapeten, Möbeln, Glas und Bronzen aus Paris neu ausstatten. Diese Räume zählen gemeinsam mit den Stuckaturen und Möbeln d'Ixnards zu den bedeutendsten Raumkunstwerken des Klassizismus in ganz Bayern.
Das Innere der Residenz ist ausschließlich im Rahmen von Führungen zugänglich, die zu jeder vollen Stunde beginnen; Sonderführungen sind auf Anfrage möglich. Unmittelbar hinter dem Schloss schließt sich der frei zugängliche Schlosspark an. Ursprünglich als Barockgarten um 1720 angelegt, wurde er im 19. Jahrhundert in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Auf etwa drei Hektar Fläche wächst ein artenreicher alter Baumbestand, darunter ein rund 200 Jahre alter Ginkgo. Jedes Frühjahr bedecken Hunderttausende Sibirischer Blausternchen (Scilla) die Rasenflächen unter den mächtigen Bäumen mit einem blauen Blütenmeer.
Die Schlosskirche kann für Gottesdienste, Trauungen und Taufen mit bis zu 250 Personen gebucht werden; der Schlosshof steht für Konzerte, Empfänge und Märkte zur Verfügung.
Öffnungszeiten
| Montag | Geschlossen Außer an folgenden Feiertagen geöffnet: 1. Mai, 15. August, 3. Oktober |
| Di–So Heute | 09:00–18:00 Uhr Letzte Führung um 17:00 Uhr |
Wetter in Ellingen Quelle: open-meteo.com
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