by | Mai 9, 2026
Das Uhrenmuseum ist ein Standort des Wien Museums und befindet sich im historischen Harfenhaus am Schulhof 2 in der Wiener Innenstadt. In dem Alt-Wiener Innenstadthaus wird Österreichs größte Uhrensammlung präsentiert. Mehr als 700 Exponate aus aller Welt führen durch die Geschichte der Zeitmessung vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Die Sammlung umfasst Elementaruhren wie Sand-, Wasser- und Sonnenuhren, Turmuhren, Tischuhren, Taschenuhren, Armbanduhren, Bilderuhren, Kommodenstanduhren, Laterndluhren und uhrmacherische Objekte. Zu den besonderen Stücken gehören das tonnenschwere Turmuhrwerk des Stephansdoms aus dem 17. Jahrhundert und eine astronomische Kunstuhr des Mönchs David a Sancto Cajetano, die Ortszeiten, Planetenumlaufbahnen sowie Sonnen- und Mondfinsternisse anzeigen kann. Das Museum zeigt nicht nur technische Präzision und wissenschaftlichen Fortschritt, sondern auch Kunsthandwerk, Design und gesellschaftliche Veränderungen. Ein digitaler Guide ergänzt den Besuch mit Videos und Tonaufnahmen ausgewählter Objekte.
by | Mai 9, 2026
Über dem Kirchenraum der Wiener Votivkirche liegt das Museum im ehemaligen Hof- beziehungsweise Kaiseroratorium. Der hoch gelegene Ausstellungsbereich steht in direktem Dialog mit der neugotischen Kirche und eröffnet einen besonderen Blick auf Kirchenschiff und Hochaltar. Die Dauerausstellung präsentiert gotische und neogotische Meisterwerke, liturgische Prunkgeräte aus der Erbauungszeit, prunkvolle Fahnen, Originalpläne und ein Originalmodell des Kirchenbaus. Ein Schwerpunkt liegt auf den Brüdern Karl Jobst und Franz Jobst, die in der Übergangsphase vom Historismus zum Jugendstil wirkten und auch für die Ausmalung der Votivkirche tätig waren. Im Museum sind zahlreiche Kartons für Wandmalereien und verloren gegangene Glasmalereien erhalten. Herausragendes Hauptwerk ist der Antwerpener Passionsaltar aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts beziehungsweise um 1500, ein bedeutendes spätgotisches Schnitzwerk mit originaler Polychromie. Die Ausstellung wurde nach Restaurierung und Neukonzeption durch das Institut für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien am 14. Oktober 2021 neu eröffnet. Das Museum ist über eine Wendeltreppe erreichbar und nicht barrierefrei.
by | Mai 9, 2026
Unter dem Stephansplatz verbirgt sich mit der Virgilkapelle ein besonderer Ort der Wiener Stadtgeschichte. Über eine Wendeltreppe in der U-Bahn-Station Stephansplatz gelangt man in den unterirdischen gotischen Raum, der vor über 800 Jahren entstand und zu den besterhaltenen mittelalterlichen Innenräumen Wiens zählt.
Die Kapelle lag ursprünglich im Umfeld des mittelalterlichen Stephansfreithofs und stand in Verbindung mit der darüber errichteten Maria-Magdalena-Kapelle. Nach Veränderungen am Stephansplatz und der Auflassung des Friedhofs geriet der Raum in Vergessenheit. Erst 1973 wurde die Virgilkapelle im Zuge des U-Bahn-Baus wiederentdeckt und später als Standort des Wien Museums museal zugänglich gemacht.
Die Ausstellung vor Ort verbindet Architektur, Archäologie und Stadtgeschichte. Sie erzählt vom mittelalterlichen Wien, von Herrschaftsstrukturen, der Organisation der Stadt und dem Alltagsleben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Ausgewählte Objekte und sechs Medienstationen ergänzen den unmittelbaren Eindruck des gotischen Raums.
Aktuell weist das Wien Museum darauf hin, dass die Virgilkapelle aus restauratorischen Gründen vorübergehend geschlossen ist. Eintrittspreise und Besuchsinformationen sind dennoch auf der offiziellen Standortseite angeführt; aktuelle Öffnung und Führungen sollten vor einem Besuch direkt beim Wien Museum geprüft werden.
by | Mai 9, 2026
In der Mariannengasse 1 in Wien-Alsergrund befindet sich das weltweit erste VIKTOR FRANKL MUSEUM WIEN. An diesem Ort lebte der Neurologe und Psychiater Viktor E. Frankl, Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, bis zu seinem Tod 1997. Das Museum vermittelt Frankls Denken nicht als klassische biografische Schau, sondern als Erlebnisraum zu Sinn- und Existenzfragen. Besucherinnen und Besucher begeben sich auf eine persönliche Sinn-Tour und können zentrale Gedanken der Logotherapie im Selbstversuch kennenlernen. Die Ausstellung ist deutsch und englisch gestaltet; ein Multimedia-Guide bietet Inhalte auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Russisch. Der reguläre Museumsbesuch ist montags, freitags und samstags von 13:00 bis 18:00 Uhr möglich, der Einlass endet jeweils 30 Minuten vor Schließzeit. Führungen „Sinn(er)leben“ werden von logopädagogisch geschulten Personen durchgeführt und sind nur außerhalb der Öffnungszeiten buchbar.
by | Mai 9, 2026
Das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, kurz MUVS, befindet sich im 1. Stock am Mariahilfer Gürtel 37 in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus, nahe dem Westbahnhof. Seit 2007 widmet sich das Museum der Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Verhütung, Schwangerschaftstests und Schwangerschaftsabbruch. In drei Schauräumen werden Objekte, Modelle, Dokumente, Filme und Informationstafeln gezeigt, die einen kultur- und medizinhistorischen Überblick von frühen Methoden bis zu modernen Entwicklungen geben. Das MUVS versteht sich als Ort der Aufklärung über Fruchtbarkeit, Selbstbestimmung, reproduktive Gesundheit und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Neben dem realen Museum betreibt es umfangreiche digitale Angebote, darunter virtuelle Tour, Audioguide, Online-Führungen, Themenartikel und eine Online-Bibliothek. Die Sammlung umfasst historische und moderne Objekte zur Empfängnisverhütung, Schwangerschaftstests und zum Schwangerschaftsabbruch; zusätzlich engagiert sich das Museum in Forschung, Restaurierung, Bildungsarbeit und Projekten wie „Verhütung macht Schule“. Das MUVS ist Träger des Österreichischen Museumsgütesiegels und Mitglied beim Museumsbund Österreich.