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Österreichisches Volksliedwerk

Das Österreichische Volksliedwerk befindet sich seit 1999 in der Operngasse 6 im 1. Wiener Bezirk und versteht sich als Dachverband der Volksliedwerke der Bundesländer sowie als Zentrum für wissenschaftliche Auseinandersetzung und praktische Vermittlung musikalischer Volkskultur. Gemeinsam mit dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes beschäftigt sich die Institution mit Sammlung, Dokumentation, Forschung und Vermittlung von Volkslied, Volksmusik und Volkstanz in vergangenen und gegenwärtigen Erscheinungsformen. Der Treffpunkt Operngasse dient als Anlaufstelle, Informationsplattform, Schauraum und Veranstaltungsort. Wechselnde Präsentationen, Diskussionen, Konzerte, Workshops, offenes Singen und Vermittlungsprogramme greifen volkskulturelle Themen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Das Archiv beziehungsweise Zentralarchiv bietet Recherchemöglichkeiten zu Liedern, Musikstücken, Tänzen und Quellen; der Verbundkatalog der Volksliedarchive ermöglicht zusätzlich die Recherche in Beständen aus Österreich und Südtirol. Die Arbeit des Volksliedwerks verbindet Wissenschaft, Archiv, Erwachsenenbildung, Publikationen und lebendige Musikpraxis.

Verkehrsmuseum Remise der Wiener Linien

In der ehemaligen Remise Erdberg lädt das Verkehrsmuseum Remise der Wiener Linien zu einer interaktiven Zeitreise durch 150 Jahre Wiener Öffi-Geschichte ein. Die Ausstellung verbindet historische Fahrzeuge, moderne Vermittlung und spielerische Mitmachstationen. Besucherinnen und Besucher erleben Straßenbahnen, Busse, technische Einblicke und Themeninseln rund um den öffentlichen Verkehr in Wien. Höhepunkte sind zwei Fahrsimulatoren, bei denen man am Steuer eines 13A-Busses oder einer U-Bahn Platz nehmen kann. Ergänzend gibt es multimediale Inhalte, einen Audioguide per Smartphone, einen virtuellen Rundgang und eine Rätselrallye für Kinder und Schüler*innen. Die Remise befindet sich in einer historischen Straßenbahnremise, die um 1900 errichtet wurde und bis 1990 als Betriebsbahnhof diente. Seit 2014 präsentiert sie als modernes Museum die Geschichte des Wiener Nahverkehrs. Neben dem Museumsbetrieb dient die denkmalgeschützte Halle auch als besondere Eventlocation. Führungen für Gruppen sind nach Anmeldung möglich und dauern rund 90 Minuten.

Uhrenmuseum

Das Uhrenmuseum ist ein Standort des Wien Museums und befindet sich im historischen Harfenhaus am Schulhof 2 in der Wiener Innenstadt. In dem Alt-Wiener Innenstadthaus wird Österreichs größte Uhrensammlung präsentiert. Mehr als 700 Exponate aus aller Welt führen durch die Geschichte der Zeitmessung vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Die Sammlung umfasst Elementaruhren wie Sand-, Wasser- und Sonnenuhren, Turmuhren, Tischuhren, Taschenuhren, Armbanduhren, Bilderuhren, Kommodenstanduhren, Laterndluhren und uhrmacherische Objekte. Zu den besonderen Stücken gehören das tonnenschwere Turmuhrwerk des Stephansdoms aus dem 17. Jahrhundert und eine astronomische Kunstuhr des Mönchs David a Sancto Cajetano, die Ortszeiten, Planetenumlaufbahnen sowie Sonnen- und Mondfinsternisse anzeigen kann. Das Museum zeigt nicht nur technische Präzision und wissenschaftlichen Fortschritt, sondern auch Kunsthandwerk, Design und gesellschaftliche Veränderungen. Ein digitaler Guide ergänzt den Besuch mit Videos und Tonaufnahmen ausgewählter Objekte.

Museum in der Votivkirche

Über dem Kirchenraum der Wiener Votivkirche liegt das Museum im ehemaligen Hof- beziehungsweise Kaiseroratorium. Der hoch gelegene Ausstellungsbereich steht in direktem Dialog mit der neugotischen Kirche und eröffnet einen besonderen Blick auf Kirchenschiff und Hochaltar. Die Dauerausstellung präsentiert gotische und neogotische Meisterwerke, liturgische Prunkgeräte aus der Erbauungszeit, prunkvolle Fahnen, Originalpläne und ein Originalmodell des Kirchenbaus. Ein Schwerpunkt liegt auf den Brüdern Karl Jobst und Franz Jobst, die in der Übergangsphase vom Historismus zum Jugendstil wirkten und auch für die Ausmalung der Votivkirche tätig waren. Im Museum sind zahlreiche Kartons für Wandmalereien und verloren gegangene Glasmalereien erhalten. Herausragendes Hauptwerk ist der Antwerpener Passionsaltar aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts beziehungsweise um 1500, ein bedeutendes spätgotisches Schnitzwerk mit originaler Polychromie. Die Ausstellung wurde nach Restaurierung und Neukonzeption durch das Institut für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien am 14. Oktober 2021 neu eröffnet. Das Museum ist über eine Wendeltreppe erreichbar und nicht barrierefrei.

Virgilkapelle

Unter dem Stephansplatz verbirgt sich mit der Virgilkapelle ein besonderer Ort der Wiener Stadtgeschichte. Über eine Wendeltreppe in der U-Bahn-Station Stephansplatz gelangt man in den unterirdischen gotischen Raum, der vor über 800 Jahren entstand und zu den besterhaltenen mittelalterlichen Innenräumen Wiens zählt.

Die Kapelle lag ursprünglich im Umfeld des mittelalterlichen Stephansfreithofs und stand in Verbindung mit der darüber errichteten Maria-Magdalena-Kapelle. Nach Veränderungen am Stephansplatz und der Auflassung des Friedhofs geriet der Raum in Vergessenheit. Erst 1973 wurde die Virgilkapelle im Zuge des U-Bahn-Baus wiederentdeckt und später als Standort des Wien Museums museal zugänglich gemacht.

Die Ausstellung vor Ort verbindet Architektur, Archäologie und Stadtgeschichte. Sie erzählt vom mittelalterlichen Wien, von Herrschaftsstrukturen, der Organisation der Stadt und dem Alltagsleben ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Ausgewählte Objekte und sechs Medienstationen ergänzen den unmittelbaren Eindruck des gotischen Raums.

Aktuell weist das Wien Museum darauf hin, dass die Virgilkapelle aus restauratorischen Gründen vorübergehend geschlossen ist. Eintrittspreise und Besuchsinformationen sind dennoch auf der offiziellen Standortseite angeführt; aktuelle Öffnung und Führungen sollten vor einem Besuch direkt beim Wien Museum geprüft werden.