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Vereinsmuseum des Wiener Männergesang-Vereins

Das Vereinsmuseum des Wiener Männergesang-Vereins befindet sich am Vereinssitz in der Bösendorferstraße 12, Hochparterre, Dumba-Saal, in Wien. Es bewahrt große und kleine Kostbarkeiten aus der langen Vereinsgeschichte des Wiener Männergesang-Vereins, der 1843 gegründet wurde und zu den traditionsreichen musikalischen Institutionen Wiens zählt. Der Fundus umfasst Erinnerungsstücke, Ehrengeschenke, Urkunden, Briefe, Devotionalien und wertvolle Zeugnisse der Chor- und Musikgeschichte. Aus dieser Sammlung erfolgen immer wieder Leihgaben an Ausstellungen oder zu besonderen Anlässen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Handschriftensammlung: Darunter befinden sich originale Kompositionen und Schriftstücke von Komponisten, die dem Verein verbunden waren oder ihm Werke widmeten, etwa Johann Strauss, Richard Wagner und Anton Bruckner. Als Prunkstück nennt der Verein die originale Partitur des Donauwalzers von Johann Strauss, der für den Wiener Männergesang-Verein komponiert wurde. Zu den weiteren bedeutenden Stücken zählen ein Prachtbanner als Geschenk Kaiser Franz Josephs I. nach Entwurf von Theophil Hansen, das Ölgemälde „Schubertiade“ von Julius Schmid, Silbergeschirr aus Anlass der Amerikareise 1907, Ölbilder von Christian Ludwig Attersee, der Nürnberger Becher als Ehrenpreis des Sängerfestes 1861 sowie Devotionalien wie eine Haarlocke Beethovens, die Totenmaske Bruckners und der Sargschlüssel Franz Schuberts. Führungen durch das Museum werden nach Anfrage angeboten.

Kunstraum Niederoesterreich

Der Kunstraum Niederoesterreich ist ein Ort für zeitgenössische Kunst in Wien und befindet sich in der Herrengasse 13 im Innenhof des Palais Niederösterreich. Das Programm umfasst Ausstellungen, Performances und diskursive Formate und präsentiert sowohl aufstrebende, in Österreich lebende Künstler*innen als auch internationale künstlerische Positionen. Seit der Gründung im Jahr 2005 bildet die Auseinandersetzung mit zeitbasierten Medien einen Schwerpunkt, besonders mit Performance im Kontext der bildenden Kunst. Eine zentrale Rolle spielt der jährlich vergebene H13 Niederösterreich Preis für Performance, der laut Kunstraum als bislang einziger Performancepreis Österreichs hervorgehoben wird. Durch den kostenfreien Zugang zu Ausstellungen und Veranstaltungen sowie ein Vermittlungsprogramm richtet sich der Kunstraum an unterschiedliche Besucher*innengruppen. Der Standort ist öffentlich sehr gut erreichbar, nur wenige Gehminuten von der U3-Station Herrengasse entfernt und barrierefrei zugänglich.

Künstlerhaus Wien

Am Karlsplatz steht das Künstlerhaus Wien für eine Verbindung aus historischem Ausstellungsort, lebendiger Künstlervereinigung und zeitgenössischem Kunstprogramm. Der Name bezeichnet sowohl das Vereins- und Ausstellungshaus als auch die Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs, die hier ihren Sitz hat. Die Vereinigung besteht seit 1861 und ist der älteste noch bestehende Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern in Österreich; das 1868 errichtete Gebäude zählt zu den frühesten von einer Künstlervereinigung geschaffenen Vereinsgebäuden im deutschsprachigen Raum. Heute versteht sich die Künstlerhaus Vereinigung als unabhängige, solidarisch handelnde, interdisziplinäre und international wirkende Plattform. Sie fördert Produktion, Austausch und Vermittlung zeitgenössischer Kunst, entwickelt Ausstellungen und Programme mit künstlerischen Communities und Kooperationspartnern und reflektiert gesellschaftliche Entwicklungen. Besucherinnen und Besucher erleben wechselnde Ausstellungen, Veranstaltungen, Kunstvermittlung, Workshops, Angebote für Erwachsene, Familien, Kinder, Schulen und Kindergärten sowie barrierefreie Vermittlungsformate. Das Haus liegt zentral am Karlsplatz und ist mit U-Bahn, Straßenbahn, Badner Bahn und Bus gut erreichbar.

STRABAG ART

In der Donau-City-Straße 9 in Wien präsentiert STRABAG ART zeitgenössische Kunst an mehreren Orten innerhalb der STRABAG-Zentrale. Die Initiative entstand aus dem Anliegen, Kunst in den Arbeitsalltag zu bringen; 1994 wurde erstmals ein Kunstpreis zur Förderung junger österreichischer Künstler:innen ausgeschrieben. Mit der Eröffnung des STRABAG Hauses in Wien im Jahr 2004 zog das Kunstforum in die Hauptstadt, die Sammlung erhielt dort ein neues Umfeld, und das Erdgeschoß wurde zur Heimat des Gironcoli-Kristall mit einer permanenten Installation aus neun monumentalen Skulpturen von Bruno Gironcoli. Seit Juni 2024 ist die STRABAG ART Site der zentrale Ausstellungsraum: ein neu gestalteter Ort mit verspiegelten Raumteilern, moderner Beleuchtung und technischer Ausstattung. Dort werden raumgreifende Skulpturen und Arbeiten auf Papier von Gironcoli dauerhaft gezeigt. Ergänzend umfasst das Programm Einzelausstellungen von STRABAG ART Award-Preisträger:innen sowie kuratierte Einzel- und Gruppenausstellungen aus der Sammlung. Alle Ausstellungen stehen laut offizieller Website STRABAG-Mitarbeitenden, Geschäftspartner:innen und externen Besucher:innen offen; für Ausstellungsbesuche inklusive Führung ist eine Anmeldung über das Kalender-Tool oder per E-Mail erforderlich. Die frühere STRABAG ART Lounge auf dem Dach des STRABAG Hauses ist seit September 2024 Teil des Unternehmensrestaurants, zeigt aber weiterhin ausgewählte Werke aus der STRABAG ART Collection in wechselnden Präsentationen.

Planetarium Wien

Das Planetarium Wien liegt am Oswald-Thomas-Platz 1 im Wiener Prater, gleich neben dem Riesenrad. Als Einrichtung der Wiener Volkshochschulen vermittelt es Astronomie und Naturwissenschaften anschaulich für Kinder, Familien, Schulklassen und Erwachsene. Im Kuppelsaal werden ein künstlicher Sternenhimmel, Fulldome-Produktionen, Multimediashows und Live-Vermittlung gezeigt. Zum Angebot zählen unter anderem Programme wie „Mission Weltall“, „Solaris“, „EXO:Aliens“, „Black Hole“, Kinderformate, Science-Vorträge, Webinare, Kursabende, Backstage-Führungen sowie Angebote für Schulen und Kindergärten. Ergänzend betreuen die Wiener Volkshochschulen auch die Kuffner Sternwarte und die Urania Sternwarte; Beobachtungsformate der Urania finden während des Teleskopumbaus bis zur Wiedereröffnung im Herbst 2026 vorübergehend auf der Dachterrasse der VHS Urania statt. Das Planetarium kann auch für Privatvorführungen, Kindergeburtstage, Präsentationen und Veranstaltungen genutzt werden.