by | Mai 9, 2026
Unter der Kapuzinerkirche und dem Kloster des Kapuzinerordens befindet sich mit der Kaisergruft Wien eine der wichtigsten historischen Grabstätten Österreichs. Seit 1618 dient die Kapuzinergruft als Familiengrablege der Habsburger und ist ein Denkmal imperialer Macht ebenso wie ein Ort der Vergänglichkeit und des Glaubens. Besucherinnen und Besucher gehen durch 400 Jahre österreichischer und europäischer Geschichte, vom Dreißigjährigen Krieg über Revolutionen bis zu frühen Ideen eines vereinten Europa. Die Grufträume wurden über mehrere Jahrhunderte erweitert und umfassen heute zehn Grüfte mit Sarkophagen, Urnen und Grabdenkmälern. Auf den Särgen verweisen Symbole der Macht auf den imperialen Anspruch der Dynastie, während Motive der Vergänglichkeit und des Glaubens persönliche Frömmigkeit zeigen. Heute ruhen die sterblichen Überreste von 150 Habsburger-Persönlichkeiten in der Kaisergruft, darunter 12 Kaiser sowie 22 Kaiserinnen und Königinnen. Regelmäßige Führungen und Sonderführungen vertiefen die Geschichte der Grabstätte und der bestatteten Personen.
by | Mai 9, 2026
Das WestLicht Kameramuseum ist Teil von WestLicht. Schauplatz für Fotografie im 7. Wiener Gemeindebezirk. Die permanente Kameraausstellung präsentiert rund 360 historisch und technisch bedeutende Apparate aus privaten Leihgaben und der WestLicht Sammlung. Besucher:innen verfolgen die Entwicklung der Kameratechnik in chronologischer Abfolge: von der Vorgeschichte der Fotografie mit Zeichen- und Projektionsapparaten über klassische fotografische Geräte bis zu den Anfängen der digitalen Fotografie. Als historisch wertvollstes Exponat nennt WestLicht die Susse Frères Daguerréotype, die erste kommerziell hergestellte Kamera der Welt. Weitere gezeigte Objekte sind unter anderem Trockenkollodium-Ausrüstung, Stereobetrachter und eine Metallkamera von Voigtländer & Sohn mit Zubehör. Ergänzend ermöglicht ein digitales 3-D-Kameramuseum, 100 bedeutende Entwicklungen der Fotografiegeschichte online zu entdecken. WestLicht bietet zudem wechselnde Fotoausstellungen, Führungen, Workshops, Shop und Café.
by | Mai 9, 2026
Das Kaffeemuseum Wien wurde 2003 als Teil des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums gegründet und versteht sich als Informationszentrum und Erlebnisort rund um das Kulturgut Kaffee. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der „braunen Bohne“, ihre Herkunft, ihre Verarbeitung und die vielen historischen wie gegenwärtigen Formen der Kaffeezubereitung. Zugleich vermittelt die Ausstellung Einblicke in die Wiener Kaffeehauskultur, die international bekannt ist und als immaterielles Kulturerbe gilt.
Die Sammlung umfasst Kaffeemaschinen, Kaffeemühlen und Zubehör aus mehreren Jahrhunderten sowie Objekte aus verschiedenen Kulturkreisen. Dadurch wird sichtbar, wie vielfältig Kaffee zubereitet, serviert und gesellschaftlich genutzt wurde. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Ernte bis zur Tasse und verbindet technische, kulturgeschichtliche und alltagsgeschichtliche Aspekte. Besucher:innen können erfahren, welche Rolle das Wiener Kaffeehaus als Treffpunkt, Kommunikationsort, Ruhepol und sozialer Raum in der Stadt spielt.
Kuratiert und betreut wird das Kaffeemuseum von Karl Schilling, der als Kaffee-Enthusiast und Liebhaber der Wiener Kaffeehauskultur beschrieben wird. Für Gruppen werden Führungen mit einem „Kaffee-Erlebnis“ in charmantem Kaffeehausambiente angeboten. Diese Führungen sind ab 10 Personen, Montag bis Freitag und nur nach Vereinbarung möglich; dafür sollte man etwa 90 Minuten einplanen. Für Schulklassen und Studierende gibt es nach Vereinbarung spezielle Führungen.
Das Museum ist im Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum untergebracht; Eingang ist in der Vogelsanggasse 36 im 5. Bezirk. Es gelten die Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums. Für Einzelbesucher:innen ist Montag bis Freitag von 09:00 bis 14:00 Uhr geöffnet, am Mittwoch zusätzlich bis 20:00 Uhr. Letzter Einlass ist 30 Minuten vor Schließung. Während der Wiener Schulferien und an Feiertagen ist geschlossen.
by | Mai 9, 2026
Das Wiener Kriminalmuseum befindet sich im historischen Seifensiederhaus in der Leopoldstadt und ist mit dem traditionsreichen Museum der Bundespolizeidirektion Wien, dem ehemaligen k.k. Polizeimuseum, verbunden. In zwanzig Räumen erschließt die Ausstellung die Geschichte von Justiz, Polizeiwesen und Kriminalität vom späten Mittelalter bis in die Neuzeit. Der Rundgang beleuchtet unter anderem mittelalterlichen Strafvollzug, öffentliche Hinrichtungen, bekannte Wiener Kriminalfälle, die Ermordung des Kriegsministers Latour, das Attentat auf den jungen Kaiser Franz Joseph, die Gründung der Sicherheitswache, Anarchistenterror sowie Fälle wie Hugo Schenk, Adolf Hofrichter oder Josefine Luner. Das Museum ist in einem der ältesten Häuser der Leopoldstadt untergebracht; das Gebäude wurde nachweislich lange vor 1685 errichtet und nach schwerer Beschädigung während der zweiten Wiener Türkenbelagerung wiederhergestellt. Neben dem regulären Museumsbesuch bietet das Haus Audioguides, Führungen, Themenführungen, Stadtführungs-Kooperationen und eine Rätselrallye an.
by | Mai 9, 2026
Gegenüber der Secession präsentiert das Johann Strauss Museum – New Dimensions eine immersive Dauerausstellung über Johann Strauss II. und die Welt des Wiener Walzers. Anlässlich des Strauss-Jahres 2025 wurde dem Komponisten, der auf der offiziellen Website als erster Popstar der Weltgeschichte bezeichnet wird, ein modernes Ausstellungserlebnis in der Wiener Innenstadt gewidmet. Die Schau versteht sich nicht nur als Rückblick, sondern als Erlebnisraum, in dem Gäste Strauss’ Leben, Werk und kreative Dimensionen sehen, hören und fühlen können. Die Ausstellung ist in sieben Akte gegliedert: von der Einführung und dem Thema Walzer über den jungen Strauss, seinen Aufstieg, Bühnenwerke und Partner bis zur Gegenwart und zum „Multidimensional Waltz“ als Finale. Ein zentrales Element ist die „Silent Exhibition“ mit motion-sensitiven Kopfhörern und einem ortsbasierten 3D-Soundsystem, das in acht Sprachen verfügbar ist. Interaktive Stationen laden dazu ein, selbst als Komponist, Musikerin oder Tänzer aktiv zu werden. Die Musik stammt überwiegend von Schönbrunn Palace Concerts und wird vom Schönbrunner Schlossorchester eingespielt. Der Besuch dauert rund 75 Minuten und eignet sich für Erwachsene, Familien, Schulgruppen, Musikinteressierte und Wien-Besucherinnen und -Besucher.