by | Aug. 24, 2026
Erbaut wurde das unter Denkmalschutz stehende Jurahaus mit traditionellem Kalkplattendach 1657 als Handwerkerhaus. Mauerwerk, historische Decken und Putze mit Schablonenmalerei machen die Bautradition des Altmühl-Jura sichtbar
Die Dauerausstellung informiert über die Charakteristika der Jurahäuser, ihre Verbreitung und Geschichte, über die ehemaligen Bewohner des Gebäudes und die Instandsetzung von 2010- 2014. Daneben finden vielfältige kulturelle Veranstaltungen statt.
Die Maus Fipsi führt Kinder durch das Haus und stellt spannende Fragen auf dem Touchscreen.
Ehemalige Bewohner erzählen dort und per Audio-Guide aus ihrem Leben in fast vier Jahrhunderten.
by | Aug. 24, 2026
Diese Lager wurden ausgebeutet. Der Weiher bei der Feldmühle ist durch einen solchen Torfstich entstanden. Nach Beendigung der Ausbeute blieb er sich selbst überlassen und hat sich zu einem der interessantesten Feuchtgebiete des Landkreises entwickelt.
Durch die unterschiedliche Wassertiefe und die stellenweise Verlandung entstand ein vielfältiges Mosaik von Lebensräumen.
An den seichten Stellen fischt regelmäßig der Graureiher.
Zahlreiche Amphibien haben hier ihre Laichplätze.
Auf dem Weiher breiten sich an mehreren Stellen Seerosen mit ihren großen schwimmenden Blättern und den weißen Blüten aus.
Um den Weiher stockt ein seit langem sich selbst überlassener Erlen-Bruchwald, der einzelne Birken, Fichten und Weiden enthält.
In Lücken wachsen Sträucher, vor allem Faulbaum, Pfaffenhütchen und der bis zu einem Meter hohe Seidelbast mit seinen stark duftenden rosa Blüten.
by | Aug. 24, 2026
Der Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der Rennertshofer Maler Carl Conrad Prauneck (1686 – 1742) führte die Deckengemälde mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers aus. Im Altarraum befindet sich ein Deckengemälde mit der Darstellung des historischen Ortsbildes von Rennertshofen.
Die **Bernhardsgruppe** stellt einen hohen künstlerischen Wert dar. Dargestellt wird, wie Christus die Hände vom Kreuz löst und sie dem heiligen Bernhard entgegen streckt. Sie ist vermutlich dem spätgotischen Bildhauer Gregor Erhard zuzuschreiben.
by | Aug. 24, 2026
Die flach auslaufenden Ufer bieten Laichplätze und Lebensraum für Amphibien. Graureiher und Gebirgsstelze suchen in dem Weiher Nahrung. In seinem Wasser bildet Wasserstern untergetauchte Polster, die den Grund weithin überziehen.
Der aus dem Quellweiher abfließende Bach ist so stark, dass er bereits nach einigen hundert Metern die Wasserkraft für die Waldmühle liefern konnte, die bis 1964 in Betrieb war. Er vereinigt sich im Ort Morsbach mit dem Hainbach, der dem so genannten Roverbrunnen 1 Kilometer nordöstlich von Morsbach entspringt und früher die Hainmühle und die Grohmühle antrieb.
Der aus den beiden Quellbächen entstehende Morsbach ist der wasserreichste Zufluß der Anlauter, auf dessen 3 Kilometer langem Weg zur Mündung bei Emsing einst noch drei Mühlen standen. Aus dem Vorhandensein so zahlreicher, zum Teil uralter Mühlen könnte man schließen, der Morsbach habe immer genügend Wasser geführt. Eine Messung der Abflußmenge im Trockenjahr 1976 ergab allerdings nur 32 Liter in der Sekunde. Ein altes Recht der Bauern des nur 1,5 Kilometer von Morsbach entfernten Grafenberg, in Notzeiten ihr Vieh zur Tränke an die Altmühl bei Gungolding zu treiben, deutet sogar darauf hin, daß der Morsbach in extremen Trockenzeiten manchmal versiegte.
Dafür gibt es folgende Erklärung: Das von der Oberfläche in den Jurakarst eindringende Wasser gelangt bis zur darunterliegenden undurchlässigen Schicht, dem so genannten Ornatenton; im seichten Karst nördlich des Anlautertales liegt der stauende Ornatenton über dem Talboden und es gibt deshalb keinen zusammenhängenden Karstgrundwasserkörper. Bei den Quellen handelt es sich daher um „Auslauf“-Quellen, deren Schüttung stark von Niederschlägen abhängig ist, und die manchmal auch nur periodisch Wasser spenden.
by | Aug. 24, 2026
Die etwa 4 m breite und durchschnittlich 2 m hohe Grotte ist 6 m tief und zeigt am Ende schöne Auswaschungen. Die Knochenreste stammen teilweise von eiszeitlichen Tieren, wie Mammut, Höhlenbär, Rentier und Wildpferd, teilweise aus späterer Zeit wie Edelhirsch und Wolf; am häufigsten waren Pferdeknochen vertreten. Aufgeschlagene Markknochen deuten darauf hin, dass sich in der Höhle Jäger der ausgehenden Eiszeit aufgehalten haben. Dies belegen auch die zahlreichen aufgefundenen Feuersteine – sowohl gut erhaltene Messerklingen und Schaber, als auch ganze Knollen und „Fabrikationssplitter“. Die Gefäßscherben waren bronzezeitlich bis neuzeitlich. Die Höhle war also Jahrtausende lang Aufenthalts- oder zumindest Zufluchtsort des Menschen, sogar noch in neuerer Zeit, was ein ausgegrabenes bayerisches Zweikreuzerstück aus dem Jahre 1630 beweist. Ca. 300 m nordwestlich der Waldau am Eingang eines Seitentales befindet sich am rechten Hangfuß eine weitere Spaltenhöhle (Feldmühlhöhle), in der ebenfalls Steingeräte des Menschen der ausgehenden Eiszeit (Spätpaläolithikum) geborgen wurden.