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Hl. Geist Kirche (Spitalkirche)

Der notwendige gewordene Neubau wurde in den Jahren 1699-1703 ausgeführt und von Fürstbischof Martin von Eyb finanziert. Ausgeführt wurde der aufwendigste der vorgelegten Entwürfe. Während der Arbeiten kamen bei einem Unfall einige Arbeiter ums Leben.

Engels Bau ist ein Komplex, der Sakralbau und dreigeschossigen Pfarrhof unter einem gemeinsamen Satteldach vereinigt und nach Süden orientiert ist. Die anschließenden Trakte im Westen der Kirche, die einen Hof ausbilden, dienten als Wohnungen der Pfründner. Für die Kirche konzipierte Engel straßenseitig eine Schaufassade mit Monumentalpilastern und einem geschweiften Blendgiebel. In die Nischen sind Statuen der heiligen Willibald, Walburga, Martin und Elisabeth eingestellt. Gemäß den kirchenrechtlichen Vorschriften verfügt die Kirche nur über einen Dachreiter.

Die Kirche ist ein rechteckiger Bau, in den durch Einbauten ein kreuzförmiger zentralisierender Raum einbeschrieben ist, dessen Chor über ein zusätzliches Joch verfügt. Toskanische Pilaster, die im Tonnengewölbe von Gurtbögen fortgesetzt werden, gliedern den strengen Raum. Im Chor befinden sich Umgänge mit Oratorien, so dass auch die Kranken am Gottesdienst teilnehmen konnten. Die Altäre und die Kanzel wurden wahrscheinlich von Engel entworfen. An der Ausführung waren beteiligt die Bildhauerfamilie Handschuher und die Maler Oswald Onghers und Johann Melchior Schmidtner.

Heilig-Kreuz-Kirche

Allgemeine Beschreibung und Baugeschichte: Die Heilig-Kreuz-Kirche ist der beherrschende Bau des in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Nordosten der Stadt in einer Wohnsiedlung entstandenen zweiten katholischen pfarrlichen Zentrums in Weißenburg. Mit ihr als weiterer und vor allem größerer Kirche Weißenburgs wollte man den im Gefolge der Ansiedlung zahlreicher Heimatvertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg neu entstandenen Verhältnissen Rechnung tragen. Sie ist eine von insgesamt über 90 während der Aufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Amtszeit Bischof Joseph Schröffers (1948/67) geweihten, in der Regel völlig neu gebauten Kirchen in der Diözese Eichstätt. Seinerzeit erlebte das Bistum eine Bautätigkeit im sakralen Bereich wie seit der Barockzeit nicht mehr und mit insgesamt 24 neu errichteten Pfarreien sowie einer Reihe von neu gebildeten Kuratien und Exposituren einen Ausbau seines Pfarrnetzes, wie er seit der Ausbildung und Verfestigung der konfessionellen Verhältnisse in der Frühen Neuzeit kaum denkbar gewesen wäre. Wenn gleich in Weißenburg die Ausbildung einer weiteren, zweiten Pfarrei unterblieb, erhielt das Kirchenensemble Heilig Kreuz doch Züge eines eigenen Pfarrsitzes. So sind auf dem Areal des Kirchenbezirks unter anderem auch ein Pfarrhaus, ein Kindergarten und ein Jugendheim anzutreffen. Baulich betrachtet bilden sie alle eine stilistische Einheit mit der Kirche. Das Gotteshaus selbst ist ein moderner über quadratischem beziehungsweise in der Hauptsache kreuzförmigem Grundriss errichteter hochaufragender Bau mit in Stahlbeton-, Bruchstein- und Klinkermauerwerk ausgeführten, außen wie innen unverputzten Außenmauern und einem das Erscheinungsbild des Sakralbaus von oben wesentlich bestimmenden Flachdach in Kreuzesform. Die vom Hauptgebäude etwas abgesetzte, mit diesem aber über einen Eingangstorbau verbundene, in Bauweise und Material dem Hauptbau entsprechende Taufkapelle im Südwesten sowie der freistehende, sich nordwestlich der Kirche gleichsam als Tor über dem Zugang zum Kirchenbezirk erhebende gedrungene Glockenturm aus Stahlbeton beeinflussen das äußere Gesamterscheinungsbild der Kirche wesentlich mit, ebenso der auf deren Nordseite angefügter dreiflügeliger, zu ihr hin einen Innenhof bildender Sakristeianbau. Die Heilig-Kreuz-Kirche wurde in den Jahren 1962/64 auf dem von der katholischen Pfarrkirchenstiftung Weißenburg in der Urform 1959 erworbenen, in späteren Schritten erst zur heutigen Form abgerundeten Grund nach Plänen von Architekt Alexander Freiherr von Branca, München, erbaut. Die Grundsteinlegung fand am 14. Oktober 1962 statt. Die Bauausführung besorgten in der Hauptsache die Baufirmen G. & W. Göttler, Weißenburg, und Fritz Balz, Pappenheim. Die feierliche Konsekration des Gotteshauses am 30. August 1964 durch Bischof Joseph Schröffer bildete den Abschluss der Bauphase. Größere Erhaltungsmaßnahmen in der Folgezeit waren eine 1982 vorgenommene Dachsanierung, eine 1997/98 durchgeführte Beton- und Teil-Außenrenovierung, die auch eine 1998 in Angriff genommene Betonsanierung des Glockenturms umfasste, eine 2001 notwendig gewordene Sanierung auch des Flachdaches über der Taufkapelle, ein im Jahr 2005 vorgenommener Einbau einer neuen Glockenstube in den Glockenturm zur Schalldämmung und schließlich eine 2012{14} erfolgte Dachsanierung, mit der auch eine Außenrenovierung einherging. Der Außenbereich der Kirche wird wesentlich mitgeprägt von den im Süden und Westen stehenden, mit Pultdächern verse…

Köschinger Forst

Die erste Kunde vom Köschinger Forst vermittelt uns eine Urkunde, in der um 1000 n. Chr. dem Kloster St. Emmeran in Regensburg Güter in Mendorf mit Nutzungsrechten am Köschinger Forst geschenkt wurden. 1293 vermachte der letzte Graf von Hirschberg seinem Onkel, Herzog Ludwig 11. von Bayern, die Burg und den Forst zu Kösching. Seit dieser Zeit ist der Köschinger Forst im Eigentum der Wittelsbacher bzw. des bayerischen Staates. Allerdings bestanden – wie das Salbuch Ludwigs des Gebarteten von Bayern-Ingolstadt aus dem Jahre 1416 belegt – für 42 umliegende Dorfschaften, Weiler und Einöden Holz- und Weiderechte; der Pfleger zu Kösching hatte die Holzentnahme und die Waldweide zu regeln.

Für die Wittelsbacher war der Köschinger Forst ein gern besuchtes Jagdrevier. Herzog Ludwig dem Gebarteten, einem leidenschaftlichen Jäger, verdanken wir eine ausführliche Beschreibung der Jagd im Ingolstädter Raum aus dem Jahre 1418, die ersten Aufzeichnungen über das Jagdwesen in Bayern überhaupt.

Alljährlich fanden „Schweinshatzen“ im Köschinger Forst mit großem Aufwand statt; 1753 wurden z. B. 304 Wagenpferde und 1200 Treiber benötigt.

Der traditionellen Jagdfreude der Wittelsbacher haben wir es zu verdanken, daß der Köschinger Forst als geschlossener Wald komplex erhalten blieb, und in ihm bis in die Neuzeit herein Eichen- und Buchenbestände (Eicheln und Bucheckern als Wildfutter!) vorherrschten.

Erst im 17. Jahrhundert flog auf Blößen und Lichtungen Fichte an, die dann später auch künstlich eingebracht wurde.

Der modernen Forstwirtschaft ist es aber gelungen, auf großer Fläche wieder Eiche und Buche heranzuziehen.

Freibad Thalmässing

Das am Ortsrand gelegene und von Bäumen umrandete Schwimmbad bietet Spaß und Erholung für Jung und Alt. Das Freibad wird mit natürlichem Quellwasser aus dem „Amselbrunnen“ (an der Bergflanke zum Waizenhofener Espan) gespeist und durch eine Solaranlage beheizt. Eine der Besonderheiten ist die große Liegewiese, die an einem Hang mit dem alten Baumbestand reichlich Schatten spendet und zum Entspannen oder Sonnenbaden einlädt. Das durch Solarenergie beheizte 50 x 30 Meter-Becken ist unterteilt in einen **Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich**.

Das Becken ist von der Liegewiese und vom Kiosk aus komplett überschaubar. Sportler profitieren von der permanent abgetrennten 50m-Sportbahn für leistungsorientiertes Schwimmtraining. Jenseits der Trennlinie bietet das Multifunktionsbecken großzügige Wasserflächen zum gemütlichen Schwimmen, Ball spielen und Plantschen. Auch eine Rutsche und ein 1-Meter-Sprungbrett gehören zum Inventar. Kleinkinderbereich – separates Planschbecken mit Sonnensegel – beschatteter Sandkasten – Spielplatz mit zahlreichen Spielgeräten Spiel & Spaß für Kinder – Tischtennis – Tischkicker – Beachvolleyballfeld – Minifußballtore – Basketballkorb.

Sonstiges – **kostenloses W-LAN – kostenlose Komfort-Sonnenliegen – kostenlose Parkplätze**

**Highlights:** Freibadfest mit Nachtschwimmen, traditionelle Sautrogrennen, Feierabend-Dämmerungsschwimmen, Feierabendschwimmen

Ruine Rumburg bei Enkering

Der Name „Rumburg“ kann über das mittelhochdeutschen Wort „rone“ (= Bezeichnung für umgestürzte Bäume, Windwurfholz) hergeleitet werden. In der Literatur wird daher davon ausgegangen, dass der Burgname auf ein Naturereignis (z. B. auf einen Windbruch) zurückzuführen ist, das vor der Erbauung auf dem Berg eintrat. Aufgrund der damaligen Transportschwierigkeiten und des unwegsamen Geländes konnte das Bruchholz wohl nicht verarbeitet werden und blieb so liegen.

Gegliedert ist die Anlage in die als Ruine gut erhaltene Hauptburg und eine durch einen tiefen und breiten Graben abgetrennte und nur mehr als Bodendenkmal erhaltene Vorburg. Am Westzugang der Burg befindet sich eine vom Fremdenverkehrsverein errichtete Tafel mit detaillierten historischen Fakten (z. B. Besitzerwechsel, Linien der Besitzer, Blüte und Untergang).

**Eine Sage zur Rumburg**

Der schwarze Pudel: „Auf der Romburg bei Enkering im Anlauterthale sitzt ein schwarzer Pudel, welcher eine Truhe mit Gold und Edelsteinen bewacht. Er hat den Schlüssel zur Truhe im Maule. Wer in der Walburgisnacht [zum 1. Mai] hinaufgeht, ohne ein Wort zu reden, kann den Hund verjagen, der dann die Schlüssel fallen lässt. Im stehen dann die Schätze zu Gebote.“