Select Page

Kindermuseum Schloss Schönbrunn

Das Kindermuseum Schloss Schönbrunn befindet sich im Hauptgebäude von Schloss Schönbrunn, im Westtrakt bzw. Erdgeschoß des Schlosses. Es richtet sich nicht nur an Kinder, sondern auch an Familien und alle Besucher*innen, die mehr über den Alltag der kaiserlichen Familie erfahren möchten. Im Mittelpunkt steht das Leben im 18. Jahrhundert, der Zeit Maria Theresias. In den Ausstellungsräumen geht es um Themen wie Kleidung, Frisuren, Hygiene, Dienerschaft, Spielzeug, Unterricht sowie Essen und Trinken am kaiserlichen Hof. Ein Zeitrad macht Unterschiede zwischen Kaiserkindern und Kindern aus einfachen Verhältnissen sichtbar. Besucher*innen können mit Spielsachen von früher spielen, die Fächersprache als geheime Kommunikation kennenlernen, die kaiserliche Tafel decken und sich in der großen Kostüm- und Verkleidungsecke als Prinz, Prinzessin oder Mitglied des Hofstaats verkleiden. Während der Öffnungszeiten kann das Museum selbstständig besucht werden; zusätzlich werden Führungen, Schul- und Gruppenangebote, Workshops, Bastelprogramme und Kindergeburtstage angeboten. Das Kindermuseum ist damit ein aktiver Lern- und Erlebnisort innerhalb des Schlossareals Schönbrunn.

Kartensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek

Unter dem Dach der Österreichischen Nationalbibliothek erschließt die Kartensammlung historische und moderne Zeugnisse der Kartografie, Geografie und topografischen Darstellung. Die Sammlung zählt aufgrund ihrer umfangreichen und wertvollen Bestände weltweit zu den bedeutendsten Einrichtungen ihrer Art.

Der Bestand umfasst rund 300.000 Kartenblätter, 45.000 topografische Ansichten, etwa 800.000 Bildpostkarten, mehr als 820 Globen, 100 geografische Reliefs und Festungsmodelle sowie rund 85.000 Bände Fachliteratur und Atlanten. Neuere in Österreich erschienene Karten und Stadtpläne sind nahezu vollständig vorhanden; bei ausländischen Publikationen liegt ein Schwerpunkt auf amtlichen Kartenwerken und Mitteleuropa.

Historisch reichen Karten, Atlanten und geografische Werke in der habsburgischen Büchersammlung bis in das 16. Jahrhundert zurück. Bedeutende Cartographica kamen unter anderem über die Fugger-Bibliothek, die Sammlung Prinz Eugens von Savoyen mit dem Atlas Blaeu-Van der Hem und die Sammlung des Freiherrn Philipp von Stosch in die Hofbibliothek. 1906 begann der Lesebetrieb der eigenständigen geographischen Spezialsammlung.

Heute stehen die Bestände über den Katalog QuickSearch zur Recherche bereit. Für topografische Ansichtskarten verweist die Sammlung auf das Portal AKON. Im Lesesaal können bestellte Bücher in der Regel kurzfristig, Karten und Ansichten meist am folgenden Öffnungstag eingesehen werden; besonders wertvolle oder schutzbedürftige Objekte unterliegen konservatorischen Einschränkungen.

Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung

Die Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung wurde 1997 mit dem Erwerb des Nachlasses von Friedrich Kiesler durch die Republik Österreich und die Stadt Wien sowie mit Hilfe privater Stifterinnen und Stifter gegründet. Ihre Aufgabe ist es, das Erbe des austro-amerikanischen Architekten, Künstlers, Designers, Bühnenbildners und Theoretikers Friedrich Kiesler zu erforschen und in aktuelle Architektur- und Kunstproduktion einzuschreiben. Das Archiv umfasst rund 4.000 Arbeiten auf Papier, etwa 5.600 Fotos sowie zahlreiche Dokumente und Archivalien zum Leben und Werk Kieslers, darunter Zeichnungen, Skizzen, Pläne, Briefe und theoretische Texte aus den 1920er- bis 1960er-Jahren. Ergänzt wird die Arbeit durch Ausstellungen, Forschungsaktivitäten, eine Fachbibliothek und den Kiesler-Preis. Die Stiftung ist an den Kenyon-Pavillon im Sophienpark, Apollogasse 21/Top 3, 1070 Wien, übersiedelt und derzeit temporär geschlossen. Vor-Ort-Termine und Archivnutzung sind nur nach Vereinbarung möglich; Informationen zur Wiedereröffnung werden von der Stiftung angekündigt. Eine Dauerpräsentation zu Friedrich Kieslers „Endless House“ ist in Kooperation mit der Stiftung im mumok Wien zu sehen.

Kaisergruft Wien

Unter der Kapuzinerkirche und dem Kloster des Kapuzinerordens befindet sich mit der Kaisergruft Wien eine der wichtigsten historischen Grabstätten Österreichs. Seit 1618 dient die Kapuzinergruft als Familiengrablege der Habsburger und ist ein Denkmal imperialer Macht ebenso wie ein Ort der Vergänglichkeit und des Glaubens. Besucherinnen und Besucher gehen durch 400 Jahre österreichischer und europäischer Geschichte, vom Dreißigjährigen Krieg über Revolutionen bis zu frühen Ideen eines vereinten Europa. Die Grufträume wurden über mehrere Jahrhunderte erweitert und umfassen heute zehn Grüfte mit Sarkophagen, Urnen und Grabdenkmälern. Auf den Särgen verweisen Symbole der Macht auf den imperialen Anspruch der Dynastie, während Motive der Vergänglichkeit und des Glaubens persönliche Frömmigkeit zeigen. Heute ruhen die sterblichen Überreste von 150 Habsburger-Persönlichkeiten in der Kaisergruft, darunter 12 Kaiser sowie 22 Kaiserinnen und Königinnen. Regelmäßige Führungen und Sonderführungen vertiefen die Geschichte der Grabstätte und der bestatteten Personen.

WestLicht Kameramuseum

Das WestLicht Kameramuseum ist Teil von WestLicht. Schauplatz für Fotografie im 7. Wiener Gemeindebezirk. Die permanente Kameraausstellung präsentiert rund 360 historisch und technisch bedeutende Apparate aus privaten Leihgaben und der WestLicht Sammlung. Besucher:innen verfolgen die Entwicklung der Kameratechnik in chronologischer Abfolge: von der Vorgeschichte der Fotografie mit Zeichen- und Projektionsapparaten über klassische fotografische Geräte bis zu den Anfängen der digitalen Fotografie. Als historisch wertvollstes Exponat nennt WestLicht die Susse Frères Daguerréotype, die erste kommerziell hergestellte Kamera der Welt. Weitere gezeigte Objekte sind unter anderem Trockenkollodium-Ausrüstung, Stereobetrachter und eine Metallkamera von Voigtländer & Sohn mit Zubehör. Ergänzend ermöglicht ein digitales 3-D-Kameramuseum, 100 bedeutende Entwicklungen der Fotografiegeschichte online zu entdecken. WestLicht bietet zudem wechselnde Fotoausstellungen, Führungen, Workshops, Shop und Café.