by | Mai 9, 2026
Das Wiener Ziegelmuseum, auch als Sondermuseum Ziegel und Baukeramik geführt, befindet sich in der Penzinger Straße 59 im 14. Wiener Gemeindebezirk. Das Museum zeigt Mauer- und Dachziegel und ihre Geschichte von Babylon bis zur Gegenwart anhand einer umfangreichen Sammlung mit rund 13.000 Exponaten. Neben Ziegeln sind auch Objekte aus der Herstellung des Baumaterials ausgestellt, darunter alte Ziegelformen. Die Sammlung umfasst außerdem Dachziegel, Chamottematerial, Mosaikplatten und Ofenkacheln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation bestehender und ehemaliger Ziegelöfen in Österreich sowie auf der Erklärung verschiedener Ziegelzeichen. Die Geschichte des Museums geht auf Direktor Anton Schirmböck zurück, der als Begründer der Ziegelforschung in Österreich gilt. 1973 wurde im Bezirksmuseum Penzing eine umfassende Ausstellung seiner Sammlung gezeigt; daraus entstand das Wiener Ziegelmuseum. Nach Stationen als Außenstelle und eigenständiges Museum ist es heute Teil der Wiener Bezirksmuseen und eine Anlaufstelle für an Baugeschichte, Stadtentwicklung, Keramik und Industriegeschichte interessierte Besucher:innen.
by | Mai 9, 2026
Das Wiener Aktionismus Museum, kurz WAM, befindet sich in der Weihburggasse 26 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Das Museum geht auf eine Privatinitiative mehrerer Sammler zurück und gibt dem Wiener Aktionismus an seiner Wirkungsstätte eine dauerhafte Plattform. Es beherbergt laut eigener Darstellung die weltweit größte Sammlung zu den Hauptvertretern Günter Brus, Hermann Nitsch, Otto Muehl und Rudolf Schwarzkogler aus den frühen 1960er- und 1970er-Jahren. Die Sammlung umfasst unter anderem Aktionsfotografien, Filme, Skizzen, Grafiken, Collagen, Siebdrucke, Plakate und Dokumentationsmaterialien. Ergänzt wird sie durch Frühwerke von Adolf Frohner und Alfons Schilling sowie internationale Leihgaben und zeitgenössische Beiträge. Das WAM versteht sich als Ort des Diskurses und der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Entwicklung, Wirkung und Aktualität des Wiener Aktionismus. Neben Dauer- und Wechselausstellungen bietet das Museum Führungen, Programmveranstaltungen, einen digitalen Guide und Vermittlungsangebote.
by | Mai 9, 2026
In der Schönbrunner Straße in Wien-Meidling liegt das Zauberkasten-Museum, ein außergewöhnliches Spezialmuseum rund um Zauberkästen, Zauberkunst und magische Spielwelten. Die Sammlung gilt als weltweit größte ihrer Art und ist mit mehreren tausend Zauberkästen aus drei Jahrhunderten im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Ständig ausgestellt sind rund 200 Zauberkästen aus unterschiedlichen Ländern und Epochen. Besucherinnen und Besucher sehen nicht nur dekorative und historische Kästen, sondern auch Zauberbücher, Zubehör, professionelle Zaubergeräte und wechselnde Sonderausstellungen zu ausgewählten Themen der Magie. Die Führungen vermitteln Hintergründe zur Entstehung und Entwicklung von Zauberkästen und erklären, wie diese Sets Generationen von Kindern, Sammlerinnen, Sammlern und Zauberkünstlern den Einstieg in die Welt der Illusion ermöglichten. Das Museum wurde vom Sammler Manfred Klaghofer aufgebaut und befindet sich im Hof beziehungsweise Souterrain des Hauses Schönbrunner Straße 262. Regulär geöffnet ist es jeden ersten Sonntag im Monat, Gruppen können nach Voranmeldung eigene Termine vereinbaren.
by | Mai 9, 2026
In Wien-Hietzing macht die Werkbundsiedlung Wien die Ideen des „Neuen Wohnens“ der Zwischenkriegszeit im Stadtraum sichtbar. Die 70 Häuser der Siedlung wurden 1932 der Öffentlichkeit vorgestellt und gelten heute als eines der bedeutendsten Dokumente der Moderne in Österreich. Die Siedlung entstand im Kontext des kommunalen Wiener Wohnbaus und des „Roten Wien“; sie vereint visionäre Wohn- und Lebenskonzepte, Gartenstadtgedanken und internationale Architektur der klassischen Moderne. Unter der Leitung von Josef Frank waren renommierte Architektinnen und Architekten beteiligt, darunter Josef Hoffmann, Adolf Loos, Gerrit Rietveld, Richard Neutra, Clemens Holzmeister, Margarethe Schütte-Lihotzky und Ernst Plischke. Die Siedlung liegt im 13. Bezirk und bildet ein Dreieck aus Veitingergasse, Jagicgasse und Jagdschlossgasse; die Woinovichgasse durchquert das Gebiet. Vor Ort können Interessierte die Siedlung frei über öffentliche Wege erkunden. Die offizielle Highlights-Tour startet beim Info-Point neben dem Haus Woinovichgasse 32 und wird durch eine Mobile App mit Audio-Guide, ein Info-Terminal und ausdruckbare Tourunterlagen unterstützt. Da die Werkbundsiedlung ein bewohntes Denkmal ist, wird um Rücksicht auf die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner gebeten. Gruppenführungen durch die Siedlung werden vom Architekturzentrum Wien angeboten.
by | Mai 9, 2026
In der Hegelgasse 14 in der Wiener Innenstadt bietet DAS WEISSE HAUS einen offenen Ort für zeitgenössische Kunst, Austausch und experimentelle Ausstellungsformate. Der Kunstverein versteht sich als Plattform, die junge Talente stärkt, übersehene Perspektiven sichtbar macht und internationale Vernetzung fördert.
Gegründet wurde der Kunstverein das weisse haus im Jahr 2007 von Alexandra Grausam und Elsy Lahner. Der Name bezieht sich auf den ersten Standort in einem kleinen weißen Haus in der Westbahnstraße und spielt zugleich auf den „White Cube“ als klassischen Ausstellungsraum zeitgenössischer Kunst an. Seit seiner Gründung zog das Haus mehrfach um und entwickelte daraus ein flexibles, ortsbezogenes Programm.
Neben den Ausstellungen ist das 2013 gestartete STUDIO DAS WEISSE HAUS ein wichtiger Teil der Institution. Das Atelier- und Residency-Programm unterstützt Künstlerinnen, Künstler, Kritikerinnen, Kritiker und Kuratorinnen beziehungsweise Kuratoren mit Raum, Austausch und lokalen Netzwerken. Seit 2024 steht das BLOCKFREI Collective mit Nevena Janković, Jana Dolečki und Eva Kovač für die Leitung des Hauses.
Das Programm 2026 steht unter dem Jahresthema „IN(TER)DEPENDENCE“ und fragt nach Beziehungen, Abhängigkeiten, Zusammenleben, Gemeinschaft und Systemen in einer komplexen Gegenwart. Wechselnde Ausstellungen, Videoformate, Kooperationen und Veranstaltungen machen DAS WEISSE HAUS zu einem lebendigen Ort der freien Kunstszene Wiens.