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Palais Liechtenstein

Bei Palais Liechtenstein können Besucherinnen und Besucher zwei außergewöhnliche historische Orte in Wien erleben: das Gartenpalais Liechtenstein im 9. Bezirk und das Stadtpalais Liechtenstein in der Wiener Innenstadt. Beide Palais wurden vor über 300 Jahren von der fürstlichen Familie Liechtenstein erbaut und sind eng mit der Geschichte Wiens verbunden. Die Fürstlichen Sammlungen zählen zu den bedeutenden privaten Kunstsammlungen der Welt und umfassen Hauptwerke europäischer Kunst aus fünf Jahrhunderten. Im Gartenpalais werden Meisterwerke von der Frührenaissance bis zum Hochbarock gezeigt, darunter Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Bronzen, Pietra-Dura-Arbeiten, Möbel, Porzellan und Tapisserien. Das Stadtpalais gilt als erstes bedeutendes Bauwerk des Hochbarocks in Wien und verbindet barocke Stuckdecken, üppiges Neo-Rokoko-Interieur, Originalmöblierung und Parkettböden von Michael Thonet. Dort sind Gemälde und Möbel aus Klassizismus und Biedermeier zu sehen. Beide Palais sind nicht regulär frei zugänglich, sondern ausschließlich im Rahmen von Events und gebuchten Führungen zu besichtigen. Öffentliche Führungen finden an ausgewählten Terminen statt, private Gruppenführungen können angefragt werden.

Palais Pálffy

Am Josefsplatz, direkt im Zentrum Wiens, befindet sich das Palais Pálffy. Die heutige Bezeichnung geht auf die Fürstenfamilie Pálffy zurück, die das Palais im 17. Jahrhundert besaß. Die offizielle Website verweist auf eine besondere Musikgeschichte: Wolfgang Amadé Mozart musizierte hier schon als Kind, später soll sein „Figaro“ in den Räumen privat erstmals aufgeführt worden sein. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg prägten Wiederaufbau und Neuerungen das heutige Erscheinungsbild: außen ein Stück altes Wien, innen ein Stil-Mix aus Klassizismus, 20. Jahrhundert und zeitgenössischem Design. Die Räume im ersten Stock werden heute für Kulturveranstaltungen, Konzerte, Tanzkurse, Workshops, Empfänge, Konferenzen, Tagungen, Hochzeiten, Ausstellungen, Messen, Weihnachtsfeiern und Bälle genutzt. Zu den Räumen zählen Figaro-Saal I, Figaro-Saal II und Haydn Salon. Die gesamte Location umfasst laut WienTourismus 305 m² und bietet je nach Setting Platz für bis zu 310 Personen. Die zentrale Lage nahe Hofburg und Nationalbibliothek ist mit U-Bahn, Straßenbahn und Bus gut erreichbar.

Otto Wagner Kirche am Steinhof

Die Otto Wagner Kirche am Steinhof befindet sich auf der Baumgartner Höhe im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing. Sie steht auf dem höchsten Punkt der weitläufigen Anlage eines psychiatrischen Spitals aus dem frühen 20. Jahrhundert und zählt zu den bedeutendsten Bauten Wiens. Der Kirchenbau, auch Kirche St. Leopold genannt, gilt als erste moderne Kirche Europas und ist ein Hauptwerk der Wiener Moderne. Otto Wagner bezog sich bei der Konzeption auf europäische Architekturgeschichte von Byzanz über das Wiener Barock bis zum Klassizismus, entwickelte jedoch eine eigenständige, moderne Formensprache. Die mit Marmorplatten verkleidete Fassade steht für eine sparsame und hygienische Architektur. Auch im Inneren wurde die Gestaltung auf die Bedürfnisse der Patient:innen einer medizinischen Anstalt abgestimmt. Künstlerische Höhepunkte sind der weite, helle Kirchenraum, die goldene Kuppel, die Glasmosaikfenster von Koloman Moser und die von Otto Wagner und seinem Atelier entworfene Einrichtung. Das Ensemble bildet einen einzigartigen Ort der Wiener Architektur- und Kulturgeschichte und wird als Standort des Wien Museums besucht.

OstLicht. Galerie für Fotografie

In der Brotfabrik Wien widmet sich OstLicht. Galerie für Fotografie dem Medium Fotografie in historischer, künstlerischer und sammlerischer Breite. Die Galerie wurde 2012 in den Räumlichkeiten der ehemaligen Anker Brotfabrik gegründet und hat sich als spezialisierte österreichische Fotogalerie etabliert. Auf rund 400 m² Ausstellungsfläche wurden umfassende Retrospektiven, Einzelausstellungen und konzeptionelle Gruppenausstellungen gezeigt, darunter Positionen internationaler und österreichischer Fotografie. OstLicht vertritt zeitgenössische und aufstrebende Fotograf:innen, nimmt regelmäßig an internationalen Fotokunstmessen teil und ist mit Shop, Photo Auction und der OstLicht Collection verbunden. Die Sammlung befindet sich seit 2015 im Depot für Fotografie in der Brotfabrik und umfasst mehr als 120.000 Fotografien. Sie deckt die Geschichte des Mediums von frühen Verfahren des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart ab, mit Schwerpunkten wie Daguerreotypien, Reise- und Pressefotografie, Kriegsfotografie, Filmfotografie, Nachkriegs-Fotojournalismus, Weltraumfotografie, kubanischer Fotografie, Polaroid sowie österreichischer Fotografie. Dazu zählen unter anderem frühe Stadt- und Landschaftsansichten, Studiofotografie der Zwischenkriegszeit, Wiener Aktionismus sowie Nachlässe und Werkgruppen österreichischer Fotograf:innen. Besuche der Sammlung sind nach Terminvereinbarung möglich. Die Galerie selbst ist laut aktueller offizieller Website derzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Österreichische Nationalbibliothek

Die Österreichische Nationalbibliothek ist die größte Bibliothek des Landes und verbindet Forschung, Sammlung, Vermittlung und Museumserlebnis an mehreren Standorten in der Wiener Innenstadt. Der zentrale historische Standort befindet sich am Josefsplatz in der Hofburg. Für Besucherinnen und Besucher besonders bekannt ist der Prunksaal, einer der schönsten historischen Bibliothekssäle der Welt, in dem rund 200.000 Bücher verwahrt werden, darunter die Privatbibliothek Prinz Eugens. Neben dem Bibliotheksbetrieb mit Lesesälen und Spezialsammlungen bietet die Österreichische Nationalbibliothek ein umfangreiches museales Angebot: Prunksaal, Literaturmuseum, Papyrusmuseum, Globenmuseum, Esperantomuseum und Haus der Geschichte Österreich präsentieren Dauer- und Sonderausstellungen zu Kultur-, Literatur-, Wissens- und Sammlungsgeschichte. Als nationale Bibliothek erhält die Institution auf gesetzlicher Grundlage Belegexemplare österreichischer Publikationen und betreut bedeutende Bestände, darunter Handschriften, alte Drucke, Karten, Papyri, Musik, grafische Sammlungen und digitale Angebote. Für Ausflugs- und Kulturbesuche eignet sich die Österreichische Nationalbibliothek besonders durch die zentrale Lage, die historischen Räume, Führungen, Ausstellungen und vielfältige Vermittlungsangebote.