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Filialkirche St. Bartholomäus in Guntersberg

Die Kirche wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts wohl von einem Meister aus Wasserburg a.Inn erbaut. Der Stil lässt sich der Spätgotik zuordnen, die Kirche ist unverändert und es gibt nur wenige Spätgotische Altkirchen in Altbayern, in denen die ursprünglichen Malereien und Ausschmückungen so gut erhalten sind, wie in dieser.

Weitere Informationen zur Kirche hier.

Riedergarten

„Wenn es irgend etwas gibt, auf das die Stadt Rosenheim ganz besonders stolz sein kann, dann ist es der wunderschöne Riedergarten an der Rathausstraße. Jetzt in diesen Tagen der Reife, der vollendeten Erfüllung des Sommers, jetzt schenkt er alle Reize seines Daseins mit vollen Händen aus, Duften strömt aus tausend Blüten, der Rosen Geleucht verglüht sich in brennenden Farben, Palmen strahlen neben schlichten Margriten, der Linde Blühen neigt sich zärtlich über knospende Malven und flammenden Mohn. Almrosen sind wie Blutstropfen über grauem Fels; in verschwiegenen Ecken wagt sich der Farn hervor, zitternd beugen sich die Gräser unter heißem Wind.“ (Rosenheimer „Sonntagszeitung“, 1932)

Der Apothekergarten war einst im Privatbesitz der Familie Rieder und gelangte 1925 in den Besitz der Stadt. Daraufhin gestaltete man den Garten zu einem Zier- und Lehrgarten. Der botanische Schulgarten mit Tieflandpflanzen lag im rückwärtigen, zuvor nicht zugänglichen Teil des Gartens.

Darüber hinaus wurde ein „Alpinum“ für die Alpenflora angelegt. Dem Namen entsprechend wurden hier überwiegend alpine Pflanzen und Sträucher angepflanzt, dann aber auch, da erfahrungsgemäß viele Voralpenpflanzen, die oft die Höhenregionen beziehen, auch diese hereingezogen, so dass ein ziemlich natürliches Bild der Pflanzendecke der Voralpen und Alpen entstand.

Zur Landesgartenschau im Jahre 2010 wurde der Südteil des Gartens erweitert und die Bepflanzung hochwertiger gestaltet. Dies geschah durch eine Vereinfachung des Wegenetzes und die Öffnung des Mühlbaches. Zudem wurde die Beleuchtung und der Blick auf den Riedergarten von der Königsstraße aus verbessert. Auch ein neuer Apothekergarten auf der Süd Seite wurde noch angepflanzt und zum Herzstück des Riedergartens.

Spielplatz im Riedergarten >>

Kneippanlage im Riedergarten >>

Drehort-Entdecker

Als eine von vielen Filmkulissen der Rosenheim Cops in Rosenheim, dient der Riedergarten als Drehort.

Kneippanlage Riedergarten

Die Kneippanlage im Riedergarten, mitten im Herzen Rosenheims, ist mit einem Armtauchbecken und einem in Naturstein eingelassenen Wassertretbecken ausgestattet. In der „Kneipp-Nische“ des Riedergartens stehen außerdem zwei Ruhebänke.

Wer seine Füße ausreichend belebt hat, kann im Heilpflanzengarten seine Sinne aufleben lassen und für die jungen Besucher ist der Spielplatz eine willkommene Abwechslung.

Der Riedergarten entstand ursprünglich aus dem Heilkräutergarten des Stadtapothekers Johann Rieder, welcher dort bereits um das Jahr 1729 Kräuter für seine Apotheke gezogen haben soll. Unter dem Thema Heilung und Gesundheit hat die Kneippanlange ihren Platz im Riedergarten gefunden.

Die Kneippanlage wird von April bis Oktober betrieben, der Park ist jederzeit frei zugänglich.

Kath. Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Machtvoll erhebt sich über der Kirchgasse diekatholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, nach dem Brand von 1783 von Johan Baumgartner neu errichtet.

Wie wir aus beschreibungen wissen, war die Miesbacher Kirche ein Hauptwerk der barocken Miesbacher Stuckerdorenschule (nach der Wessobrunner die bekannteste Stuckerdorenschule Altbayerns) und der bedeutende Miesbacher Bildschnitzerrei von der Spätgotik bis zum Rogoko.

Nichts blieb beim Brand außer dem Mauerkern des Chors, den Strebepfeilern und dem Turmunterbau übrig.

Die Kirche wurde als schlichter Saalbau 1783 – 1786 aufgerichtet.

Charakterisch für den Außenbau sind der elegante frühklassizistische Turmabschluss und das gefällige gebrochene Chordach.

Die reiche neuromanische Ausgestalltung der Kirche, in der sich das Selbstverständnis des wohlhabenden Miesbacher Bürgerturms des 19. Jahrhunderts manifestierte (wie im Rathausbau) wurde 1936/37 und dann gänzlich 1962/63 entfernt.

Der Raum wirkt leer, und deshalb ist auch an eine Renovierung in nächster Zeit gedacht.

Erhalten geblieben ist die aus den Flammen gerettete Wallfahrtsfigur der „Mater Dolorosa“, 1665 von Johann Millauer geschnitzt, die 1963 in der damals neu zusammengefügte, frei im Chor herabhängende Kreuzigungsgruppe mit zwei Seitenfiguren eingefügt wurde.

Den Christuskörper hat Roman Anton Boos vor 1783 geschnitzt.

Diese mächtige Kreuzigungsgruppe ist Mittelpunkt des Kirchenraumes.

Holztechnisches Museum Rosenheim

Rosenheim war ehemaliges Zentrum des regionalen Holzhandels und holzverarbeitender Betriebe. Dies zeigte auch die Gründung im Jahre 1925 des „Holztechnikums Rosenheim“, das inzwischen weitere Forschungs- und Ausbildungsstätten hervorbrachte:

Hochschule Rosenheim mit Fakultät Holztechnik und Bau

Staatliche Fachschule für Holztechnik und Holzbetriebswirtschaft (Technikerschule)

Lehrinstitut Rosenheim e.V.

Institut für Fenstertechnik e.V. (ift)

Informationszentrum für Fenster und Fassaden, Türen und Tore, Glas und Baustoffe (ifz)

Prüfzentrum für Bauelemente (PFB)

Aus diesem Anlass richtete die Stadt Rosenheim 1990 im sogenannten „Ellmaierhaus“ das Holztechnische Museum ein. Im historischen, schön renovierten Bürgerhaus in der Fußgängerzone werden Erwachsene und Kinder mit der Geschichte der Holzbearbeitungstechnik vertraut gemacht.

Was kann man alles im Holztechnischen Museum sehen?

Holzbearbeitungstechnik

Originalstücke, Anschauungs- und Funktionsmodelle sowie umfangreiche Werkzeugsammlungen zeigen alte und moderne Techniken. Dabei wird insbesondere auf die Verwendbarkeit heimischer Nutzhölzer eingegangen und Wissenswertes über die unzähligen Möglichkeiten der Bearbeitung und Verarbeitung von Holz dargestellt.

Der Rückblick in die Vergangenheit demonstriert die vielfältigen Entwicklungen in diesem Bereich.

Sonderausstellungen

Jährlich ein bis zwei Sonderausstellungen bieten zusätzlich interessante Informationen zu den unterschiedlichsten Verwendungsmöglichkeiten des Werkstoffes Holz früher und heute.

Aktuelle Informationen dazu finden Sie auf der Website des Museums.

Trauung

Im Holztechnischen Museum Rosenheim können Sie sich in einem historischen Bürgerhaus standesamtlich trauen lassen.

Informationen über die Daten und die Terminvergabe werden rechtzeitig über die Presse und die städtischen Homepage bekannt gegeben. Detaillierte Auskünfte erteilt das Bürgeramt, Sachgebiet Standesamt während der üblichen Öffnungszeiten, auch telefonisch unter der Rufnummer +49 (0)8031 3651391.