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Wiener Gold- und Silberschmiedemuseum

Im Wiener Gold- und Silberschmiedemuseum steht die Handwerkskultur der Edelmetallverarbeitung im Mittelpunkt. Das Sondermuseum der Wiener Bezirksmuseen dokumentiert historische und gegenwärtige Entwicklungen in der Gold- und Silberschmiede und zeigt, wie Schmuck als materielle Kultur zeitlich, räumlich und gesellschaftlich geprägt ist. Thematisiert werden nachhaltige Veränderungen in der österreichischen Schmucklandschaft, die durch wirtschaftspolitische und gesellschaftliche Prozesse beeinflusst wurden.

Die Sammlung umfasst zahlreiche Exponate, mit denen einzelne Arbeitsweisen und Berufe im Schmuckbereich anschaulich vorgestellt werden. Besucher:innen sehen unter anderem Zeitdokumente einer Wiener-Werkstätte-Absolventin und ersten Silberschmiedemeisterin, Jugendstil- und Art-Déco-Entwurfszeichnungen, einen Goldschmiedetisch aus der Zeit um 1900, historische Fotografien aus der handwerklichen Lebenswelt sowie Beispiele der Schmuckentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert. Ergänzt wird die Präsentation durch Gerätschaften zur Erzeugung von Schmuck und Edelmetallgegenständen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den vielen handwerklichen Arbeitsschritten, die für Gold- und Silberwerkstücke notwendig sind. Die Ausstellung macht die Vielfalt der beteiligten Berufe sichtbar, darunter Schmuckdesigner:in, Goldschmied:in, Edelsteinfasser:in, Graveur:in, Ziseleur:in, Emailleur:in, Silberschmied:in, Korpuswaren-Erzeuger:in, Besteckmacher:in, Edelmetall-Gießer:in und Dosenmacher:in. Damit vermittelt das Museum nicht nur Objektgeschichte, sondern auch Wissen über Herstellung, Gestaltung und handwerkliche Spezialisierung.

Das Museum befindet sich in der Nußdorfer Straße 3 im 9. Wiener Gemeindebezirk. Die reguläre Öffnungszeit ist Mittwoch von 13:00 bis 16:00 Uhr; laut Bezirksmuseum ist das Museum in Schulferien und an Feiertagen geschlossen. Führungen und Besuche nach Vereinbarung sind möglich. Der Eintritt in die Wiener Bezirksmuseen ist frei.

Waldmüllerpark

Der Waldmüllerpark liegt im 10. Bezirk Favoriten und umfasst laut Stadt Wien rund 39.215 Quadratmeter. Die heutige Parkanlage wurde 1923 unter Bürgermeister Jakob Reumann auf dem Gelände des ehemaligen katholischen Matzleinsdorfer Friedhofs angelegt. An diese Vergangenheit erinnern noch eine erhaltene Friedhofsmauer, eine Steinlaube und eine Steinpergola beim Haupteingang. Besonders sehenswert ist der Gräberhain mit 100 historisch-künstlerisch wertvollen Grabmälern, der auf Anfrage über die Wiener Stadtgärten besichtigt werden kann. Der ehemalige Friedhof wurde 1784 auf Befehl Kaiser Josephs II. errichtet, im Jahr darauf geweiht und 1879 für Begräbnisse gesperrt. Unter den dort bestatteten Persönlichkeiten waren Ferdinand Georg Waldmüller, Josef Staudigl, Johann van Beethoven und Johann Nepomuk Ender. Heute stehen im Park Spielplätze mit Sandspielmöglichkeiten, Seilbahn, Rutschen, Schaukeln, Wippen und Reck sowie Ballspielplätze für Fußball, Basketball und Beachvolleyball und Tischtennis-Tische zur Verfügung. Für Hunde gilt im Park Hundeverbot; eine eigene Hundezone ist vorhanden.

Haus des Meeres – Aqua Terra Zoo

Mitten in Wien befindet sich das Haus des Meeres – Aqua Terra Zoo in einem ehemaligen Flakturm im Esterházypark. Seit 1957 wurde das Haus laufend erweitert und präsentiert heute auf 11 Geschoßebenen und rund 5.000 Quadratmetern eine vielfältige Tierwelt mit über 10.000 Tieren aus etwa 600 Arten. Zu sehen sind unter anderem Haie, Rochen, Meeresschildkröten, Krokodile, Echsen, Schlangen, Süß- und Salzwasserfische, Vögel, Flughunde, verschiedene Äffchen und Insekten. Der Zoo versteht sich als Bildungseinrichtung und vermittelt biologische, ökologische und ethische Zusammenhänge rund um Tierwelt, Natur- und Artenschutz. Neben Aquarien und Terrarien zählen Tropenhaus, Brandungsriff, Krokipark, Australien-Rundgang, Meeresschutzausstellung, Fütterungen und besondere Tier-Erlebnisse zum Angebot. Fachkundige Guides bieten Führungen für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie weitere Formate nach Vereinbarung an. Für den individuellen Besuch stehen Besucherinformationen, Ebenenplan und die digitale GuideMe-App zur Verfügung. Im Haus befinden sich außerdem Café Sharky, ein Zoo-Shop und das Rooftop-Restaurant 360° OCEAN SKY mit Aussicht über Wien. Das Haus des Meeres ist täglich bis 20:00 Uhr geöffnet, der letzte Einlass ist um 19:30 Uhr.

Heidi Horten Collection

In der Hanuschgasse 3 im Zentrum Wiens zeigt die Heidi Horten Collection eine international ausgerichtete Privatsammlung mit musealem Charakter. Heidi Goëss-Horten begann nach dem Tod ihres ersten Ehemannes Helmut Horten 1987 mit dem Aufbau einer Kunstsammlung, die sich über Jahrzehnte zu einem Bestand von mehreren Hundert Gemälden, Skulpturen und Grafiken entwickelte. Heute bietet die Sammlung einen Überblick über Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, von der Wende zum 20. Jahrhundert über die Klassische Moderne bis zu zeitgenössischen Positionen. Schwerpunkte liegen auf Kunst aus Wien um 1900, deutschem und internationalem Expressionismus, Arte Povera, europäischer Nachkriegskunst und Pop-Art. Vertreten sind unter anderem Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Klee, René Magritte, Fernand Léger, Niki de Saint Phalle, Egon Schiele, Yves Klein, Francis Bacon, Georg Baselitz, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Damien Hirst, Sigmar Polke und Gerhard Richter. Das Museum wurde 2022 eröffnet und dient laut Mission Statement der langfristigen Erhaltung und öffentlichen Präsentation der Sammlung Heidi Goëss-Hortens. Neben Ausstellungen zählen Kunstvermittlung, Forschung, Provenienzforschung, Dokumentation und die kritische historische Aufarbeitung zum Selbstverständnis des Hauses. Durch die zentrale Lage nahe Oper, Burggarten und Albertina ist das Museum gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Museum HochQuellenWasser Wildalpen

Das Museum HochQuellenWasser Wildalpen ist der II. Wiener Hochquellenleitung, ihren Erbauern und der Wasserversorgung der Stadt Wien gewidmet. Der Museumsrundgang umfasst die Sammlungsräume 1 bis 9 sowie weitere Bereiche wie Wagnerhaus, Heimatmuseum und Pfarrmuseum. Besucherinnen und Besucher erleben im nachgebauten Stollenprofil die Bedingungen im Inneren der Hochquellenleitung, erfahren multimedial mehr über Geologie und Entwässerungsfunktion des Hochschwabs und erhalten Einblicke in Quellenschutz, Wasserqualität und Wasserqualitätsmanagement. Weitere Räume behandeln die heutige Wiener Wasserversorgung, technische Bauteile der Hochquellenleitungen, historische Fotos, Baugeschichte und Vermessungstechnik. Zu den besonderen Exponaten zählen ein Kristallkelch, aus dem Kaiser Franz Joseph I. bei der Eröffnung der II. Hochquellenleitung am 2. Dezember 1910 Hochschwabwasser getrunken hat, sowie historische Geräte und Darstellungen zur Leitungstechnik. Eine interaktive Mediathek und filmische Angebote richten sich an Erwachsene und Kinder. Der Museumsbereich HochQuellenWasser und die Ausstellung Wasser-Wald-Wild(nis) sind barrierefrei zugänglich.