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Historische Schranne / KunstSchranne

Der Platz „An der Schranne“ entstand um die damalige Urpfarrei St. Martin, die um 700 entstanden sein dürfte. In der Reformation 1534 profaniert, diente sie als Lager- und Verkaufsstelle für Getreide und Mehl, bis sie 1863 abgebrochen und durch einen Neubau nach Plänen des Architekten Eduard Bürklein in historisierender Form ersetzt wurde. Diese Getreideschranne wurde ab 1925 als Feuerwehrhaus genutzt. In den Jahren 1990/91 wurde die Schranne restauriert und von störenden Einbauten befreit.

Zudem ist sie als „KunstSchranne“ ein beliebter Ausstellungsort für Kunst aller Art. Künstler finden hier einen passenden Rahmen ihre Werke ansprechend zu präsentieren. Anmietungsanfragen bitten wir an das Kulturamt der Stadt Weißenburg zu richten.

Blaubrunnen Altdorf

Der Blaubrunnen verdankt seinen Namen dem bläulichen Schimmer, den ihm der mit Pflanzen bedeckte Boden verleiht, oder aber der Tatsache, daß früher hier Wäsche ausgespült (in der Mundart „geflaut“) wurde, und der eigentliche Name „Flaubrunnen“ später in „Blaubrunnen“ umgedeutet wurde. Die Quelle ist „schon von alten Zeiten her als Gesundheitswasser bekannt und von den Bewohnern der Gegend gebraucht“, wie es in einer Beschreibung aus dem Jahre 1859 heißt.

Nach heutigen Maßstäben hat das Wasser allerdings keine Trinkwasserqualität, es ist aber verhältnismäßig klar und rein, und das ist für eine Quelle zwischen Anlauter und Altmühltal eine Seltenheit. In diesem Bereich werden die Quellen meist aus dem Karstgrundwasserkörper gespeist, häufig bestehen aber gleichzeitig durch den klüftereichen Kalkboden Verbindungen von Dolinen beim Blaubrunnen zu Dolinen bei Pollenfeld und bei Hegelohe (Nachweis durch Markierungsversuche), so dass verunreinigtes Oberflächenwasser in die Quelle gelangen kann. Die Verbindung solcher Quellen mit dem Oberflächenwasser lässt sich in niederschlagsreichen Perioden an der Trübung des Wassers und an Temperatur- und Schüttungsschwankungen erkennen; so kann die Wassermenge des Blaubrunnens (durchschnittlich 110 Liter in der Sekunde) bis auf nahezu das Dreifache ansteigen.

Der Blaubrunnen führt nur deshalb verhältnismäßig sauberes Wasser, weil sein Einzugsgebiet weitgehend aus Wald besteht und daher wenig Verunreinigungen des Oberflächenwassers auftreten. Das zeigt auch das Vorkommen der Froschlaichalge, die man nur in schnellfließenden Gewässern mit guter Wasserqualität findet. Die Quelle hat übrigens der Burg auf dem Bergvorsprung den Namen gegeben: 1403 wird die Burg bereits als „Prünneck“ (Schrumpfname für „Brunnbergeck“), d. h. Burg auf dem Brunnberg, erwähnt.

Markgrafenkirche

Die **evangelische** Markgrafenkirche wurde 1757 anstelle einer Marienkirche (Frühmesskapelle) von **Johann David Steingruber**, dem Baumeister des Ansbacher Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich, errichtet.

Diese Frühmesskapelle war gleichzeitig mit der Gründung der Pappenheim-Treuchtlinger Nebenlinie um 1450 entstanden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kapelle stark zerstört. Die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, die nach den Pappenheimern in Treuchtlingen herrschten, ließen in der ehemals katholischen Kapelle evangelische Gottesdienste abhalten. Die ständig größer werdende evangelische Gemeinde bewog die Markgrafen zum Neubau der Kirche. Nach dem Entwurf des Ansbacher Hofbaumeisters **Johann David Steingruber** entstand 1757 die evangelisch-lutherische Pfarrkirche im Markgrafenstil: Altar, Kanzel und Orgel sind übereinander angeordnet. Bei einer Verlängerung nach Westen erhält sie 1893 ihre heutige Größe.

Die einheitliche Gestaltung der kirchlichen und weltlichen Schöpfungen Steingrubers in ganz Franken verkörpern den so genannten **Markgrafenstil**. Ein Charakteristikum der evangelischen Kirche ist das rechteckige Langhaus mit den senkrechten Mauerstreifen an den Außenwänden, Lisenen genannt, eine Anlehnung an den romanischen Baustil. Das Innere ist typisch für den Markgrafenstil und entsprechend dem evangelischen Verständnis der damaligen Zeit bewusst schlicht gehalten. Über dem einfachen Altar ist an der Stirnwand des Turmes die Kanzel vorgebaut; darüber öffnet sich mit einem Rundbogen die Orgelempore.

Kreuzelkapelle

Von der Wellheimer Kirche führt ein Kreuzweg mit seinen 14 Stationen duch schattigen Buchenwald hinauf zur Kreuzelkapelle. Dieses einfache, schlichte Kirchlein, auf einem nach allen Seiten steil abfallenden Felsblock thronend, wurde 1654 zu Ehren der Hl. Jungfrau und Gottesmutter Maria erbaut. Im Gegensatz zu dem einfachen Außenbau verfügt das Kapelleninnere über eine barockzeitliche Ausstattung. Der Schlüssel zur Kapelle ist im Pfarrbüro oder im Fremdenverkehrsbüro erhältlich.

Judenfriedhof Thalmässing

Die jüdische Gemeinde in Thalmässing hatte lange keinen eigenen Friedhof und musste daher auf andere jüdische Friedhöfe ausweichen. Die Beisetzungen fanden v. a. im Friedhof in Georgensgmünd statt.

Um diesem Missstand abzuhelfen, wurde 1832 der Friedhof in Thalmässing errichtet. Die erste Bestattung fand am 10. Februar 1833 statt.

Der Friedhof wurde nach den Schändungen im Dritten Reich wieder hergerichtet, etwa 40% der Grabsteine wurden allerdings während des Dritten Reiches unwiederbringlich zerstört.

Das zum Friedhof gehörige Tahara-Haus wurde 1968 abgebrochen.