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Theatermuseum

Im barocken Palais Lobkowitz nahe der Hofburg widmet sich das Theatermuseum der Geschichte und Gegenwart der darstellenden Künste. Das Haus gehört zum KHM-Museumsverband und zählt mit seinen umfangreichen Beständen zu den bedeutenden Theatersammlungen seiner Art. Bewahrt werden Zeugnisse aus Schauspiel, Musiktheater, Tanz, Film, Figuren- und Puppentheater: Bühnenmodelle, Kostüme, Requisiten, Fotografien, Zeichnungen, Grafiken, Theaterbaupläne, Bibliotheksbestände und Archivalien. Zu den bekannten Höhepunkten zählen Gustav Klimts Gemälde „Nuda Veritas“, der Eroicasaal im Palais Lobkowitz und die Bestände rund um Richard Teschners Figurenspiegel. Das Museum entstand aus der Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, deren Wurzeln bis in die Barockzeit reichen, und wurde 1923 durch den Ankauf der Theater-Kollektion des Schauspielers und Burgtheaterdirektors Hugo Thimig maßgeblich erweitert. Seit 1991 befindet sich das Theatermuseum im Palais Lobkowitz. Der reguläre Ausstellungsbetrieb ist wegen Umbauarbeiten vorübergehend eingestellt; laut ergänzender Besucherinformation bleibt das Palais während dieser Phase für Veranstaltungen geöffnet, Schul- und Hortgruppen können weiterhin über die Kulturvermittlung betreut werden und die Bibliothek ist geöffnet.

Die Zukunft des Erinnerns – Museum Simon Wiesenthal

Am Rabensteig 3 in der Wiener Innenstadt erinnert Die Zukunft des Erinnerns – Museum Simon Wiesenthal an Leben und Wirken Simon Wiesenthals. Das Museum ist Teil des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien und macht sichtbar, auf welchem Fundament dessen wissenschaftliche, dokumentarische und vermittelnde Arbeit steht.

Der Rundgang beginnt mit einem Kurzfilm über Lemberg im Jahr 1939, jenen Ort, an dem Simon Wiesenthal mit seiner Frau Cyla lebte und als Architekt arbeitete, bevor er von den Nationalsozialisten verfolgt wurde. Persönliche und symbolische Objekte wie Lupe, Adressbuch, Pistolenholster und Türschild des Bundes jüdischer Verfolgter des Naziregimes verweisen auf Wiesenthals akribische Recherchen, seine Netzwerke, das gefährliche Umfeld seiner Arbeit und seinen Einsatz gegen das Vergessen.

Ein weiterer Raum widmet sich ausgewählten Fällen, Wiesenthals Denken und seiner doppelten Verantwortung: gegenüber den Opfern, denen er eine Stimme geben wollte, und gegenüber kommenden Generationen, die aufgeklärt werden sollen. Filmsequenzen, Fotografien und ein Touchscreen zu NS-Verbrecherinnen und NS-Verbrechern thematisieren auch die schleppende Nachkriegsjustiz und die lange desinteressierte bis feindselige Öffentlichkeit in Österreich.

Der letzte Teil stellt gegensätzliche Sichtweisen auf Simon Wiesenthal bis in die späten 1980er-Jahre einander gegenüber und führt zur Frage nach der Zukunft des Erinnerns. Eine Leseecke, eine Installation zu den VWI-Veranstaltungen und die Vitrine „Archiv Aktuell“ verbinden die Ausstellung mit Forschung, Archiv, Bibliothek und Vermittlungsarbeit des Instituts.

Secession

Direkt neben dem Naschmarkt und nur wenige Minuten von Karlsplatz und Staatsoper entfernt befindet sich die Wiener Secession. Die Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession wurde 1897 gegründet und zählt heute weltweit zu den ältesten unabhängigen, der zeitgenössischen Kunst gewidmeten Ausstellungshäusern. Das Gebäude wurde von Joseph Maria Olbrich geplant, 1898 fertiggestellt und gilt mit seiner klaren Geometrie, der goldenen Lorbeerkuppel und dem Motto „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“ als Schlüsselwerk des Wiener Jugendstils. Das Haus verbindet ein aktuelles Ausstellungsprogramm mit einem ikonischen Bau der Moderne: Der Hauptraum, das Grafische Kabinett im Obergeschoß und die Galerie im Untergeschoß werden für wechselnde zeitgenössische Ausstellungen genutzt. Ein besonderer Fixpunkt ist Gustav Klimts Beethovenfries von 1902, der zu den Hauptwerken Klimts und zu den Höhepunkten des Wiener Jugendstils zählt. Der Fries wird dauerhaft im zweiten Untergeschoß präsentiert. Führungen finden regelmäßig samstags statt; Gruppenführungen sind nach Voranmeldung möglich.

Wiener Schuhmuseum

Das Wiener Schuhmuseum in Wien-Josefstadt widmet sich der Geschichte des Schuhmacher- und Orthopädieschuhmacherhandwerks im Wandel der Zeit. Das 2002 eröffnete Museum präsentiert auf rund 100 Quadratmetern eine für Österreich einzigartige Sammlung. Zu sehen sind Exponate aus mehreren Jahrhunderten und den letzten Jahrzehnten, ergänzt durch Dokumentationsmaterial, historische Maschinen, traditionelle Werkzeuge, Zunftgegenstände und zahlreiche Schuhe. Eine originalgetreu eingerichtete Werkstätte vermittelt einen nostalgischen Blick in den Schuhmacher-Alltag vergangener Zeiten. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in technische Abläufe, Materialien, traditionelle Fertigungstechniken und die Entwicklungsgeschichte des Schuhs. Zu den besonderen Objekten zählen laut ergänzenden Tourismusinformationen Reitstiefel von Kaiser Franz Joseph, Fußballschuhe von Matthias Sindelar, ein „Großglockner“-Bergschuh, das klassische „Wiener Modell“ sowie Beispiele historischer Damenschuhmode. Die offizielle WKO-Seite nennt auch eine Original-Orgelpfeife aus dem Wiener Stephansdom und eine schwere Kopie der Glocke „Schustermichel“ mit Bezug zum Schuhmacherhandwerk. Öffnungen und Führungen erfolgen grundsätzlich jeden zweiten Dienstag im Monat beziehungsweise nach Vereinbarung; aktuell weist die offizielle Seite jedoch auf eine vorübergehende Schließung wegen Umbauarbeiten hin.

Museum im Schottenstift

Mitten in der Wiener Innenstadt bewahrt das Museum im Schottenstift zentrale Kunst- und Kulturschätze eines Benediktinerklosters, dessen Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Das Museum ist in der ehemaligen Abtwohnung eingerichtet und zeigt ausgewählte Stücke aus den Sammlungen des Schottenstifts. Der kostbarste Schatz ist der sogenannte Schottenaltar, ein Hauptwerk der gotischen Tafelmalerei. Der namentlich unbekannte Meister des Schottenaltars dürfte aus Nürnberg nach Wien gekommen sein; zwei Tafeln des Altars zeigen Stadtansichten Wiens um 1470 und zählen laut Museum zu den ältesten topographischen Darstellungen der Stadt. Weitere wichtige Exponate sind eine Tafel von Peter Paul Rubens, frühe niederländische Landschaftsbilder und ein Bild des österreichischen Barockmalers Franz Anton Maulbertsch. Den besonderen Charakter des Museums prägen außerdem alte Möbel, liturgisches Gerät, kostbare liturgische Gewänder, Bücher, Handschriften und Urkunden. In den Vitrinen werden wechselnde Objekte aus Stiftsarchiv und Stiftsbibliothek präsentiert, da empfindliche Urkunden, Handschriften und Drucke aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft ausgestellt werden können. Öffentliche Stiftsführungen finden samstags statt und führen neben dem Museum auch in weitere Teile des Klosters, etwa Krypta und klassizistische Bibliothek.