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Pfarrkirche St. Jakobus d. Älteren

In den Jahren 1769 – 1773 wurde die Rohrdorfer Kirche erbaut. Dieser Bau wurde 1554 Opfer einer Feuersbrunst, bei der auch der Pfarrhof mit einer Vielzahl von Büchern verbrannte. Nach Bränden wurde die Kirche 1825 erneut erbaut und entspricht heute noch der damaligen Bauweise.

Der Hochaltar

Raumbestimmend ist der gewaltige und wesentlich ältere Hochaltar als die Kirche selbst, von 1712. Den Hochaltar ziert der sitzende Jakobus, erschaffen vom Meister von Rabenden, einen der großen und bis heute namentlich unbekannten Bildhauer im süddeutschen Raum des frühen 16.Jh. Den Altar erbaute der Schweizer Jesuitenkünstler Fr. Jakob Amrhein. Dieser Altar stand ursprünglich in der Haller Damenstiftskirche in Tirol. Nach der Aufhebung des Stiftes anlässlich der Säkularisation 1787 durch den österreichischen Kaiser Joseph II. wurde der Altar an die Rohrdorfer verkauft.

Der Marienaltar

Der rechte Seitenaltar ist der Marienaltar, der auch der „schmerzhafte Altar“ genannt wird. Dieser wurde 1724 von der Bruderschaft errichtet und verbildlicht die sieben Schmerzen Marias. Im Auszug zeigt sich ein Bild der Büßerin Maria Magdalena, bei dem darüber ein von Putten gehaltenes Veroneicum (Schweißtuch der Veronica) angebracht ist. Die sich in der Altarmitte befindliche Pieta unter dem Kreuz, wurde 1858 anstelle eines älteren Vesperbildes aufgestellt. Seitlich befinden sich Barockfiguren des hl. Erasmus mit der Winde, und Barbara mit dem Kelch. Diese sind möglicherweise Arbeiten von Josef Götsch (vgl. auch Grainbach).

Der Laurentiusaltar

Der linke Seitenaltar ist der Laurentiusaltar und zugleich der Altar der Allerseelenbruderschaft. Im Auszug zeigt sich der reuige Petrus. Im Mittelfeld kniet auf Wolken mit Engelsköpfchen der hl. Diakon Laurentius. Darunter sind zwei arme Seelen von Feuerflammen umgeben. Seitliche Begleitfiguren sind die des Hl. Florian mit dem Modell der brennenden Ortskirche, die der fünf brennende Rohrdorfer Häusern und Johannes Nepomuk, der beliebte Patron der Innschiffer.

Die Kanzel

Die Kanzel ist in frühklassizistischen Formen 1796/97 von dem Kraiburger Johann Phil. Wagner ausgeführt und von dem Münchner Fassmaler Anton Held 1798 gefasst. Sie zeigt die vier abendländischen Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Gregorius und Hyronimus und drei Putten mit den Symbolen von Glaube, Hoffnung und Liebe, zu oberst den guten Hirten mit einem von Dornenzweigen umgebenen Lamm.

Das Pilgerkreuz

Am 23. Juli 2000 wurde zur Auffahrt zum Pfarrhof das aus tschechischem Granit angefertigte Pilgerkreuz durch Herrn Dekan Wolfgang Aumer – Ehrenmitglied und ehemaliger Präses der Gemeinschaft- feierlich eingeweiht. Das Pilgerkreuz mit der darunter befindlichen Tafel, das den Weg nach Santiago de Compostela anzeigt wurde nach Plänen von Angelika Thalmeier angefertigt. Dieses Projekt wurde durch die Xunta de Galicia gefördert.

Reliquie des Jakobus

Das Gemälde im Langhaus zeigt die Wiederauffindung der Reliquien des heiligen Jakobus der Älteren im 9. Jahrhundert, den Beginn der abendländischen Jakobusverehrung und die Übertragung der Gebeine nach Compostela.

Erwin von Kreibig-Museum

Erwin von Kreibig (1904-1961) war ein „typischer“ Schwabinger Künstler der 1920er und frühen 1930er Jahre. Als Zeichner und Illustrator war er u. a. für die Zeitschriften Simplicissimus und Jugend tätig, schuf aber auch zahlreiche Gemälde und belieferte sogar Galerien in den USA. 1961 wurde er Träger des ersten Schwabinger Kunstpreises für Malerei. Das Erwin von Kreibig-Museum im südlichen Schlossrondell von Schloss Nymphenburg zeigt in seiner Dauer- und in Sonderausstellungen den künstlerischen Nachlass von Kreibigs. Zusätzlich führt das von der gleichnamigen Stiftung getragene Museum Ausstellungen mit Werken anderer Künstler durch.

Höhlenmuseum mit Dorfmuseum

Das Gebiet „Laubenstein“ in den westlichen Chiemgauer Alpen stellt mit seiner Vielzahl von Karstformen und Höhlen eine landschaftliche Besonderheit dar. Das Höhlenmuseum widmet sich diesen geologischen Erscheinungen und bietet Informationen über Karstbildungen sowie Höhlen mit ihrer Fauna, aber auch über Höhlenforschung und -rettung. Das Dorfmuseum behandelt Stationen der Ortsgeschichte wie Autobahnbau, Frasdorfer Lokalbahn, Tonwerk Acherting, Schloss und Herrschaft Wildenwart, Skiherstellung, Schulgeschichte, den Volksmusikanten Wastl Fanderl, die Frasdorfer „Wassertrinkerin“ Maria Furtner sowie das Thema „Bauerndirn und Almerin“.

Filialkirche Hl. Dreifaltigkeit in Thal

Im Jahre 1258 ließen sich die ersten Zisterzienser Mönche in Thal nieder. Auf Befehl des damaligen Herzogs von Bayern, Herzog Ludwig II., dem Strengen, wurde ein Stift gegründet. Dem Herzog wurde vom Papst in jenen Tagen die Buße auferlegt, ein Kloster zu gründen, da er seine Gemahling Maria von Brabant unschuldig enthaupten ließ. Das heutige Kirchlein wurde im spätgotischen Stil zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit im 16. Jahrhundert erbaut und im 17. Jahrhundert vergrößert. Die Kirche ist das Herzstück des kleinen Ortsteiles Thal von Großhöhenrain bei Feldkirchen-Westerham. Eindrucksvoll ist die Holzfigur der Muttergottes.

Aber auch eine Zeit der Wallfahrt hat das Kirchlein hinter sich. Ab 1587 besuchten Tausende von Wallfahrer Thal. Sogar noch heute kommen die Bewohner der umliegenden Ortschaften jährlich zur Wallfahrt nach Thal.

Tierkunde-Museum

Das Tierkunde-Museum des Marktes Bruckmühl liegt idyllisch gleich zu Beginn des Salus Auwald-Biotops. Es beheimatet ca. 500 Präparate vieler, in Bayern beheimateter Tiere. Der Vogelkundler und Fotograph Adolf Peschke hat diese dem Markt Bruckmühl geschenkt.

Neben den Präparaten werden auch Videoclips gezeigt, die die Tiere des Auwald Biotopes in ihrer natürlichen Umgebung zeigen. Auch Live-Aufnahmen aus einigen Vogelnistkästen werden gezeigt.

Weitere Informationen zum Museum und geplanten Veranstaltungen finden Sie auf der Website.