by | Mai 9, 2026
Das DRITTE MANN MUSEUM ist ein privat geführtes Museum in Wien-Wieden und richtet sich an Filmfreunde sowie an Besucherinnen und Besucher mit Interesse an der Wiener Nachkriegsgeschichte. Im Mittelpunkt steht der 1949 uraufgeführte britisch-amerikanische Filmklassiker „Der dritte Mann“, der in Wien gedreht wurde und die Atmosphäre der zerstörten und besetzten Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg eindrucksvoll festhält. Die Sammlung umfasst laut Museum in 15 Räumen rund 3000 Originalexponate: Objekte von Premieren und Wiederauflagen aus mehr als 20 Ländern, 420 Coverversionen des „Harry Lime Theme“, die Filmzither von Anton Karas, originale Drehbücher, beim Dreh in Wien verwendete Filmkameras, eine kurze Filmvorführung über einen historischen Kinoprojektor sowie weitere Erinnerungsstücke. Ein zweiter Schwerpunkt dokumentiert Wien zwischen 1945 und 1955 mit Originaldokumenten zum Alltag zwischen Hunger, Wiederaufbau, Schwarzmarkt, Demarkationslinien und alliierter Besatzung. Das Museum ist ein Zwei-Personen-Projekt von Gerhard Strassgschwandtner und Karin Höfler.
by | Mai 9, 2026
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, kurz DÖW, ist eine zentrale Wiener Forschungs-, Archiv- und Vermittlungseinrichtung zur österreichischen Zeitgeschichte. Es wurde 1963 von ehemaligen Widerstandskämpfer*innen und Verfolgten des NS-Regimes sowie engagierten Wissenschafter*innen gegründet; seit 1983 besteht zusätzlich die Stiftung DÖW. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen Widerstand und Verfolgung, Holocaust, Rom*nja und Sinti*zze, Exil, Medizin und Biopolitik im Nationalsozialismus, NS- und Nachkriegsjustiz, Rechtsextremismus nach 1945 sowie Restitution und Entschädigung. Am Hauptstandort im Alten Rathaus befinden sich Archiv, Bibliothek und die Dauerausstellung „Nationalsozialismus in Österreich“. Diese thematisiert die NS-Herrschaft in Österreich mit Fokus auf Widerstand und Verfolgung, bettet die Zeit in Vorgeschichte und Aufarbeitung nach 1945 ein und präsentiert Fotos, Dokumente, Texte und Originalobjekte; die Ausstellungstexte stehen auf Deutsch und Englisch zur Verfügung. Das DÖW betreibt außerdem umfangreiche Sammlungen, Personendatenbanken, Publikationen, Bildungsangebote, Führungen sowie weitere Erinnerungs- und Ausstellungsorte wie die Gedenkstätte für die Opfer der Gestapo Wien in der Salztorgasse und die Gedenkstätte Steinhof.
by | Mai 9, 2026
Mitten im 3. Wiener Gemeindebezirk steht das Bulgarische Kulturinstitut Haus Wittgenstein, ein bedeutendes Architekturdenkmal der Wiener Moderne. Das Gebäude wurde ursprünglich als Wohnpalais für Margarethe Stonborough-Wittgenstein, die Schwester des Philosophen Ludwig Wittgenstein, geplant. Nach den offiziellen Angaben des Hauses gab Margarethe Stonborough-Wittgenstein 1926 Paul Engelmann, einem ehemaligen Schüler von Adolf Loos, den Auftrag zur Planung. Ludwig Wittgenstein arbeitete intensiv an der Gestaltung mit; das Haus wurde 1928 fertiggestellt. Heute befindet sich im Haus des Philosophen Ludwig Wittgenstein das Bulgarische Kulturinstitut. Es versteht sich als Ort für bulgarische und österreichische Kunst sowie für kulturelle Beiträge aus Europa und der Welt. Für Besucherinnen und Besucher ist das Haus vor allem als architektonische Sehenswürdigkeit interessant; regulär ist es laut WienTourismus nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Deutschsprachige Führungen zur Architektur und Geschichte werden über den Verein Architekturerbe Österreich angeboten.
by | Mai 9, 2026
Mitten in Meidling macht Brennpunkt° – Museum der Heizkultur Wien die Entwicklung des Heizens und den Lebensalltag der Menschen in einer Großstadt erlebbar. Das Museum versteht sich als Ort mit speziellem Inhalt und breiter Strahlkraft: Es bewahrt Objekte, die sonst kaum oder gar nicht mehr erhalten sind, darunter alte Kesselanlagen, Kühlmaschinen, Großkücheneinrichtungen und Dampfheizungen für Schulen, Spitäler und Gärtnereien.
Die Ausstellungsstücke reichen von kunstvoll gefertigten Öfen über kuriose Alltagsgeräte bis zu zwei mit Einzelöfen beheizten Schulklassen. Historische Öfen und Heizungsanlagen werden aus unterschiedlichen Perspektiven präsentiert und zeigen, wie eng Wärmeversorgung mit Wohnen, Arbeiten, Kochen, Baden und Reinigen verbunden war.
Die Sammlung ist in Themenbereiche gegliedert, darunter „Aus Feuer wird Wärme“, „Die wohltemperierte Stadt“, „Planet der Feuermacher“, „Kunst des Heizens“, „Schöne Öfen“, „Sauber, sauber“ sowie „Energie der Zukunft – Zukunft der Energie“. Interaktive Spielstationen laden dazu ein, sich mit Wärmeenergie, Energieerzeugung und energiesparendem Planen zu befassen. Der Rundgang schließt mit einem Blick auf die Zukunft der Energieversorgung.
by | Mai 9, 2026
Der Botanische Garten der Universität Wien verbindet Forschung, Lehre, Naturschutz und Erholung mitten im 3. Bezirk. Die einzigartige Pflanzensammlung umfasst vom Aussterben bedrohte Arten, Exoten und Vertreter der heimischen Flora; viele Pflanzen werden wissenschaftlich erforscht und in der Ausbildung von Studierenden verwendet. Auf dem Gelände wachsen mehr als 12.000 Pflanzenarten aus sechs Kontinenten. Die Anlage umfasst unter anderem einen Englischen Landschaftsgarten mit Pflanzen aus wichtigen Verwandtschaftskreisen, eine Gehölzsammlung, eine pannonische Steppenlandschaft, Glashäuser und weitere Gartenbereiche. Besucher:innen können den Garten ganzjährig bei freiem Eintritt erkunden, tausende Pflanzen bestaunen, die artenreiche Grünoase genießen und an Führungen oder Veranstaltungen teilnehmen. Der Botanische Garten ist eine Core Facility der Fakultät für Lebenswissenschaften und schließt an das Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien an. Seine Baumgruppen und Wiesen bilden zudem einen wertvollen innerstädtischen Lebensraum für Wildtiere.