by | Mai 9, 2026
In der Mariannengasse 1 in Wien-Alsergrund befindet sich das weltweit erste VIKTOR FRANKL MUSEUM WIEN. An diesem Ort lebte der Neurologe und Psychiater Viktor E. Frankl, Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, bis zu seinem Tod 1997. Das Museum vermittelt Frankls Denken nicht als klassische biografische Schau, sondern als Erlebnisraum zu Sinn- und Existenzfragen. Besucherinnen und Besucher begeben sich auf eine persönliche Sinn-Tour und können zentrale Gedanken der Logotherapie im Selbstversuch kennenlernen. Die Ausstellung ist deutsch und englisch gestaltet; ein Multimedia-Guide bietet Inhalte auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Russisch. Der reguläre Museumsbesuch ist montags, freitags und samstags von 13:00 bis 18:00 Uhr möglich, der Einlass endet jeweils 30 Minuten vor Schließzeit. Führungen „Sinn(er)leben“ werden von logopädagogisch geschulten Personen durchgeführt und sind nur außerhalb der Öffnungszeiten buchbar.
by | Mai 9, 2026
Das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, kurz MUVS, befindet sich im 1. Stock am Mariahilfer Gürtel 37 in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus, nahe dem Westbahnhof. Seit 2007 widmet sich das Museum der Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Verhütung, Schwangerschaftstests und Schwangerschaftsabbruch. In drei Schauräumen werden Objekte, Modelle, Dokumente, Filme und Informationstafeln gezeigt, die einen kultur- und medizinhistorischen Überblick von frühen Methoden bis zu modernen Entwicklungen geben. Das MUVS versteht sich als Ort der Aufklärung über Fruchtbarkeit, Selbstbestimmung, reproduktive Gesundheit und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Neben dem realen Museum betreibt es umfangreiche digitale Angebote, darunter virtuelle Tour, Audioguide, Online-Führungen, Themenartikel und eine Online-Bibliothek. Die Sammlung umfasst historische und moderne Objekte zur Empfängnisverhütung, Schwangerschaftstests und zum Schwangerschaftsabbruch; zusätzlich engagiert sich das Museum in Forschung, Restaurierung, Bildungsarbeit und Projekten wie „Verhütung macht Schule“. Das MUVS ist Träger des Österreichischen Museumsgütesiegels und Mitglied beim Museumsbund Österreich.
by | Mai 9, 2026
Im barocken Palais Lobkowitz nahe der Hofburg widmet sich das Theatermuseum der Geschichte und Gegenwart der darstellenden Künste. Das Haus gehört zum KHM-Museumsverband und zählt mit seinen umfangreichen Beständen zu den bedeutenden Theatersammlungen seiner Art. Bewahrt werden Zeugnisse aus Schauspiel, Musiktheater, Tanz, Film, Figuren- und Puppentheater: Bühnenmodelle, Kostüme, Requisiten, Fotografien, Zeichnungen, Grafiken, Theaterbaupläne, Bibliotheksbestände und Archivalien. Zu den bekannten Höhepunkten zählen Gustav Klimts Gemälde „Nuda Veritas“, der Eroicasaal im Palais Lobkowitz und die Bestände rund um Richard Teschners Figurenspiegel. Das Museum entstand aus der Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, deren Wurzeln bis in die Barockzeit reichen, und wurde 1923 durch den Ankauf der Theater-Kollektion des Schauspielers und Burgtheaterdirektors Hugo Thimig maßgeblich erweitert. Seit 1991 befindet sich das Theatermuseum im Palais Lobkowitz. Der reguläre Ausstellungsbetrieb ist wegen Umbauarbeiten vorübergehend eingestellt; laut ergänzender Besucherinformation bleibt das Palais während dieser Phase für Veranstaltungen geöffnet, Schul- und Hortgruppen können weiterhin über die Kulturvermittlung betreut werden und die Bibliothek ist geöffnet.
by | Mai 9, 2026
Am Rabensteig 3 in der Wiener Innenstadt erinnert Die Zukunft des Erinnerns – Museum Simon Wiesenthal an Leben und Wirken Simon Wiesenthals. Das Museum ist Teil des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien und macht sichtbar, auf welchem Fundament dessen wissenschaftliche, dokumentarische und vermittelnde Arbeit steht.
Der Rundgang beginnt mit einem Kurzfilm über Lemberg im Jahr 1939, jenen Ort, an dem Simon Wiesenthal mit seiner Frau Cyla lebte und als Architekt arbeitete, bevor er von den Nationalsozialisten verfolgt wurde. Persönliche und symbolische Objekte wie Lupe, Adressbuch, Pistolenholster und Türschild des Bundes jüdischer Verfolgter des Naziregimes verweisen auf Wiesenthals akribische Recherchen, seine Netzwerke, das gefährliche Umfeld seiner Arbeit und seinen Einsatz gegen das Vergessen.
Ein weiterer Raum widmet sich ausgewählten Fällen, Wiesenthals Denken und seiner doppelten Verantwortung: gegenüber den Opfern, denen er eine Stimme geben wollte, und gegenüber kommenden Generationen, die aufgeklärt werden sollen. Filmsequenzen, Fotografien und ein Touchscreen zu NS-Verbrecherinnen und NS-Verbrechern thematisieren auch die schleppende Nachkriegsjustiz und die lange desinteressierte bis feindselige Öffentlichkeit in Österreich.
Der letzte Teil stellt gegensätzliche Sichtweisen auf Simon Wiesenthal bis in die späten 1980er-Jahre einander gegenüber und führt zur Frage nach der Zukunft des Erinnerns. Eine Leseecke, eine Installation zu den VWI-Veranstaltungen und die Vitrine „Archiv Aktuell“ verbinden die Ausstellung mit Forschung, Archiv, Bibliothek und Vermittlungsarbeit des Instituts.
by | Mai 9, 2026
Direkt neben dem Naschmarkt und nur wenige Minuten von Karlsplatz und Staatsoper entfernt befindet sich die Wiener Secession. Die Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession wurde 1897 gegründet und zählt heute weltweit zu den ältesten unabhängigen, der zeitgenössischen Kunst gewidmeten Ausstellungshäusern. Das Gebäude wurde von Joseph Maria Olbrich geplant, 1898 fertiggestellt und gilt mit seiner klaren Geometrie, der goldenen Lorbeerkuppel und dem Motto „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“ als Schlüsselwerk des Wiener Jugendstils. Das Haus verbindet ein aktuelles Ausstellungsprogramm mit einem ikonischen Bau der Moderne: Der Hauptraum, das Grafische Kabinett im Obergeschoß und die Galerie im Untergeschoß werden für wechselnde zeitgenössische Ausstellungen genutzt. Ein besonderer Fixpunkt ist Gustav Klimts Beethovenfries von 1902, der zu den Hauptwerken Klimts und zu den Höhepunkten des Wiener Jugendstils zählt. Der Fries wird dauerhaft im zweiten Untergeschoß präsentiert. Führungen finden regelmäßig samstags statt; Gruppenführungen sind nach Voranmeldung möglich.