by | Mai 9, 2026
Im Herzen der Musikstadt Wien führt die Sammlung alter Musikinstrumente durch die europäische Musikgeschichte. Die Dauerausstellung ist in der Neuen Hofburg untergebracht; Besucherinnen und Besucher gelangen über das Weltmuseum Wien zur Sammlung. Präsentiert werden kostbare Instrumente des 16. Jahrhunderts, Stücke aus dem Besitz des Kaiserhauses sowie Klaviere und weitere Instrumente, die mit berühmten Persönlichkeiten der Musikgeschichte in Verbindung stehen. Die Ausstellung entfaltet sich in den ehemaligen Privatgemächern, die einst für Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I. errichtet wurden. Der Bestand lässt Klangwelten der Renaissance, der komponierenden Kaiser des Wiener Barocks, der Wiener Klassik mit Haydn, Mozart und Beethoven sowie der Romantik und späterer Epochen lebendig werden. Ergänzend verweist die Sammlung auf wissenschaftliche Arbeit, Restaurierung, technische Dokumentation, Publikationen und Konzerte, die einen vertieften Zugang zu historischen Instrumenten ermöglichen.
by | Mai 9, 2026
Der Musikverein Wien ist das traditionsreiche Konzerthaus der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und zählt zu den bedeutendsten Musikorten Europas. Das Musikvereinsgebäude am Musikvereinsplatz wurde von Theophil Hansen geplant und 1870 eröffnet. Es ist besonders durch den Großen Musikvereinssaal bekannt, der wegen seiner reichen Ausstattung auch als Goldener Saal bezeichnet wird und zu den berühmtesten Konzertsälen der Welt gehört. Im Musikverein finden Eigenveranstaltungen der Gesellschaft der Musikfreunde, Konzerte anderer Veranstalter, Abonnements, Festivals, Kinder- und Jugendprogramme sowie neue Konzertformate statt.
Das Haus ist eng mit der Wiener Musikgeschichte verbunden. Seit dem 19. Jahrhundert war der Musikverein Ort zahlreicher bedeutender Aufführungen und Uraufführungen. Persönlichkeiten wie Johannes Brahms, Anton Bruckner, Clara Schumann, Johann Strauss Sohn und Franz Liszt sind mit der Geschichte der Gesellschaft der Musikfreunde verbunden. Heute wird das Haus weiterhin als lebendiger Konzertbetrieb geführt; Besucher:innen erleben dort internationale Orchester, Solist:innen, Kammermusik, zeitgenössische Musik, Originalklang, Wort-und-Musik-Formate und weitere Programme.
Neben Konzertbesuchen sind auch Führungen möglich. Die Gesellschaft der Musikfreunde öffnet ihr geschichtsträchtiges Haus für Besichtigungen; öffentliche Führungen werden auf Deutsch und Englisch angeboten. Da der Musikverein kein Museum, sondern ein laufender Konzertbetrieb ist, können Führungen aufgrund von Proben oder technischen Umbauten verschoben oder abgesagt werden. An Sonn- und Feiertagen werden keine Führungen angeboten. Für Gruppen mit mehr als acht Personen sind Sonderführungen mit eigenem Termin vorgesehen.
Zum Musikverein gehört außerdem das Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde. Es wurde bereits mit der Einrichtung der Gesellschaft im Jahr 1812 mitbegründet und zählt heute zu den bedeutendsten Musiksammlungen der Welt. Die Bestände umfassen unter anderem rund 200.000 Musikalien, über 5.000 Musikautographe, mehr als 50.000 Grafiken, Bilder und Fotos, über 800 Musikinstrumente sowie zahlreiche Briefe, Akten und Dokumente zur Geschichte der Gesellschaft und der Musikgeschichte Wiens.
by | Mai 9, 2026
Das MuseumsQuartier Wien liegt im 7. Bezirk am Museumsplatz und verbindet historische Bausubstanz mit zeitgenössischer Architektur. Mit 114.310 Quadratmetern, 61 kulturellen Institutionen und mehr als fünf Millionen Besucher:innen jährlich zählt es laut Betreiber zu den weltweit größten Kunst- und Kulturarealen. Zum Ensemble gehören große Museen und Ausstellungshäuser wie Leopold Museum, mumok, Kunsthalle Wien, Architekturzentrum Wien und MQ Freiraum, außerdem Kinder- und Familieninstitutionen, Tanz- und Veranstaltungsorte, Kulturinitiativen, Shops, Gastronomie und öffentlich nutzbare Höfe. Das Areal ist rund um die Uhr frei zugänglich; Innenhöfe, Durchgänge und Sitzbereiche können unabhängig von Museumsbesuchen genutzt werden. Besonders prägend sind die bunten MQ Sitzmöbel, die Enzis und Enzos, sowie der MQ Haupthof als großer urbaner Treffpunkt. Im Jahresverlauf ergänzen Open-Air-Programme, MQ Sommerbühne, Winterangebote, Führungen, Workshops und temporäre Kunstinterventionen das Angebot.
by | Mai 9, 2026
Im Wiener Mechitharisten-Kloster in der Mechitaristengasse befindet sich das Museum der Mechitharisten-Kongregation. Die Mechitharisten kamen 1811 in das ehemalige Kapuzinerkloster in St. Ulrich und entwickelten den Standort zu einem bedeutenden armenisch-katholischen Kultur-, Wissenschafts- und Sammlungszentrum. Die Sammlungen dokumentieren armenische Kultur, Geschichte, Sprache, Kunst und religiöse Tradition. Laut offizieller Darstellung haben die Mechitharisten erreichbare Zeugnisse aus Armenien gesammelt und bewahrt; dazu zählen unter anderem Handschriften, gedruckte Werke, Zeitschriften, Münzen, Textilien, Teppiche, Kunstobjekte und Objekte aus dem klösterlichen Umfeld. Die umfangreiche Münzsammlung umfasst rund 20.000 Stück, darunter etwa 5.000 armenische Münzen. Ergänzend gelten Bibliothek und Archiv des Klosters als bedeutende Bestände zur Armenologie. Das Museum wird üblicherweise im Rahmen von Führungen oder nach Voranmeldung besucht; dabei können je nach Führung auch Kirche, Bibliothek und Klostergeschichte einbezogen werden.
by | Mai 9, 2026
Am Floridsdorfer Markt gibt das Marktamtsmuseum der Stadt Wien Einblick in die Geschichte der Wiener Märkte und des Marktamts. Schon Ende des 19. Jahrhunderts präsentierten damals noch uniformierte Marktamtsmitarbeiter Lebensmittelfälschungen oder beanstandete Ware. Heute können Interessierte historische Exponate aus dem Arbeitsalltag des Marktamts neben modernen Werkzeugen der Lebensmittelaufsicht besichtigen. Die Ausstellung zeigt, wie eng Märkte, Standler*innen, Marktamt-Mitarbeiter*innen und Marktbesucher*innen mit der Wiener Stadtgeschichte verbunden sind. In 8 Räumen werden rund 2.200 Exponate aus unterschiedlichen Epochen präsentiert. Zu sehen sind unter anderem historische Fotos, Werkzeuge, Lebensmittelmodelle, gefährliche Gebrauchsgegenstände, Waagen aus dem 19. Jahrhundert, ein Preisberichtebuch aus dem Jahr 1848, die historische Bibliothek des Marktamtes sowie aktuelle Geräte der Lebensmittelkontrolle. Die Räume behandeln die Geschichte bis 1913, die Entwicklung von 1914 bis 1955 einschließlich der Zeit des Nationalsozialismus und die jüngere Vergangenheit bis zur Gegenwart. Neben Führungen für Gruppen gibt es spezielle Angebote für Kinder und Schulklassen, etwa eine Rätselrallye durch das Museum. Das Museum wurde 2012 nach mehr als 40 Jahren am Standort Floridsdorfer Markt wiedereröffnet und seither mehrfach erweitert.