by | Mai 9, 2026
Bei der Führung durch das Wiener Rathaus erhalten Besucher*innen Einblicke in eines der bekanntesten Bauwerke der Wiener Ringstraße und in den repräsentativen Sitz der Stadt Wien. Das Rathaus wurde von Friedrich Schmidt geplant und zwischen 1872 und 1883 errichtet. Mit seiner neugotischen Architektur, dem markanten Hauptturm, dem Rathausmann und den prunkvollen Innenräumen zählt es zu den eindrucksvollsten Wahrzeichen der Stadt.
Die Stadtinformation lädt interessierte Wiener*innen und Gäste zu kostenlosen öffentlichen Führungen ein. Treffpunkt ist die Stadtinformation im Rathaus, Eingang Friedrich-Schmidt-Platz 1. Öffentliche Führungen finden Montag, Mittwoch und Freitag jeweils um 13:00 Uhr statt. An Sitzungstagen, gesetzlichen Feiertagen, am Karfreitag, am 24. und 31. Dezember sowie bei Großveranstaltungen werden keine Führungen angeboten. Die Führung wird auf Deutsch abgehalten; für Gäste stehen kostenlose Audioguides in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch zur Verfügung. Für den Audioguide muss ein Lichtbildausweis hinterlegt werden. Für die Teilnahme an der öffentlichen Rathausführung ist eine Online-Anmeldung erforderlich.
Für Gruppen ab 10 Personen können eigene Gruppenführungen vereinbart werden. Der gewünschte Termin kann Montag bis Freitag im Zeitraum zwischen 08:00 und 14:00 Uhr gewählt werden. Gruppen müssen sich mindestens vier Wochen vor dem gewünschten Termin telefonisch, schriftlich oder persönlich bei der Stadtinformation anmelden.
Ergänzend zur Führung vor Ort bietet die Stadt Wien kostenlose virtuelle Rathausführungen an. Dabei kann das Rathaus jederzeit online in einem digitalen 3D-Rundgang erkundet werden. Die virtuelle Tour zeigt auch Bereiche, die bei der regulären Führung zu Fuß nicht besichtigt werden, etwa den Roten Salon oder den Rathausturm. Die virtuellen Angebote sind auf Deutsch und Englisch verfügbar und können selbstständig oder als geführte Tour mit Audio-Guide genutzt werden.
by | Mai 9, 2026
Das Wiener Phonomuseum ist ein Sondermuseum der Wiener Bezirksmuseen und widmet sich der Entwicklung von Tonaufzeichnung und Tonwiedergabe. Auf fast 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche führt die Dauerausstellung „Edisons Erbe“ von den ersten Versuchen der Schallaufzeichnung über Phonographen und Grammophone bis zur Schellackplatte, zur High-Fidelity-Stereophonie und zur digitalen Gegenwart. Der Sammlungsbestand umfasst mehr als 1.000 Exponate; rund 300 Ausstellungsstücke werden im Museum präsentiert und können zu einem großen Teil in Betrieb genommen und vorgeführt werden. Zu den besonderen Objekten zählen Zinnfolien-Phonographen, ein Edison Class-M Phonograph um 1888, ein Edison Peerless Motor Phonograph von 1894, Phonographenwalzen, Grammophone, Radios und mechanische Musikgeräte. Das Museum entstand aus dem „Verein der Tonbandfreunde“, wurde 1983 in der Mollardgasse eingerichtet und eröffnete seine erste Ausstellung 1987. Durch die Sammlungen Fritscher und Krapfenbauer entstand eine der großen europäischen Sammlungen zu Phonographen und Grammophonen.
by | Mai 9, 2026
Im Otto Wagner Areal in Wien-Penzing schafft das QUEER MUSEUM VIENNA einen Raum für queere Kunst, Kultur und gemeinschaftliche Auseinandersetzung. Das selbstorganisierte, gemeinnützige Kollektiv wurde Anfang 2020 gegründet und versteht Kunst als Praxis von Widerstand und Neu-Erfindung. Ziel ist ein offener, inklusiver Ort, an dem queere Narrative sichtbar werden, marginalisierte künstlerische Positionen eine Bühne erhalten und Besucherinnen und Besucher aktiv in Austausch treten können. Das Museum arbeitet mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Archivarbeit und Vermittlungsformaten und versteht sich als flexible Institution, die sich kontinuierlich verändert. Der aktuelle Standort liegt im Otto Wagner Areal, C-Gebäude der ehemaligen Direktion, Stiege 2, direkt hinter dem Haupttor. Die Ausstellung „Imagining Queer Utopia“ läuft von 26. Februar bis 21. Juni 2026 und untersucht fluide Selbstbilder, wandelnde Begehren, Ökologie und queere Utopien anhand internationaler künstlerischer Positionen. Das Museum ist Donnerstag bis Sonntag von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet; zusätzliche Öffnungszeiten für Gruppen sind auf Anfrage möglich.
by | Mai 9, 2026
Im Allianz Stadion in Wien-Hütteldorf macht das Rapideum die Geschichte des SK Rapid erlebbar. Nur wenige Schritte neben der Spielerkabine gelegen, präsentiert das Vereinsmuseum auf 165 m² Erinnerungsstücke aus mehr als einem Jahrhundert Klubgeschichte. Der Bogen reicht von der Gründung des 1. Wiener Arbeiter Fußball-Clubs im Jahr 1897 bis in die Gegenwart.
Die Ausstellung verbindet klassische Museumspräsentation mit interaktiven Elementen. Zu sehen sind 31 Vitrinen, vier Video-Stationen, zwei originalgetreue Stadionmodelle sowie 59 versteckte Laden und Kästen, die zum Entdecken einladen. Die inhaltliche Gliederung orientiert sich am Motto „Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.“ und behandelt Orte des Zusammenkommens, die Bedeutung der Fans, den Mythos Rapid-Viertelstunde, besondere Spielerpersönlichkeiten, Trophäen und Erfolge.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufarbeitung der Rapid-Geschichte zwischen 1938 und 1945. Dabei werden sportliche Erfolge nicht isoliert dargestellt, sondern in den historischen Kontext des Nationalsozialismus eingeordnet. Das Museum thematisiert Täter, Mitläufer, Widerständler und Opfer aus den Reihen des SK Rapid ohne Tabu.
Das Rapideum kann zu regulären Öffnungszeiten ohne Vorabbuchung besucht werden. Zusätzlich bietet der SK Rapid offene Kombi-Führungen durch Rapideum und Stadion, Gruppenführungen, Kinder- und Schulführungen, Spezialführungen sowie demenzfreundliche Führungen auf Anfrage an.
by | Mai 9, 2026
Im Österreichischen Pharma- und Drogistenmuseum in Wien-Alsergrund wird ein heute selten gewordenes Berufs- und Handelsfeld museal bewahrt. Das Museum befindet sich im Österreichischen Drogistenhaus in der Währinger Straße 14 und widmet sich der Geschichte der Drogerie, der Pharmazie und des Drogistenberufs. Zweck der Sammlung war es laut Museumsdarstellung, die Entwicklung der Drogerie und das Berufsbild des Drogisten zu dokumentieren und den Berufsnachwuchs beim Lernen zu unterstützen. Heute bietet das Museum einen Einblick in historische Warenkunde, frühere Heil- und Pflegeprodukte, chemische Substanzen, Labor- und Verkaufsobjekte sowie kuriose Exponate, die den Wandel von Medizin, Haushalt, Kosmetik und Drogeriewaren nachvollziehbar machen. In Berichten und Veranstaltungsankündigungen werden etwa rund 10.000 Exponate, eine originale Drogerieeinrichtung aus dem Jahr 1908, eine besonders kleine homöopathische Taschenapotheke, historische Gefäße, Geräte und ungewöhnliche Arzneistoffe erwähnt. Der Besuch ist nur eingeschränkt möglich: Laut aktueller offizieller Museumsseite ist das Pharma- und Drogistenmuseum jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet; im Juli und August bleibt es geschlossen. Weitere Besuche und Führungen sind auf Anfrage möglich.