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Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn

Im Höllental bei Kaiserbrunn befindet sich das Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn am historischen Ursprung der I. Wiener Hochquellenleitung. Das Museum dokumentiert die Geschichte der Wiener Trinkwasserversorgung und macht sichtbar, welche Leistungen hinter der Versorgung der Stadt Wien mit Hochquellwasser aus den Alpen stehen. Das historische Museum wurde 1973 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der I. Hochquellenleitung im ehemaligen Wohnhaus und Aufsichtsposten des Wasserleitungsaufsehers eingerichtet. In vier Ausstellungsräumen geht es um die historische Wasserversorgung, den Weg des Wiener Wassers, Geologie, Hydrogeologie, Quellenschutz, Anlagen wie Quellen, Aquädukte und Behälter sowie die Dimensionen der Stollenanlagen. Zum 125-jährigen Bestehen wurde 1998 ein neues Museumsgebäude errichtet. Es bietet einen Multimediaraum mit Filmen und Vorträgen zur Wasserversorgung, zum Quellenschutz und zum Betrieb der I. Hochquellenleitung. Weitere Themen sind Trinkwasserkraftwerke, das Wiener Rohrnetz und technische Anlagen im Freigelände. Ein Höhepunkt des Museumsbesuchs ist die Besichtigung der Kaiserbrunnquelle. Das Museum ist von 1. Mai bis Anfang November an Samstagen, Sonn- und Feiertagen geöffnet; Führungen sind für Gruppen ab 10 Personen nach Voranmeldung möglich.

Otto Wagner Pavillon Karlsplatz

Der Otto Wagner Pavillon Karlsplatz ist ein Standort des Wien Museums am Karlsplatz in Wien. Die beiden Pavillons entstanden im Zusammenhang mit der Wiener Stadtbahn um 1900, die einen Meilenstein der Wiener Verkehrsgeschichte darstellte. Otto Wagner gelang es dabei, funktionale Aspekte des öffentlichen Verkehrs mit einer unverwechselbaren künstlerischen Gestaltung zu verbinden. Die Pavillons gehören heute zu den bekanntesten Bauten der Wiener Moderne und prägen den Karlsplatz bis in die Gegenwart. Wagner verwendete Eisenkonstruktionen, in die Marmorplatten eingesetzt wurden; der reiche ornamentale Schmuck sollte die Bedeutung des Verkehrsknotenpunkts unterstreichen. Im westlichen Pavillon zeigt das Wien Museum eine Dokumentation zu Leben und Werk Otto Wagners. Sie macht seine Bedeutung für die Entwicklung Wiens zur modernen Metropole und für die Architektur des 20. Jahrhunderts verständlich. Der Ausstellungsbereich befindet sich im Erdgeschoss und umfasst drei Räume.

Time Travel Vienna

Im Herzen der Wiener Innenstadt, nahe Graben und Hofburg, macht Time Travel Vienna Stadtgeschichte als interaktive Erlebniswelt zugänglich. Die rund 60-minütige Tour führt auf historischem Originalschauplatz durch zentrale Epochen und Themen der Wiener Geschichte. Zum Einsatz kommen 5D-Kino, Virtual Reality, Animatronics, Wachsfiguren, Bewegungseffekte sowie Ton- und Lichtinszenierungen. Die Stationen reichen von der Habsburger-Show über Mozart und Strauss bis zu Wien-Themen wie Pest, Türkenbelagerung und Zweitem Weltkrieg; ergänzt wird das Angebot um moderne Erlebnisformate wie den VR Music Ride und eine Interactive Zone. Internationale Gäste können Audioguides in zehn Sprachen nutzen. Kinder von 0 bis 4 Jahren besuchen die Ausstellung kostenlos, Kinder unter 10 Jahren sollten nur in Begleitung Erwachsener teilnehmen; einzelne Stationen wie Pestgrube und Bunker können mit dieser Altersgruppe ausgelassen werden. Direkt gegenüber befindet sich Sisi’s Amazing Journey, das mit Time Travel als Kombiticket gebucht werden kann. Aufgrund baulicher Gegebenheiten mit rund 50 Stufen ist Time Travel Vienna nicht barrierefrei.

Österreichisches Volksliedwerk

Das Österreichische Volksliedwerk befindet sich seit 1999 in der Operngasse 6 im 1. Wiener Bezirk und versteht sich als Dachverband der Volksliedwerke der Bundesländer sowie als Zentrum für wissenschaftliche Auseinandersetzung und praktische Vermittlung musikalischer Volkskultur. Gemeinsam mit dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes beschäftigt sich die Institution mit Sammlung, Dokumentation, Forschung und Vermittlung von Volkslied, Volksmusik und Volkstanz in vergangenen und gegenwärtigen Erscheinungsformen. Der Treffpunkt Operngasse dient als Anlaufstelle, Informationsplattform, Schauraum und Veranstaltungsort. Wechselnde Präsentationen, Diskussionen, Konzerte, Workshops, offenes Singen und Vermittlungsprogramme greifen volkskulturelle Themen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Das Archiv beziehungsweise Zentralarchiv bietet Recherchemöglichkeiten zu Liedern, Musikstücken, Tänzen und Quellen; der Verbundkatalog der Volksliedarchive ermöglicht zusätzlich die Recherche in Beständen aus Österreich und Südtirol. Die Arbeit des Volksliedwerks verbindet Wissenschaft, Archiv, Erwachsenenbildung, Publikationen und lebendige Musikpraxis.

Verkehrsmuseum Remise der Wiener Linien

In der ehemaligen Remise Erdberg lädt das Verkehrsmuseum Remise der Wiener Linien zu einer interaktiven Zeitreise durch 150 Jahre Wiener Öffi-Geschichte ein. Die Ausstellung verbindet historische Fahrzeuge, moderne Vermittlung und spielerische Mitmachstationen. Besucherinnen und Besucher erleben Straßenbahnen, Busse, technische Einblicke und Themeninseln rund um den öffentlichen Verkehr in Wien. Höhepunkte sind zwei Fahrsimulatoren, bei denen man am Steuer eines 13A-Busses oder einer U-Bahn Platz nehmen kann. Ergänzend gibt es multimediale Inhalte, einen Audioguide per Smartphone, einen virtuellen Rundgang und eine Rätselrallye für Kinder und Schüler*innen. Die Remise befindet sich in einer historischen Straßenbahnremise, die um 1900 errichtet wurde und bis 1990 als Betriebsbahnhof diente. Seit 2014 präsentiert sie als modernes Museum die Geschichte des Wiener Nahverkehrs. Neben dem Museumsbetrieb dient die denkmalgeschützte Halle auch als besondere Eventlocation. Führungen für Gruppen sind nach Anmeldung möglich und dauern rund 90 Minuten.