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Kaffeemuseum Wien

Das Kaffeemuseum Wien wurde 2003 als Teil des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums gegründet und versteht sich als Informationszentrum und Erlebnisort rund um das Kulturgut Kaffee. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der „braunen Bohne“, ihre Herkunft, ihre Verarbeitung und die vielen historischen wie gegenwärtigen Formen der Kaffeezubereitung. Zugleich vermittelt die Ausstellung Einblicke in die Wiener Kaffeehauskultur, die international bekannt ist und als immaterielles Kulturerbe gilt.

Die Sammlung umfasst Kaffeemaschinen, Kaffeemühlen und Zubehör aus mehreren Jahrhunderten sowie Objekte aus verschiedenen Kulturkreisen. Dadurch wird sichtbar, wie vielfältig Kaffee zubereitet, serviert und gesellschaftlich genutzt wurde. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Ernte bis zur Tasse und verbindet technische, kulturgeschichtliche und alltagsgeschichtliche Aspekte. Besucher:innen können erfahren, welche Rolle das Wiener Kaffeehaus als Treffpunkt, Kommunikationsort, Ruhepol und sozialer Raum in der Stadt spielt.

Kuratiert und betreut wird das Kaffeemuseum von Karl Schilling, der als Kaffee-Enthusiast und Liebhaber der Wiener Kaffeehauskultur beschrieben wird. Für Gruppen werden Führungen mit einem „Kaffee-Erlebnis“ in charmantem Kaffeehausambiente angeboten. Diese Führungen sind ab 10 Personen, Montag bis Freitag und nur nach Vereinbarung möglich; dafür sollte man etwa 90 Minuten einplanen. Für Schulklassen und Studierende gibt es nach Vereinbarung spezielle Führungen.

Das Museum ist im Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum untergebracht; Eingang ist in der Vogelsanggasse 36 im 5. Bezirk. Es gelten die Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums. Für Einzelbesucher:innen ist Montag bis Freitag von 09:00 bis 14:00 Uhr geöffnet, am Mittwoch zusätzlich bis 20:00 Uhr. Letzter Einlass ist 30 Minuten vor Schließung. Während der Wiener Schulferien und an Feiertagen ist geschlossen.

Wiener Kriminalmuseum

Das Wiener Kriminalmuseum befindet sich im historischen Seifensiederhaus in der Leopoldstadt und ist mit dem traditionsreichen Museum der Bundespolizeidirektion Wien, dem ehemaligen k.k. Polizeimuseum, verbunden. In zwanzig Räumen erschließt die Ausstellung die Geschichte von Justiz, Polizeiwesen und Kriminalität vom späten Mittelalter bis in die Neuzeit. Der Rundgang beleuchtet unter anderem mittelalterlichen Strafvollzug, öffentliche Hinrichtungen, bekannte Wiener Kriminalfälle, die Ermordung des Kriegsministers Latour, das Attentat auf den jungen Kaiser Franz Joseph, die Gründung der Sicherheitswache, Anarchistenterror sowie Fälle wie Hugo Schenk, Adolf Hofrichter oder Josefine Luner. Das Museum ist in einem der ältesten Häuser der Leopoldstadt untergebracht; das Gebäude wurde nachweislich lange vor 1685 errichtet und nach schwerer Beschädigung während der zweiten Wiener Türkenbelagerung wiederhergestellt. Neben dem regulären Museumsbesuch bietet das Haus Audioguides, Führungen, Themenführungen, Stadtführungs-Kooperationen und eine Rätselrallye an.

Johann Strauss Museum – New Dimensions

Gegenüber der Secession präsentiert das Johann Strauss Museum – New Dimensions eine immersive Dauerausstellung über Johann Strauss II. und die Welt des Wiener Walzers. Anlässlich des Strauss-Jahres 2025 wurde dem Komponisten, der auf der offiziellen Website als erster Popstar der Weltgeschichte bezeichnet wird, ein modernes Ausstellungserlebnis in der Wiener Innenstadt gewidmet. Die Schau versteht sich nicht nur als Rückblick, sondern als Erlebnisraum, in dem Gäste Strauss’ Leben, Werk und kreative Dimensionen sehen, hören und fühlen können. Die Ausstellung ist in sieben Akte gegliedert: von der Einführung und dem Thema Walzer über den jungen Strauss, seinen Aufstieg, Bühnenwerke und Partner bis zur Gegenwart und zum „Multidimensional Waltz“ als Finale. Ein zentrales Element ist die „Silent Exhibition“ mit motion-sensitiven Kopfhörern und einem ortsbasierten 3D-Soundsystem, das in acht Sprachen verfügbar ist. Interaktive Stationen laden dazu ein, selbst als Komponist, Musikerin oder Tänzer aktiv zu werden. Die Musik stammt überwiegend von Schönbrunn Palace Concerts und wird vom Schönbrunner Schlossorchester eingespielt. Der Besuch dauert rund 75 Minuten und eignet sich für Erwachsene, Familien, Schulgruppen, Musikinteressierte und Wien-Besucherinnen und -Besucher.

Wiener Gold- und Silberschmiedemuseum

Im Wiener Gold- und Silberschmiedemuseum steht die Handwerkskultur der Edelmetallverarbeitung im Mittelpunkt. Das Sondermuseum der Wiener Bezirksmuseen dokumentiert historische und gegenwärtige Entwicklungen in der Gold- und Silberschmiede und zeigt, wie Schmuck als materielle Kultur zeitlich, räumlich und gesellschaftlich geprägt ist. Thematisiert werden nachhaltige Veränderungen in der österreichischen Schmucklandschaft, die durch wirtschaftspolitische und gesellschaftliche Prozesse beeinflusst wurden.

Die Sammlung umfasst zahlreiche Exponate, mit denen einzelne Arbeitsweisen und Berufe im Schmuckbereich anschaulich vorgestellt werden. Besucher:innen sehen unter anderem Zeitdokumente einer Wiener-Werkstätte-Absolventin und ersten Silberschmiedemeisterin, Jugendstil- und Art-Déco-Entwurfszeichnungen, einen Goldschmiedetisch aus der Zeit um 1900, historische Fotografien aus der handwerklichen Lebenswelt sowie Beispiele der Schmuckentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert. Ergänzt wird die Präsentation durch Gerätschaften zur Erzeugung von Schmuck und Edelmetallgegenständen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den vielen handwerklichen Arbeitsschritten, die für Gold- und Silberwerkstücke notwendig sind. Die Ausstellung macht die Vielfalt der beteiligten Berufe sichtbar, darunter Schmuckdesigner:in, Goldschmied:in, Edelsteinfasser:in, Graveur:in, Ziseleur:in, Emailleur:in, Silberschmied:in, Korpuswaren-Erzeuger:in, Besteckmacher:in, Edelmetall-Gießer:in und Dosenmacher:in. Damit vermittelt das Museum nicht nur Objektgeschichte, sondern auch Wissen über Herstellung, Gestaltung und handwerkliche Spezialisierung.

Das Museum befindet sich in der Nußdorfer Straße 3 im 9. Wiener Gemeindebezirk. Die reguläre Öffnungszeit ist Mittwoch von 13:00 bis 16:00 Uhr; laut Bezirksmuseum ist das Museum in Schulferien und an Feiertagen geschlossen. Führungen und Besuche nach Vereinbarung sind möglich. Der Eintritt in die Wiener Bezirksmuseen ist frei.

Waldmüllerpark

Der Waldmüllerpark liegt im 10. Bezirk Favoriten und umfasst laut Stadt Wien rund 39.215 Quadratmeter. Die heutige Parkanlage wurde 1923 unter Bürgermeister Jakob Reumann auf dem Gelände des ehemaligen katholischen Matzleinsdorfer Friedhofs angelegt. An diese Vergangenheit erinnern noch eine erhaltene Friedhofsmauer, eine Steinlaube und eine Steinpergola beim Haupteingang. Besonders sehenswert ist der Gräberhain mit 100 historisch-künstlerisch wertvollen Grabmälern, der auf Anfrage über die Wiener Stadtgärten besichtigt werden kann. Der ehemalige Friedhof wurde 1784 auf Befehl Kaiser Josephs II. errichtet, im Jahr darauf geweiht und 1879 für Begräbnisse gesperrt. Unter den dort bestatteten Persönlichkeiten waren Ferdinand Georg Waldmüller, Josef Staudigl, Johann van Beethoven und Johann Nepomuk Ender. Heute stehen im Park Spielplätze mit Sandspielmöglichkeiten, Seilbahn, Rutschen, Schaukeln, Wippen und Reck sowie Ballspielplätze für Fußball, Basketball und Beachvolleyball und Tischtennis-Tische zur Verfügung. Für Hunde gilt im Park Hundeverbot; eine eigene Hundezone ist vorhanden.