📍 Über 1.200 geprüfte Ausflugsziele
Wien – die Welthauptstadt der Kaffeehäuser, Schlösser und Museen

Wien – die Welthauptstadt der Kaffeehäuser, Schlösser und Museen

Von der Albertina bis Schönbrunn, vom Stephansdom bis zur Donauinsel: die schönsten Ausflugsziele Wiens und wie du sie nach Bezirken kombinierst.

Wien ist kein Bundesland wie die anderen. Es ist gleichzeitig Hauptstadt, Bezirksverband und eigenes Bundesland mit 2 Millionen Einwohnern – Österreichs einzige Großstadt mit internationaler Ausstrahlung. UNESCO-Welterbe-Altstadt, Donaustadt mit eigenen Stränden, Heurigen-Vororte am Stadtrand, dazu eine Museumsdichte, die in Europa nur von Paris und London übertroffen wird. Wer Wien „fertig gesehen“ hat, war zu wenig lang da.

📍 Das findest du in diesem Guide

  • Die fünf Charakter-Bezirke Wiens – von der Innenstadt bis zur Donaustadt
  • Ausflugsziele für jede Jahreszeit – von Heurigen-Sommer bis Christkindlmarkt
  • Alle 17 Erlebniskategorien mit konkreten Highlights und Insider-Hinweisen
  • Geheimtipps abseits Stephansdom und Schönbrunn
  • Wie du Ziele zu cleveren Tages- und Wochenendrouten kombinierst
  • Konkrete Anreise-Tipps mit U-Bahn, ÖBB und Wien-Karte

Was Wien anders macht

Wien ist Österreichs einzige echte Großstadt – und gleichzeitig das flächenkleinste, aber bevölkerungsreichste Bundesland. 23 Bezirke auf 415 km², 2 Millionen Einwohner, sechs U-Bahn-Linien, ein Donau-Strom, der mitten durchfließt. Was Wien dabei einzigartig macht: Die historische Substanz ist auf engstem Raum konzentriert. Im 1. Bezirk (Innere Stadt) findest du auf 3 km² UNESCO-Welterbe, Stephansdom, Hofburg, Albertina, Spanische Hofreitschule und über 50 Museen – mehr als in den meisten Hauptstädten weltweit.

Gleichzeitig hat Wien eine Stadtnatur, die es so in Europa kein zweites Mal gibt: Der Wienerwald beginnt unmittelbar an der Stadtgrenze (UNESCO-Biosphärenpark!), die Donau-Auen sind Nationalpark, die Alte Donau ein 1,6 km² großer Badesee mitten in der Stadt, die Donauinsel 21 km lange Naherholungs-Welt mit Stränden und Konzert-Bühnen.

Und dann die Heurigen-Vororte: In Grinzing, Sievering, Stammersdorf, Mauer und Strebersdorf – allesamt Wiener Stadtteile – wird seit Jahrhunderten Wein angebaut. Du kannst in Wien tatsächlich U-Bahn fahren bis zur Endstation Heiligenstadt und dann 15 Minuten in einen historischen Weinbauort spazieren – ein Großstadt-Gefühl, das es in keiner anderen Metropole Europas gibt.

Was Wien von den klassischen Tourismus-Bundesländern Tirol und Salzburg auszeichnet, ist die kulturelle Vielfalt im Mikro-Maßstab: 50 Meter zwischen Albertina und Burgtheater, 200 Meter zwischen Naturhistorischem und Kunsthistorischem Museum, 5 U-Bahn-Stationen zwischen Schloss Schönbrunn und Schloss Belvedere. Du kannst in einem Wien-Wochenende fünf Welten besuchen – wenn du weißt, welche.

Die fünf Charakter-Bezirke im Überblick

Innere Stadt (1. Bezirk) – UNESCO-Welterbe und Museumsdichte

Der 1. Bezirk – die Innere Stadt – ist das UNESCO-Welterbe-Zentrum Wiens und gleichzeitig der Bezirk mit der höchsten Museumsdichte Europas. Auf 3 km² konzentrieren sich Stephansdom, Hofburg mit Sisi-Museum und Schatzkammer, Spanische Hofreitschule, Burgtheater, Wiener Staatsoper, Kärntner Straße und Graben als historische Einkaufsmeilen.

Albertina in Wien – Kunstmuseum mit Prunkräumen am Albertinaplatz
Die Albertina – eines der bedeutendsten Kunstmuseen Wiens mit Gemälden, Zeichnungen, Fotografien und barocken Prunkräumen. 2026 feiert sie ein Jubiläum. Mehr erfahren →

Die Museums-Achse Ringstraße bildet hier das kulturelle Rückgrat: die Albertina am Albertinaplatz mit Gemälden, Zeichnungen und Prunkräumen, die Albertina Modern am Karlsplatz als Wiens neues Museum für moderne Kunst, das Kunsthistorische Museum mit der weltweit bedeutendsten Habsburger Sammlung (Bruegel, Vermeer, Velázquez), das Naturhistorische Museum Wien mit der Venus von Willendorf und der weltweit größten Meteoriten-Sammlung.

Direkt daneben das MuseumsQuartier (MQ) mit Leopold Museum, mumok, Architekturzentrum und Kunsthalle – einer der größten Kulturkomplexe Europas. Dazu kleinere, aber hochwertige Spezialmuseen wie das Uhrenmuseum, das Sisi-Museum oder die Virgilkapelle direkt unter dem Stephansplatz.

Wann besonders schön: Frühling mit Schanigarten-Saison auf dem Graben, Hochsommer für lange Abende auf dem Stephansplatz, Dezember mit dem Christkindlmarkt vor dem Rathaus und in der Hofburg.

Hietzing (13. Bezirk) – Schloss Schönbrunn und der Westen

Hietzing im Westen Wiens ist der Bezirk der habsburgischen Sommerresidenzen. Das Schloss Schönbrunn als ehemaliger Sommersitz der Habsburger ist mit über 4 Millionen Besuchern pro Jahr Österreichs meistbesuchte Sehenswürdigkeit. UNESCO-Welterbe seit 1996, mit Schlosspark, Gloriette, Tiergarten und barocken Gärten.

Schloss Schönbrunn in Wien – UNESCO-Welterbe und ehemalige habsburgische Sommerresidenz
Schloss Schönbrunn – UNESCO-Welterbe, ehemaliger Sommersitz der Habsburger mit Schlosspark, Gloriette und Tiergarten. Österreichs meistbesuchte Sehenswürdigkeit. Mehr erfahren →

Der angeschlossene Tiergarten Schönbrunn wurde 1752 gegründet und ist damit der älteste Zoo der Welt. Heute beherbergt er rund 700 Tierarten in modernen Gehegen – darunter die einzigen Pandas Mitteleuropas, Eisbären, Elefanten und ein ARTIS-zertifiziertes Aquarium-Terrarium-Haus.

Daneben hat Hietzing mit dem Otto Wagner Hofpavillon, der Werkbundsiedlung (Bauhaus-Erbe!) und der Otto Wagner Kirche am Steinhof drei der wichtigsten Wiener Jugendstil- und Moderne-Bauten Europas.

Wann besonders schön: April/Mai mit Schönbrunner Garten in Blüte, Hochsommer für Tiergarten-Tage, Dezember mit dem berühmten Schönbrunner Christkindlmarkt vor dem Schloss.

Landstraße (3. Bezirk) – Belvedere und das Diplomatenviertel

Der 3. Bezirk Landstraße ist Wiens Botschafts- und Museumsviertel mit dem barocken Belvedere als Hauptattraktion. Das von Prinz Eugen erbaute Belvedere beherbergt die weltweit größte Klimt-Sammlung – darunter „Der Kuss“ und „Judith I“. Das Belvedere 21 ergänzt das mit zeitgenössischer Kunst in einem ikonischen Pavillon-Bau von Karl Schwanzer.

Belvedere Museum Wien – barockes Schlossensemble von Prinz Eugen mit Klimt-Sammlung
Belvedere Museum Wien – Prinz Eugens barockes Schlossensemble mit der weltweit größten Klimt-Sammlung, darunter „Der Kuss“ und „Judith I“. Mehr erfahren →

In Landstraße liegen außerdem der Alpengarten Belvederegarten mit über 4.000 alpinen Pflanzenarten, der Botanische Garten der Universität Wien mit freiem Eintritt, das Arnold Schönberg Center, das Haus Wittgenstein (von Ludwig Wittgenstein selbst geplant!) und das Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof.

Wann besonders schön: April/Mai für die Magnolien im Belvederegarten, Juni mit Belvedere-Schlosskonzerten im Freien, Oktober mit dem goldenen Park-Licht.

Leopoldstadt (2. Bezirk) – Prater, Donau und Augarten

Die Leopoldstadt zwischen Donaukanal und Donau ist Wiens Vergnügungs- und Naherholungs-Bezirk. Hier liegt der Prater mit dem Wiener Riesenrad (seit 1897 in Betrieb!) als Wiener Wahrzeichen, dem Wurstelprater mit historischen Fahrgeschäften und der Prater Hauptallee als 4 km langer Laufstrecke unter Kastanien.

Wiener Riesenrad im Prater – Wahrzeichen Wiens seit 1897
Wiener Riesenrad – seit 1897 in Betrieb, eines der wichtigsten Wahrzeichen Wiens und mit dem berühmten Auftritt in „Der dritte Mann“ Filmgeschichte. Mehr erfahren →

Im selben Bezirk: der Augarten als ältester Barockgarten Wiens mit Porzellanmanufaktur und Augarten-Palais (heute Sängerknaben-Sitz), die Karmelitermarkt-Gegend als hippstes Wiener Szene-Viertel mit Bio-Bauernmarkt, das Circus- und Clownmuseum, das Rote Wien im Waschsalon Karl-Marx-Hof (eigentlich Döbling, aber gehört konzeptuell zur „Roten-Wien“-Geschichte des 2. Bezirks).

Direkt anschließend die Donau mit Alte Donau (Badesee mitten in der Stadt!) und Donauinsel als 21 km langes Naherholungs-Insel mit Stränden, Konzert-Bühnen und dem berühmten Donauinselfest Ende Juni.

Wann besonders schön: April mit Prater-Saison-Eröffnung, Hochsommer für Donauinsel-Strand-Tage, September mit dem Praterkürbis-Festival.

Wienerwald-Vororte (13., 17., 18., 19. Bezirk) – Heurigen und Stadtnatur

Wiens Westen und Norden gehen fließend in den Wienerwald über – UNESCO-Biosphärenpark, mit über 1.000 km markierten Wanderwegen direkt von der U-Bahn aus erreichbar. Der Kahlenberg und Leopoldsberg in Döbling (19. Bezirk) bieten den Wiener Klassiker-Stadtblick, der Schöpfl ist der höchste Wienerwald-Gipfel.

In Grinzing, Sievering, Nußdorf, Heiligenstadt (alle 19. Bezirk Döbling) liegen die berühmtesten Heurigen-Orte Wiens. Hier wird seit dem Mittelalter Wein angebaut – Beethoven hat in Heiligenstadt seine berühmten Testament-Briefe geschrieben (heute das Beethoven-Pasqualatihaus und Beethoven Museum!), Mahler hat in seinem Sommerhaus am Kahlenberg komponiert.

Daneben das berühmte Karl-Marx-Hof-Ensemble als architektonisches Manifest des „Roten Wien“ mit über 1 km Länge, der Cobenzl als zweiter klassischer Aussichtspunkt und die Bisamberg-Höhenwarte im 21. Bezirk Floridsdorf (eigentlich nördlich der Donau, aber gehört geografisch zum Stadtnatur-Bezirk).

Wann besonders schön: April/Mai mit Buschenschank-Eröffnung in Grinzing, September/Oktober mit Sturm-Buschenschank-Hochsaison und Lärchen-Goldrand am Kahlenberg.

Ausflugsziele für jede Jahreszeit

Frühling: Wenn Wien erwacht

Der Wiener Frühling beginnt eindeutig: Mit den ersten Schanigärten Mitte März am Graben, am Stephansplatz, am Lugeck. Die Wiener sind die einzigen Mitteleuropäer, die selbst bei 8 Grad auf der Straße sitzen und Kaffee trinken – Schanigarten-Saison ist Identität. Parallel öffnen die Schönbrunner Schlossgärten (kostenfrei!) ihre Magnolien-Allee – Anfang April ein rosa-weißes Blütenmeer, das eines der besten Frühlings-Fotomotive Mitteleuropas ist.

Im April und Mai füllen sich auch die Heurigen: Grinzing, Sievering, Stammersdorf, Mauer öffnen ihre Hofgastgärten. Das traditionelle „Ausstecken“ mit dem Föhrenbusch über der Eingangstür signalisiert die Öffnung. Frühlings-Klassiker sind Bärlauchsuppen, junger Heuriger-Wein und die ersten Spargelwochen Ende April.

Mai/Juni ist Festival-Saison: Die Wiener Festwochen (Mai/Juni) bringen über 40 Tage internationales Theater, Tanz und Musik, der Life Ball war jahrzehntelang Europas größte AIDS-Charity-Gala, das Vienna Pride Festival mit Regenbogenparade über die Ringstraße zieht über 200.000 Besucher an. Auch der Prater öffnet die Hauptsaison – Wurstelprater, Riesenrad, historische Fahrgeschäfte.

💡 Insider-Tipp: Die Schönbrunner Magnolien-Allee blüht Anfang April nur 7–10 Tage. Die Schloss-App der Stadt Wien meldet den Tag der Vollblüte – Anmeldung lohnt sich, weil Wochenend-Andrang erheblich ist. An Werktagen morgens vor 9 Uhr fast leer.

Sommer: Donau, Heurigen und Open-Air

Im Hochsommer wird Wien heiß – die Stadt liegt in einer Kessellage und hat regelmäßig über 35 Grad. Wer flüchten will, hat drei Optionen: An die Donau (Donauinsel-Strände, Alte Donau, Copa Cagrana), in den Wienerwald (Lainzer Tiergarten, Kahlenberg) oder in die Museen (klimatisiert!). Die Donauinsel ist Wiens 21 km lange Strand-Insel mit FKK-Bereichen, Sportplätzen und der Konzert-Hauptbühne des Donauinselfests Ende Juni.

Die Alte Donau ist ein 1,6 km² großer Badesee mitten in der Stadt – mit Strandbädern, Tret- und Ruderboot-Verleih, mehreren Buschenschanken am Ufer. Der Übergang zwischen Stadtleben und Badesee ist nahtlos: Du fährst U1 bis Alte Donau, gehst 5 Minuten, bist im Wasser.

Sommerklassiker sind die Heurigen-Abende in Grinzing oder Stammersdorf – mit Heurigem (jungem Wein), Knoblauchaufstrich, Geselchtem und Schrammelmusik. Die Hauptsaison ist Juni bis Oktober, viele Heurige haben aber eigene „Aussteck-Pläne“ (4-6 Wochen offen, dann wieder geschlossen) – die Wiener Heurigen-App der Stadt zeigt täglich, welche Höfe geöffnet sind.

Für Open-Air-Kultur ist Wien Weltklasse: Das Film Festival am Rathausplatz (Juli/August) projiziert Klassik-Filme auf eine Riesenleinwand mit Gastronomie aus aller Welt – kostenlos, jeden Abend bis Mitternacht. Die Sommernachtsgala der Wiener Philharmoniker in Schönbrunn ist Klassik unter freiem Himmel mit 100.000 Besuchern, der Popfest am Karlsplatz liefert Austro-Pop kostenlos. Dazu die Wiener Mozart Orchester-Aufführungen im Kursalon.

Herbst: Sturm, Museen, Wienerwald-Gold

Der Wiener Herbst ist Sturm-Hochzeit. Sturm – Wein in Gärung – ist die kulturelle Identität des Wiener Septembers. Die Heurigen schalten von Heurigem auf Sturm um, der Wiener Wein-Wandertag Anfang Oktober verbindet die Buschenschanken in Stammersdorf und Strebersdorf zu einer einzigen Wandertour. Klassiker: Knoblauchaufstrich, Brettljause, Sturmgeselchtes.

Kulturell ist Herbst Festspielsaison Nr. 2: Die Wien Modern bringt zeitgenössische Klassik (Oktober/November), die Viennale ist Österreichs wichtigstes Filmfestival (Oktober), die Buch Wien ist die wichtigste österreichische Buchmesse (Mitte November), die Lange Nacht der Museen Anfang Oktober öffnet über 700 Museen in einem Wochenende.

Wanderer haben jetzt ihre beste Saison: Der Wienerwald mit Lärchen-Goldrand und Buchen-Feuer, der Kahlenberg mit dem klassischen Wien-Blick (vom Stephansdom bis zum Schneeberg), die Donau-Auen mit Hirschbrunft im September. Geführte Touren im Nationalpark Donau-Auen sind im Herbst meist gut buchbar.

Ein spezifisch Wiener Phänomen ist die „Mehlspeis‘-Saison“ ab Oktober: Wiener Mehlspeis-Tradition (Strudel, Kaiserschmarrn, Punschkrapfen, Sachertorte) ist im Winter Hochzeit – mit eigenen Konditorei-Festen in den klassischen Kaffeehäusern Demel, Sacher, Gerstner.

Winter: Christkindlmärkte, Bälle, Kaffeehäuser

Wien im Winter ist Christkindlmarkt-Hauptstadt Mitteleuropas: Über 20 Adventmärkte, alle mit eigenem Profil. Der Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz ist der größte und Klassiker, der Adventmarkt am Schönbrunn hat das schönste Setting, der Spittelberger Weihnachtsmarkt ist der hippste mit Kunsthandwerk-Schwerpunkt, der Adventmarkt im Belvedere verbindet Klassik und Kulinarik, der Adventmarkt am Karlsplatz hat das beste Punsch-Sortiment.

Wer Wien im Winter mit Wienern verbringen will, geht ins Kaffeehaus: Café Central, Demel, Sacher, Landtmann, Hawelka, Bräunerhof – jedes mit eigener Geschichte, eigenem Stamm-Publikum, eigenen Mehlspeisen. Die Wiener Kaffeehaus-Kultur ist seit 2011 UNESCO-Immaterielles Kulturerbe – mit eigenem Ehrenkodex (du darfst stundenlang bleiben, du wirst nicht hinausgeworfen, du kriegst Wasser gratis).

Die Wiener Ballsaison beginnt am 11.11. und gipfelt im Wiener Opernball am Faschingsdonnerstag in der Staatsoper. Über 450 Bälle pro Saison machen Wien zur Welthauptstadt des Walzers. Der Kaffeesiederball, der Rudolfina-Redoute, der Bonbonball – jeder mit eigenem Charakter.

Wer nicht tanzen will: Die Eislaufanlagen am Rathausplatz (Wiener Eistraum, riesige Outdoor-Anlage), am Heumarkt, am Engelmann, am Donauplex. Das Time Travel Vienna als 5D-Erlebnis bietet eine ungewöhnliche Wien-Geschichts-Tour an Schlechtwetter-Tagen.

Die 17 Erlebniskategorien in Wien

Wir haben das Verzeichnis in 17 Hauptkategorien gegliedert, die alle gängigen Ausflugs-Bedürfnisse abdecken. Wien ist in jeder davon vertreten – mit einer Museumsdichte, die in Europa selbst Paris und London Konkurrenz macht.

⛰ Wandern & Berge

Wien hat direkte Wienerwald-Anbindung – ein in europäischen Großstädten einzigartiges Naherholungs-Privileg. Der Kahlenberg (484 m) ist der Klassiker mit dem berühmten Wien-Blick, der Leopoldsberg (425 m) ergänzt das nördlich, der Hermannskogel (542 m) ist Wiens höchster Berg, der Cobenzl bietet eine ähnliche Aussicht wie Kahlenberg mit weniger Andrang.

Klassiker sind der 1. Wiener Höhenweg (40 km Rundweg um die Stadt), der Wiener Stadtwanderweg (5 markierte Touren in der Stadt) und der Donau-Auen-Wanderweg im Lobau-Bereich.

Alle Wanderausflüge in Wien

♨ Wellness & Thermen

Wien hat keine eigenen Thermen, aber mehrere große Schwimmbäder mit Wellness-Anbindung: das Therme Wien Oberlaa (eigentlich südlich der Stadt, aber per Straßenbahn erreichbar) als größtes Stadt-Wellness-Zentrum Österreichs, das Amalienbad als Wiener Jugendstil-Schwimmbad-Klassiker, das Schönbrunnerbad als historisches Stadtbad.

Wer richtig in eine Therme will, fährt nach Niederösterreich (Therme Laa oder Römertherme Baden) oder ins Burgenland (Therme Mogersdorf). Mit dem Klimaticket sind beide in 1 Stunde erreichbar.

🏊 Seen & Baden

Wien hat als einzige europäische Großstadt echte Badeseen im Stadtgebiet: Die Alte Donau (1,6 km², mit 5 Strandbädern, Bootsverleih, Stand-Up-Paddling), die Neue Donau (2 km², parallel zur Donauinsel) und die Donauinsel als 21 km lange Strand-Insel mit FKK-Bereichen und Bach-Bereichen.

Eine Besonderheit ist der Lobau-Strand im Donau-Auen-Nationalpark – wilder, naturbelassener Badestrand mitten im Schutzgebiet, mit Biberspuren und Eisvogel-Sichtungen. Erreichbar mit der U2 bis Aspern Nord, dann 30 Minuten Spaziergang.

🏰 Burgen, Schlösser & Stifte

Wien hat einige der wichtigsten habsburgischen Schlossanlagen: Schloss Schönbrunn als UNESCO-Welterbe und ehemalige Sommerresidenz, die Hofburg mit Sisi-Museum und Schatzkammer als Winterresidenz, das Belvedere als Prinz Eugens Sommer-Stadtschloss mit Klimt-Sammlung, das Palais Liechtenstein, das Palais Pálffy.

Kirchen und Stifte: der Stephansdom als Wiener Hauptkirche (gotisch, mit unterirdischen Katakomben), die Karlskirche als Wiens schönste Barockkirche, die Virgilkapelle direkt unter dem Stephansplatz (mittelalterliche Grabkapelle!), das Schottenstift mit Klosterbibliothek und Museum, das Dom Museum Wien mit der Schatzkammer des Stephansdoms.

Alle Burgen, Schlösser und Stifte in Wien

🎢 Erlebniswelten & Freizeitparks

Der Familien-Spitzenreiter ist der Wiener Prater mit Wurstelprater (historische Fahrgeschäfte aus den 1900ern!), Achterbahnen, Schiff-Schaukel und dem Wiener Riesenrad. Dazu kommen das ZOOM Kindermuseum im MQ (Klassiker für Familien mit kleinen Kindern), das 3D PicArt Museum mit interaktiven Trick-Foto-Motiven, das Time Travel Vienna als 5D-Geschichts-Erlebnis und das Chocolate Museum Vienna mit Workshops.

Eine Wiener Spezialität ist das Schmetterlinghaus in der Hofburg – ein Jugendstil-Palmenhaus mit lebenden tropischen Schmetterlingen. Das Planetarium Wien im Prater zeigt Stern-Shows und 360°-Projektionen, das Rapideum als interaktives Sportmuseum von Rapid Wien.

🎉 Events & Festivals

Wien ist Festival-Welthauptstadt: Die Wiener Festwochen (Mai/Juni, internationales Theater), das Donauinselfest (Ende Juni, größtes Gratis-Festival Europas mit über 3 Millionen Besuchern), das Film Festival am Rathausplatz (Juli/August, Klassik-Filme open-air), die Sommernachtsgala der Wiener Philharmoniker (Schönbrunn-Park), das Vienna Pride Festival (Juni), die Lange Nacht der Museen (Oktober), die Viennale (Oktober) und der Wiener Christkindlmarkt (Mitte November bis Weihnachten).

Spezifisch wienerisch sind die Ballsaison (11.11.–Faschingsdienstag), das Stadtfest (Mai), das Popfest am Karlsplatz (Juli), und die Wien Modern (Oktober/November für zeitgenössische Klassik). Der Wiener Opernball in der Staatsoper ist Society-Event von internationalem Rang.

Aktuelle Events in Wien

🌷 Gärten & Parks

Wien hat 50 Prozent Grünfläche – einzigartig für eine europäische Hauptstadt. Die wichtigsten: der Schönbrunner Schlosspark (kostenfrei!) mit Gloriette und Tiergarten, die Blumengärten Hirschstetten der Stadt Wien (60.000 m² mit Themengärten und kleinem Zoo), der Augarten als ältester Barockgarten Wiens, der Volksgarten mit historischem Rosengarten, der Stadtpark mit dem berühmten Strauss-Denkmal.

Spezial-Tipps: der Alpengarten Belvederegarten mit über 4.000 alpinen Pflanzenarten, der Botanische Garten der Universität Wien (kostenfrei!) und der Waldmüllerpark als ruhiges Kleinod im 10. Bezirk.

🍽 Kulinarik & Genuss

Kaffeehauskultur ist Wien-Identität schlechthin – seit 2011 UNESCO-Immaterielles Kulturerbe. Demel, Sacher, Landtmann, Hawelka, Bräunerhof, Korb, Sperl, Prückel, Diglas – jedes mit eigener Geschichte. Klassiker: Melange, Mehlspeis (Sachertorte, Apfelstrudel, Punschkrapfen), Wiener Würstel mit Brioche, Wiener Schnitzel.

Dazu die Heurigen als bäuerliche Buschenschanken in Grinzing, Sievering, Stammersdorf, Mauer – mit eigenem Wein, eigenem Brot, eigenem Aufstrich-Sortiment. Wer eine ehrliche Buschenschank sucht: Stammersdorf (21. Bezirk, Floridsdorf) ist weniger touristisch als Grinzing.

Manufakturen und Spezial-Geschäfte: das Chocolate Museum Vienna, die Manner Manufaktur in Hernals, die Wiener Würstelstände (Bitzinger am Albertinaplatz!), die Naschmarkt-Tradition mit über 100 Ständen aus aller Welt.

Alle Kulinarik-Ausflüge in Wien

🎭 Kultur & Museen

Wien hat über 150 Museen – eine in Europa konkurrenzlose Dichte. Die „Big Five“ der Wiener Museums-Achse: das Kunsthistorische Museum mit Habsburger Sammlung (Bruegel, Vermeer, Velázquez), das Naturhistorische Museum Wien mit der Venus von Willendorf und der größten Meteoriten-Sammlung der Welt, die Albertina mit Zeichnungen und Prunkräumen, das Belvedere mit Klimt, und das MuseumsQuartier (MQ) mit Leopold Museum (Schiele!), mumok und Kunsthalle.

Naturhistorisches Museum Wien – mit Venus von Willendorf und der größten Meteoriten-Sammlung der Welt
Naturhistorisches Museum Wien – Heimat der Venus von Willendorf, der weltweit größten Meteoriten-Sammlung und der prächtigen Saal-Architektur von Gottfried Semper. Mehr erfahren →

Spezial-Museen: das Wien Museum mit Stadtgeschichte, das Sisi-Museum in der Hofburg, das Sigmund Freud Museum im einstigen Wohnhaus des Psychoanalyse-Begründers, das Uhrenmuseum, das Weltmuseum für Völkerkunde (mit Cortés‘ Federkrone!), das Technische Museum Wien für Industriegeschichte.

Geheimtipp-Museen: das Wiener Kriminalmuseum, das Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof, das Dritte Mann Museum zum Filmklassiker, das Wiener Phonomuseum für Audio-Geschichte, das Circus- und Clownmuseum, das Zauberkasten Museum, das Wiener Schuhmuseum und das Wiener Bezirksmuseen-Netzwerk mit 23 Lokal-Museen.

🌲 Natur & Outdoor

Wien hat den Nationalpark Donau-Auen (zwischen Wien und der slowakischen Grenze) und den Wienerwald als UNESCO-Biosphärenpark direkt vor der Tür. Der Lainzer Tiergarten im 13. Bezirk ist ein 24 km² großes ehemaliges Kaiser-Jagdgebiet mit freilebendem Schwarz- und Rotwild – ein Naturparadies innerhalb der Stadtgrenzen, das du zu Fuß ab der U-Bahn-Station Hütteldorf erreichst.

Eine Besonderheit ist die Lobau: der städtische Teil der Donau-Auen mit wildem Auwald, FKK-Stränden und Bibern. Vom Donauturm-Bereich (U1 Kaisermühlen) zu Fuß erreichbar – mitten in der Stadt fühlst du dich plötzlich wie in einem Urwald.

🚴 Radfahren & MTB

Wien hat über 1.700 km Radwege – eine der dichtesten Radinfrastrukturen Europas. Der Donauradweg durchquert die Stadt der Länge nach mit eigenen Radwegen abseits des Verkehrs, der Wiener Ring-Radweg verbindet die Innenstadt-Highlights, der Wienerwald-Radweg führt von der Donau bis zum Kahlenberg.

Mountainbiker finden in Wien gute Stadt-Trails: Die Donauinsel-Strecke für Anfänger, die Kahlenberg-Trails für Fortgeschrittene, die Lainzer-Tiergarten-Trails für Naturfans. Citybike Wien als Leihrad-System hat über 120 Stationen in der Stadt.

🦌 Tierwelt & Naturparks

Der Tiergarten Schönbrunn ist mit 1752 der älteste Zoo der Welt und mit 700 Tierarten einer der vielfältigsten Europas – darunter Pandas, Eisbären, Elefanten, ARTIS-Aquarium-Terrarium. Dazu der kleine Zoo Hirschstetten in den Blumengärten Hirschstetten der Stadt Wien.

Tiergarten Schönbrunn in Wien – ältester Zoo der Welt seit 1752
Tiergarten Schönbrunn – seit 1752 in Betrieb, der älteste Zoo der Welt mit Pandas, Eisbären und 700 Tierarten in moderner Tierhaltung. Mehr erfahren →

Spezial-Tipps für Tier-Erlebnisse: das Schmetterlinghaus in der Hofburg mit tropischen Schmetterlingen im Jugendstil-Palmenhaus, der Lainzer Tiergarten mit freilebendem Schwarz- und Rotwild (Brunftruf-Touren im September!), die Lobau mit Bibern und Eisvögeln.

🔭 Aussichtspunkte & Panoramen

Der Donauturm mit 252 m ist Wiens höchster Aussichtspunkt – mit Drehrestaurant und Bungee-Jumping vom Turm. Der Stephansdom-Südturm bietet Wien-Blick aus 73 m über 343 Stufen, der Wiener Riesenrad aus 65 m mit historischen Waggons, die Gloriette in Schönbrunn als barocker Aussichtspunkt im Schlosspark, der Kahlenberg als klassischer Wienerwald-Aussichtspunkt.

Geheime Aussichten: die Wotrubakirche-Bergfläche im 23. Bezirk mit Stadtblick vom südlichen Stadtrand, der Cobenzl als ruhigere Alternative zum Kahlenberg, der Wilhelminenberg mit Hochstrahlbrunnen und Restaurant-Terrasse.

🚂 Bahnen & Schifffahrt

Wien hat die U-Bahn als Hauptverkehrsmittel – 6 Linien, 109 Stationen, 24h-Betrieb am Wochenende. Klassiker-Bahnen: die Wiener Straßenbahn mit historischer Ringlinie 1/2/D, der Otto-Wagner-Stadtbahn-Pavillon am Karlsplatz als Jugendstil-Architektur-Ikone, das Verkehrsmuseum Remise der Wiener Linien für Eisenbahn-Fans.

Schifffahrt: die DDSG Blue Danube mit Linien-Schifffahrt nach Krems und Bratislava, Schiffsverbindungen zum Donau-Auen-Nationalpark, der Wiener Schnellboot Twin City Liner nach Bratislava (in 75 Minuten!).

🏛 Städte & Architektur

Wien ist Architektur-Welthauptstadt: Historismus auf der Ringstraße (Parlament, Rathaus, Universität, Burgtheater, Staatsoper), Jugendstil mit Otto Wagner (Postsparkasse, Kirche am Steinhof, Hofpavillon Hietzing), Wiener Moderne mit Adolf Loos (Loos Haus am Michaelerplatz, American Bar), Bauhaus-Erbe in der Werkbundsiedlung Hietzing, „Rotes Wien“ der Zwischenkriegszeit (Karl-Marx-Hof als 1 km langes Wohnhaus-Manifest), Postmoderne mit Hundertwasser (Hundertwasserhaus, KunstHausWien) und Zeitgenössisches wie das DC Tower-Hochhaus.

Architektur-Geheimtipps: das Architekturzentrum Wien im MQ als österreichisches Architekturmuseum, das Haus Wittgenstein (von Ludwig Wittgenstein selbst entworfen), die Otto Wagner Kirche am Steinhof als Jugendstil-Sakralbau-Klassiker, die Werkbundsiedlung mit Bauten von Adolf Loos, Josef Hoffmann und anderen Moderne-Pionieren.

🧗 Abenteuer

BattleKart Wien als E-Kart-Erlebnis mit projizierten virtuellen Spielwelten – das BattleKart Wien ist eine der innovativsten Indoor-Adventure-Anlagen Wiens. Dazu Klettern an der Flakturm-Wand im Augarten (höchste Indoor-Kletterwand Mitteleuropas!), Bungee-Jumping vom Donauturm, Paragleiten vom Hermannskogel mit Wiener Stadtblick.

Eine Wiener Spezialität ist das Donau-Kanu-Erlebnis: Kanus und Stand-Up-Paddles für den Donaukanal und die Alte Donau gibt es an mehreren Stellen zu mieten. Die Wiener Wakeboard-Anlagen auf der Donauinsel sind sommerliche Klassiker.

⛷ Winter & Schnee

Wien hat keine eigenen Skigebiete, aber mehrere Eislaufanlagen: der Wiener Eistraum am Rathausplatz (riesige Outdoor-Anlage, eine der größten Europas), die Eisbahn Heumarkt, das Engelmann in der Hernalser Hauptstraße. Zum Skifahren fährt man nach Niederösterreich (Stuhleck, Annaberg, Mönichkirchen) oder in die Steiermark – mit dem Klimaticket alles 1-2 Stunden entfernt.

Eine Wiener Wintertradition sind die Sommerrodelbahnen mit Schneetauglichkeit – etwa am Hochries oder Hohe-Wand-Wiese-Skigebiet, das nördlich von Wien als kleines Stadtski-Gebiet betrieben wird.

Alle Winterausflüge in Wien

Geheimtipps der Redaktion

Sieben Ziele, die in keinem Standard-Reiseführer stehen, aber den Aufwand lohnen:

1. Beethoven Museum in Heiligenstadt, Döbling

Beethoven Museum in Heiligenstadt Wien – Wohnhaus des Komponisten
Beethoven Museum in Heiligenstadt – ehemaliger Wohnort des Komponisten, wo er 1802 das berühmte „Heiligenstädter Testament“ verfasste. Mehr erfahren →

Das Beethoven Museum in Heiligenstadt ist eines der atmosphärischsten Komponisten-Museen Wiens. In diesem Haus hat Beethoven 1802 das berühmte „Heiligenstädter Testament“ geschrieben – einen erschütternden Brief über seine zunehmende Taubheit. Die Ausstellung kombiniert Musikgeschichte mit der Geschichte des Heiligenstädter Heurigen-Dorfes. Erreichbar mit U4-Endstation Heiligenstadt plus 10-Minuten-Fußweg.

2. Virgilkapelle unter dem Stephansplatz

Die Virgilkapelle – eine mittelalterliche Grabkapelle aus dem 13. Jahrhundert – liegt direkt unter dem Stephansplatz, 12 Meter unter der Straße. Erst 1973 beim U-Bahn-Bau wiederentdeckt, heute Teil des Wien Museums. Spektakuläre Fresken, das Originalfundament unter dem Stephansdom-Vorplatz, und absolute Ruhe in der Welterbe-Tiefe.

3. Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof

Das Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof zeigt mehr als 250 Originalobjekte zur Wiener Bestattungs- und Friedhofsgeschichte – inkl. der berühmten Stehsärge, Glockenzüge gegen Scheintod und die Geschichte des „schönen Leichnams“. Eine sehr wienerische Form des Memento Mori. Im selben Friedhof: die Ehrengräber von Beethoven, Schubert, Strauss, Brahms, Falco.

4. Otto Wagner Kirche am Steinhof, Penzing

Die Otto Wagner Kirche am Steinhof ist die wichtigste Jugendstil-Sakralbau der Welt – Teil des ehemaligen psychiatrischen Krankenhauses Steinhof, von Otto Wagner 1907 fertiggestellt. Goldene Kuppel, Mosaike, abgerundete Bankkanten (für Patientensicherheit), eigene Wassersäulen statt Weihwasserbecken (Hygiene!). Nur am Wochenende geöffnet, abgelegen, aber pflichtbesuch für Jugendstil-Fans.

5. Werkbundsiedlung, Hietzing

Die Werkbundsiedlung in Hietzing ist eine architektonische Sensation: 70 kleine Reihenhäuser von Adolf Loos, Josef Frank, André Lurçat, Gerrit Rietveld und weiteren Modernisten – als Wohnbau-Manifest der 1930er Jahre gebaut. Die meisten Häuser sind bewohnt und nicht zu besichtigen, aber drei sind als Museum geöffnet. Bauhaus-Pilgerstätte ohne Touristenstrom.

6. Lainzer Tiergarten, Hietzing

Der Lainzer Tiergarten ist eine 24 km² große ehemalige Kaiser-Jagdfläche mit freilebendem Schwarz- und Rotwild – mitten in Wien. Du gehst durch eine Mauer (1782 errichtet) in einen Urwald, der aussieht, als wärst du 100 km entfernt vom Stephansplatz. Highlight ist die Hermesvilla – Kaiserin Sisis „Schloss der Träume“. Erreichbar zu Fuß ab U-Bahn Hütteldorf (15 Minuten).

7. Drittes Mann Museum, Wieden

Das Dritte Mann Museum zum Filmklassiker „Der dritte Mann“ (1949) zeigt Originalrequisiten, Kostüme, Plakate und die berühmte Zither, mit der Anton Karas den Soundtrack einspielte. Das Museum führt auch geführte Touren durch die Wiener Kanalisation – die Orte, an denen Orson Welles als Harry Lime durch das Nachkriegs-Wien flieht. Eine ungewöhnliche Wien-Geschichts-Stunde.

So planst du deinen Ausflug in Wien

Anreise

Mit dem Auto: Wien ist über die A1 (Westautobahn, Salzburg–Linz), A2 (Südautobahn von Graz), A4 (Ostautobahn aus Budapest), A22 (Donauuferautobahn) und A23 (Südosttangente) erschlossen. Aber: Innerstädtisches Parken ist teuer und kompliziert (Kurzparkzonen in praktisch der ganzen Innenstadt). Empfehlung: Park & Ride an den U-Bahn-Endstationen (Hütteldorf, Heiligenstadt, Erdberg, Donaustadt) und ÖV in die Stadt.

Mit der Bahn: Der Wien Hauptbahnhof ist mit allen österreichischen Großstädten direkt verbunden – Linz 1:15 h, Graz 2:30 h, Salzburg 2:30 h, Innsbruck 4:00 h, Klagenfurt 4:00 h. Internationale Verbindungen nach München, Zürich, Prag, Bratislava, Budapest, Brünn. Mit dem Klimaticket Österreich kostet jede Fahrt nichts extra.

Mit dem Flugzeug: Vienna International Airport (VIE, Schwechat) – 16 km südöstlich der Stadt. Verbindungen weltweit, dichteste internationale Netz Ostmitteleuropas. Ab Flughafen mit City Airport Train (CAT) in 16 Minuten zur Station Wien-Mitte oder mit S-Bahn S7 in 25 Minuten.

Mit dem Fahrrad: Der Donauradweg durchquert Wien der Länge nach – sicheres Radfahren auf eigenen Radwegen, Anschluss nach Krems (Niederösterreich) und Bratislava. Citybike Wien als Leihrad-System mit 120 Stationen.

Wien-Karte und Tickets

Wer mehrere Wiener Ziele plant, sollte die Wien-Karte nutzen: 24/48/72 Stunden öffentlicher Verkehr + Ermäßigungen für über 200 Sehenswürdigkeiten. Wer länger bleibt, lohnt sich das Klimaticket Wien (ÖV-Jahreskarte für 365 €) – inklusive aller Wien-Linien (U-Bahn, Straßenbahn, Bus, S-Bahn im Stadtgebiet).

Spezial-Tickets: die Albertina-Belvedere-Kombikarte, die MuseumsQuartier-Kombikarte für mehrere Häuser, die Schönbrunn-Sisi-Pass für Schloss + Hofburg + Möbelmuseum. Viele Wiener Bezirksmuseen sind kostenfrei.

Beste Reisezeit

SaisonStärkenTipps
Frühling (März–Mai)Schanigärten, Schönbrunner Magnolien, Heurigen-Eröffnung, Wiener FestwochenMagnolien-Vollblüte morgens vor 9 Uhr besuchen, Festwochen-Termine früh sichern
Sommer (Juni–August)Donauinsel-Strand, Heurigen-Abende, Rathausplatz-Film-Festival, Open-Air-KonzerteInnenstadt-Hitze meiden, Klimaanlagen-Museen tagsüber, abends Donauinsel oder Heurigen
Herbst (Sept.–Nov.)Sturm-Buschenschanken, Lange Nacht der Museen, Wienerwald-Indian-Summer, ViennaleWien-Wandertag in Stammersdorf Anfang Oktober, Lange Nacht der Museen früh planen
Winter (Dez.–Feb.)Wiener Christkindlmärkte, Ballsaison, Kaffeehäuser, Wiener EistraumWiener Eistraum bis 6. März, Opernball am Faschingsdonnerstag (lange im Voraus reservieren)

Routen kombinieren

Wien lässt sich gut nach Bezirken erkunden. Mit dem Tagesplaner kannst du beliebige Ziele zu einer Route mit Fahrzeit und Distanz zusammenstellen. Vier bewährte Mehrtages-Kombinationen, die du als Vorlage nehmen kannst:

Klassik-Wochenende Innere Stadt (Fr–So)

Stephansdom mit Virgilkapelle → Hofburg mit Sisi-MuseumAlbertinaNaturhistorisches Museum → MQ mit Leopold Museum → Uhrenmuseum. Ideale Saison: Frühling oder Herbst. Anreise: Bahn zum Hauptbahnhof, U-Bahn-Pässe nutzen.

Schönbrunn-Hietzing-Tour (1–2 Tage)

Schloss Schönbrunn mit Prunkräumen → Gloriette mit Frühstück oben → Tiergarten SchönbrunnWerkbundsiedlungOtto Wagner Hofpavillon. Charakter: Habsburger-Hochkultur plus Moderne-Architektur. Ideale Saison: Frühling (Magnolien!) oder Hochsommer (Tiergarten).

Heurigen-Donau-Tour (1–2 Tage)

Vormittag Beethoven Museum Heiligenstadt → Wanderung am Kahlenberg-Hauptweg mit Wien-Blick → Nachmittag Heurigen in Grinzing oder Stammersdorf → Abend Donauinsel-Wandern oder Alte Donau-Strand. Ideale Saison: April/Mai (Buschenschank-Eröffnung) oder September/Oktober (Sturm-Saison).

Familien-Wien-Tour (2 Tage)

Tiergarten Schönbrunn → Schönbrunn-Park und Doppelstockbus → Praterhauptallee mit Riesenrad → Wurstelprater → ZOOM Kindermuseum im MQ → Planetarium3D PicArt Museum. Charakter: kinderfreundlich, viel Bewegung. Ideale Saison: Mai bis September.

→ Alle Wien-Ziele auf einen Blick: Karte

Häufige Fragen

Was sind die beliebtesten Ausflugsziele in Wien?

Schloss Schönbrunn als meistbesuchte Sehenswürdigkeit Österreichs, das Wiener Riesenrad im Prater, der Stephansdom, das Belvedere mit Klimt-Sammlung, die Albertina, das Naturhistorische Museum Wien, der Tiergarten Schönbrunn und das Sisi-Museum gehören zu den am häufigsten besuchten Zielen.

Welche Ausflugsziele in Wien sind kinderfreundlich?

Der Tiergarten Schönbrunn als ältester Zoo der Welt, das Wiener Riesenrad und der Wurstelprater, das ZOOM Kindermuseum im MQ, das 3D PicArt Museum, das Planetarium Wien, das Schmetterlinghaus, der Donauturm und die Blumengärten Hirschstetten mit Zoo gehören zu den Favoriten von Familien.

Welche Wien-Ausflugsziele sind auch bei Schlechtwetter offen?

Praktisch alle Wiener Museen – über 150 an der Zahl! Die „Big Five“ sind die Albertina, das Naturhistorische Museum, das Kunsthistorische Museum, das Belvedere und das MQ mit Leopold Museum. Dazu die Österreichische Nationalbibliothek mit dem Prunksaal, die Sigmund-Freud-Wohnung, das Uhrenmuseum und alle Bezirksmuseen.

Wann ist Wien am schönsten?

Wien hat zwei Hochsaisonen: Mai/Juni mit Schanigarten-Eröffnung, Schönbrunner Magnolien-Blüte, Wiener Festwochen und vollständig grünem Wienerwald, und September/Oktober mit Sturm-Buschenschanken, Viennale, Lange Nacht der Museen und Lärchen-Goldrand am Kahlenberg. Der Dezember ist Christkindlmarkt-Hochzeit – aber auch sehr voll. Der Januar/Februar ist Ballsaison.

Welche Wiener Aussichtspunkte sind die schönsten?

Der Donauturm mit 252 m hat den höchsten Wien-Blick, der Stephansdom-Südturm mit 73 m den klassischsten, das Wiener Riesenrad den ikonischsten. Im Freien: der Kahlenberg mit dem traditionellen Wien-Blick vom Wienerwald, die Gloriette in Schönbrunn als barocker Aussichtspunkt, und der weniger bekannte Cobenzl als ruhige Alternative.

Wo finde ich Heurigen in Wien?

Die klassischen Heurigen-Bezirke sind Döbling (19. Bezirk) mit Grinzing, Sievering, Heiligenstadt und Nußdorf, und Floridsdorf (21. Bezirk) mit Stammersdorf und Strebersdorf. Grinzing ist am bekanntesten und touristisch, Stammersdorf am ursprünglichsten. Heurigen öffnen rotierend nach einem Plan – ein Klick auf „Kulinarik“ im Wien-Filter zeigt dir die aktuell offenen Höfe.

Welche Adventmärkte in Wien lohnen sich am meisten?

Der Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz ist der größte Klassiker mit über 150 Ständen, der Adventmarkt am Schönbrunn hat das schönste Setting, der Spittelberger Weihnachtsmarkt ist der hippste mit Kunsthandwerk-Schwerpunkt, der Adventmarkt am Belvedere verbindet Klassik und Kulinarik, der Adventmarkt am Karlsplatz hat das beste Punsch-Sortiment. Geheimtipp: der Altwiener Christkindlmarkt am Freyung mit traditionellem Handwerk.

Gibt es in Wien Ausflugsziele für Senioren?

Die meisten Wiener Hauptmuseen sind barrierearm: Albertina, Belvedere, Naturhistorisches Museum, Schloss Schönbrunn mit angepassten Touren. Die Nationalbibliothek bietet Senioren-Führungen, das Uhrenmuseum und das Sisi-Museum sind übersichtlich, der Wiener Riesenrad hat eigene Senioren-Tarife. Wien-Bezirksmuseen sind kostenfrei.

Was kostet eine Wien-Karte?

Die Wien-Karte kostet je nach Variante 17–25 €/Tag und enthält Wiener-Linien-ÖV + Ermäßigungen für über 200 Sehenswürdigkeiten (10–25 % Preisnachlass). Wer nur ÖV braucht: 72-Stunden-Karte der Wiener Linien für ca. 17 €. Wer mehrere Hauptmuseen plant: prüfe vorher, ob die Wien-Karten-Ermäßigungen rechnerisch lohnen – bei nur 1-2 Museen ist oft Einzelkauf billiger.

💚 Inspiration speichern: Markiere deine Lieblingsziele über das Herz-Symbol auf jeder Detailseite – sie landen automatisch in deiner Merkliste und bleiben auch nach Browser-Schließen erhalten. Mit dem Tagesplaner kombinierst du sie zu einer Route.


Wien ist nicht das Bundesland, das du an einem Wochenende fertig siehst. Es ist die Stadt, die du fünfzig Mal besuchst und immer noch Neues findest – im 14. Bezirk eine Otto-Wagner-Kirche, im 19. Bezirk einen Beethoven-Schauplatz, im 23. Bezirk eine Wotruba-Architektur. Wir aktualisieren diesen Guide regelmäßig: Wenn dir ein Ziel fehlt oder eine Information nicht mehr stimmt, schreib uns – die Redaktion lebt von genau solchen Hinweisen.

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