by | Mai 9, 2026
In Wien-Hietzing macht die Werkbundsiedlung Wien die Ideen des „Neuen Wohnens“ der Zwischenkriegszeit im Stadtraum sichtbar. Die 70 Häuser der Siedlung wurden 1932 der Öffentlichkeit vorgestellt und gelten heute als eines der bedeutendsten Dokumente der Moderne in Österreich. Die Siedlung entstand im Kontext des kommunalen Wiener Wohnbaus und des „Roten Wien“; sie vereint visionäre Wohn- und Lebenskonzepte, Gartenstadtgedanken und internationale Architektur der klassischen Moderne. Unter der Leitung von Josef Frank waren renommierte Architektinnen und Architekten beteiligt, darunter Josef Hoffmann, Adolf Loos, Gerrit Rietveld, Richard Neutra, Clemens Holzmeister, Margarethe Schütte-Lihotzky und Ernst Plischke. Die Siedlung liegt im 13. Bezirk und bildet ein Dreieck aus Veitingergasse, Jagicgasse und Jagdschlossgasse; die Woinovichgasse durchquert das Gebiet. Vor Ort können Interessierte die Siedlung frei über öffentliche Wege erkunden. Die offizielle Highlights-Tour startet beim Info-Point neben dem Haus Woinovichgasse 32 und wird durch eine Mobile App mit Audio-Guide, ein Info-Terminal und ausdruckbare Tourunterlagen unterstützt. Da die Werkbundsiedlung ein bewohntes Denkmal ist, wird um Rücksicht auf die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner gebeten. Gruppenführungen durch die Siedlung werden vom Architekturzentrum Wien angeboten.
by | Mai 9, 2026
In der Hegelgasse 14 in der Wiener Innenstadt bietet DAS WEISSE HAUS einen offenen Ort für zeitgenössische Kunst, Austausch und experimentelle Ausstellungsformate. Der Kunstverein versteht sich als Plattform, die junge Talente stärkt, übersehene Perspektiven sichtbar macht und internationale Vernetzung fördert.
Gegründet wurde der Kunstverein das weisse haus im Jahr 2007 von Alexandra Grausam und Elsy Lahner. Der Name bezieht sich auf den ersten Standort in einem kleinen weißen Haus in der Westbahnstraße und spielt zugleich auf den „White Cube“ als klassischen Ausstellungsraum zeitgenössischer Kunst an. Seit seiner Gründung zog das Haus mehrfach um und entwickelte daraus ein flexibles, ortsbezogenes Programm.
Neben den Ausstellungen ist das 2013 gestartete STUDIO DAS WEISSE HAUS ein wichtiger Teil der Institution. Das Atelier- und Residency-Programm unterstützt Künstlerinnen, Künstler, Kritikerinnen, Kritiker und Kuratorinnen beziehungsweise Kuratoren mit Raum, Austausch und lokalen Netzwerken. Seit 2024 steht das BLOCKFREI Collective mit Nevena Janković, Jana Dolečki und Eva Kovač für die Leitung des Hauses.
Das Programm 2026 steht unter dem Jahresthema „IN(TER)DEPENDENCE“ und fragt nach Beziehungen, Abhängigkeiten, Zusammenleben, Gemeinschaft und Systemen in einer komplexen Gegenwart. Wechselnde Ausstellungen, Videoformate, Kooperationen und Veranstaltungen machen DAS WEISSE HAUS zu einem lebendigen Ort der freien Kunstszene Wiens.
by | Mai 9, 2026
Im Höllental bei Kaiserbrunn befindet sich das Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn am historischen Ursprung der I. Wiener Hochquellenleitung. Das Museum dokumentiert die Geschichte der Wiener Trinkwasserversorgung und macht sichtbar, welche Leistungen hinter der Versorgung der Stadt Wien mit Hochquellwasser aus den Alpen stehen. Das historische Museum wurde 1973 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der I. Hochquellenleitung im ehemaligen Wohnhaus und Aufsichtsposten des Wasserleitungsaufsehers eingerichtet. In vier Ausstellungsräumen geht es um die historische Wasserversorgung, den Weg des Wiener Wassers, Geologie, Hydrogeologie, Quellenschutz, Anlagen wie Quellen, Aquädukte und Behälter sowie die Dimensionen der Stollenanlagen. Zum 125-jährigen Bestehen wurde 1998 ein neues Museumsgebäude errichtet. Es bietet einen Multimediaraum mit Filmen und Vorträgen zur Wasserversorgung, zum Quellenschutz und zum Betrieb der I. Hochquellenleitung. Weitere Themen sind Trinkwasserkraftwerke, das Wiener Rohrnetz und technische Anlagen im Freigelände. Ein Höhepunkt des Museumsbesuchs ist die Besichtigung der Kaiserbrunnquelle. Das Museum ist von 1. Mai bis Anfang November an Samstagen, Sonn- und Feiertagen geöffnet; Führungen sind für Gruppen ab 10 Personen nach Voranmeldung möglich.
by | Mai 9, 2026
Der Otto Wagner Pavillon Karlsplatz ist ein Standort des Wien Museums am Karlsplatz in Wien. Die beiden Pavillons entstanden im Zusammenhang mit der Wiener Stadtbahn um 1900, die einen Meilenstein der Wiener Verkehrsgeschichte darstellte. Otto Wagner gelang es dabei, funktionale Aspekte des öffentlichen Verkehrs mit einer unverwechselbaren künstlerischen Gestaltung zu verbinden. Die Pavillons gehören heute zu den bekanntesten Bauten der Wiener Moderne und prägen den Karlsplatz bis in die Gegenwart. Wagner verwendete Eisenkonstruktionen, in die Marmorplatten eingesetzt wurden; der reiche ornamentale Schmuck sollte die Bedeutung des Verkehrsknotenpunkts unterstreichen. Im westlichen Pavillon zeigt das Wien Museum eine Dokumentation zu Leben und Werk Otto Wagners. Sie macht seine Bedeutung für die Entwicklung Wiens zur modernen Metropole und für die Architektur des 20. Jahrhunderts verständlich. Der Ausstellungsbereich befindet sich im Erdgeschoss und umfasst drei Räume.
by | Mai 9, 2026
Im Herzen der Wiener Innenstadt, nahe Graben und Hofburg, macht Time Travel Vienna Stadtgeschichte als interaktive Erlebniswelt zugänglich. Die rund 60-minütige Tour führt auf historischem Originalschauplatz durch zentrale Epochen und Themen der Wiener Geschichte. Zum Einsatz kommen 5D-Kino, Virtual Reality, Animatronics, Wachsfiguren, Bewegungseffekte sowie Ton- und Lichtinszenierungen. Die Stationen reichen von der Habsburger-Show über Mozart und Strauss bis zu Wien-Themen wie Pest, Türkenbelagerung und Zweitem Weltkrieg; ergänzt wird das Angebot um moderne Erlebnisformate wie den VR Music Ride und eine Interactive Zone. Internationale Gäste können Audioguides in zehn Sprachen nutzen. Kinder von 0 bis 4 Jahren besuchen die Ausstellung kostenlos, Kinder unter 10 Jahren sollten nur in Begleitung Erwachsener teilnehmen; einzelne Stationen wie Pestgrube und Bunker können mit dieser Altersgruppe ausgelassen werden. Direkt gegenüber befindet sich Sisi’s Amazing Journey, das mit Time Travel als Kombiticket gebucht werden kann. Aufgrund baulicher Gegebenheiten mit rund 50 Stufen ist Time Travel Vienna nicht barrierefrei.