by | Mai 11, 2026
Auf dem Purberg im Grazer Stadtteil Mariatrost erhebt sich die Basilika Mariatrost als eine der markantesten Kirchen der Stadt. Die doppeltürmige Wallfahrtskirche wurde ab 1714 im Auftrag des Pauliner-Ordens errichtet und prägt mit ihrer Barockfassade, der großen Kuppel und den ehemaligen Klostergebäuden die Landschaft am östlichen Stadtrand. Ein klassischer Zugang führt über die Angelusstiege mit 216 Stufen hinauf zur Kirche. Im Inneren stehen das Marienheiligtum und die spätgotische Gnadenstatue im Mittelpunkt, deren Entstehung um 1460/62 datiert wird. Hochaltar, Seitenaltäre, Fresken von Lukas von Schramm und Johann Baptist Scheidt sowie die 1779 von Veit Königer geschaffene Kanzel zählen zu den prägenden Ausstattungsstücken. Die Wallfahrtstradition reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück; Hilfe und Trost suchende Menschen kamen aus der Steiermark und darüber hinaus nach Mariatrost. Die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Geburt wurde 1999 von Papst Johannes Paul II. zur Basilica minor erhoben. Der Eintritt ist frei, die Basilika steht täglich für persönliches Gebet offen.
by | Mai 11, 2026
Am nördlichen Stadtrand von Graz erhebt sich die Burgruine Gösting auf einem markanten Berggrat über dem Stadtteil Gösting. Der Weg hinauf beginnt beim Göstinger Schlossplatz und folgt dem Ruinenweg beziehungsweise der Markierung 563. Der Aufstieg ist anfangs steil, später flacher und führt nahe am Jungfernsprung vorbei, einem Felsvorsprung, der mit der Sage um Anna von Gösting verbunden ist. Die Burg wurde laut Stadt Graz Ende des 11. Jahrhunderts errichtet, um Verkehrsweg und Murbrücke zu schützen. Im Jahr 1723 zerstörte eine Explosion nach einem Blitzeinschlag in die dort gelagerten Pulvervorräte große Teile der Anlage; 1790 verließ der letzte Bewohner die Burg. Heute sind vor allem Bergfried, Burgkapelle und Mauerreste erhalten. Der Burgverein Gösting beschreibt die Ruine als landschaftsbeherrschend, rund 200 Meter über der Stadt und auf 567 Meter Seehöhe gelegen. Von der Umgebung der Ruine eröffnen sich weite Ausblicke auf Graz, das Grazer Becken und das oststeirische Hügelland. Wichtig für die Besuchsplanung: Graz Tourismus weist darauf hin, dass die Burgtaverne und der Zugang zur Burgruine bis auf Widerruf dauerhaft gesperrt bleiben; eine Zufahrt mit dem PKW ist nicht möglich.
by | Mai 11, 2026
Die Andräkirche Graz liegt in der Maria-Stromberger-Gasse 9 im Bezirk Gries, unweit des Südtirolerplatzes und der Andrägasse. Der Sakralbau blickt auf eine lange Geschichte zurück: Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche von den Dominikanern errichtet und am 29. Juli 1635 geweiht. Sie entstand als spätgotische, dreischiffige Hallenkirche und nahm die Grazer Stadtpfarrkirche in der Herrengasse als architektonisches Vorbild. Erst mehr als ein Jahrhundert später erhielt die Kirche ihre barocke Ausstattung.
Heute ist St. Andrä vor allem als offener Kirchenraum bekannt, in dem Religion, Gesellschaft und Gegenwartskunst miteinander in Dialog treten. Seit 1999 gibt es laut Stadt Graz eine ausdrückliche Gastfreundschaft für zeitgenössische Kunst. Temporäre Kunstinterventionen und dauerhaft platzierte Werke sollen neue Sichtweisen eröffnen und den sakralen Raum als lebendigen Ort der Begegnung erfahrbar machen. Die Pfarre zieht damit Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Sprachen und Lebenswelten an.
Besonders sichtbar wurde diese Öffnung 2010, als der Außenbereich renoviert und die Fassade von Gustav Troger gestaltet wurde. Unter dem Titel „Gegen wart“ überzieht ein Netz aus Begriffen aus alltäglichen, gesellschaftlichen und spirituellen Lebensbereichen die Kirchenfassade. Dadurch wird die historische Kirche selbst zum sprechenden Kunstwerk und lädt Passantinnen und Passanten zum Innehalten ein. Neben den Gottesdiensten in deutscher Sprache finden in St. Andrä auch internationale Gottesdienste statt, etwa eine englischsprachige Messe der African Catholic Community.
by | Mai 11, 2026
In der Grazer Hofgasse verbindet die Hofbäckerei Edegger-Tax Bäckerhandwerk, Stadtgeschichte und kaiserlich-königliche Tradition. Der Betrieb gilt als älteste im Familienbesitz befindliche Bäckerei in Graz und eine der ältesten Bäckereien Österreichs. Erstmals 1569 urkundlich erwähnt, reichen seine Wurzeln laut Graz Tourismus bis weit in das 14. Jahrhundert zurück. Besonders auffällig ist das historische, reich geschnitzte Eichenholzportal mit vergoldetem Doppeladler, das 1896 vom Grazer Tischlermeister Anton Irschik gefertigt wurde und heute zu den beliebten Fotomotiven und Stationen bei Stadtführungen gehört. Die Bäckerei befand sich ursprünglich in der Sporgasse 15; 1880 verlegte Franz Tax III. den Betrieb an den heutigen Standort in der Hofgasse 6. Ab 1883 lieferte Franz Tax Gebäck für die kaiserliche Hoftafel, 1888 erhielt der Betrieb das Dekret zur Führung des Titels k. u. k. Hofbäcker und des Wappens Österreich-Ungarns. Heute wird die Hofbäckerei von der Familie Edegger weitergeführt. Gebacken wird weiterhin mit traditionellen Rezepten, handwerklicher Erfahrung und eigener Teigherstellung. Zum Angebot zählen Brot, Gebäck, Mehlspeisen, Feinbackwaren, Kekse sowie klassische Spezialitäten wie Kaiserzwieback und Sissibusserl.
by | Mai 11, 2026
Im Grazer Bezirk Lend steht mit dem Orpheum Graz eine Veranstaltungsstätte mit besonderer Geschichte und vielseitigem Programm. Das traditionsreiche Haus wurde 1899 ursprünglich als Varietétheater eröffnet und war später als Grazer „Haus der Jugend“ bekannt. Heute gehört es zu den Grazer Spielstätten und wird für Konzerte, Kabarett, Theater, Comedy, Kinder- und Familienprogramme, Festivals, Shows und weitere Kulturveranstaltungen genutzt. Laut Graz Tourismus gilt das Orpheum als eine der ältesten Veranstaltungsstätten der Stadt und besitzt bei Künstlerinnen, Künstlern und Publikum einen beinahe legendären Ruf. 2016 wurde das Gebäude behutsam modernisiert: Die technische Ausstattung wurde auf zeitgemäße Standards gebracht, während die historische Atmosphäre und der charakteristische Charme des Hauses erhalten blieben. Veranstalter können den Großen Saal, das Orpheum Extra als kleinen Saal oder das gesamte Haus mieten. Für Besucherinnen und Besucher sind das Orpheum-Kartenbüro, die Tages- bzw. Abendkasse, Garderoben, Gastronomieangebote, barrierefreie Zugänge und die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wichtige Servicepunkte.