by | Aug. 24, 2026
Der Name kommt nicht von ungefähr. Die Obstarche in Spielberg ist eine „Arche
Noah“ für alte, historische, teilweise vom Aussterben bedrohte Obstsorten aus
unserer Region. Streuobstwiesen sind Naturparadiese aus Menschenhand! In den
vergangenen Jahren sind viele dieser Paradiese verschwunden. 2001 wurde vom
Landschaftspflegeverband Mittelfranken ein Obstkartierungsprojekt im Landkreis
Weißenburg-Gunzenhausen in Auftrag gegeben. Über 200 oft viele Jahrhunderte
alte und mittlerweile sehr seltene Apfel- und Birnensorten wurden dabei
nachgewiesen. Auf der großen Obstwiese bekommt jeder einzelne Baum sein Sortenschild.
Wir geben damit das Wissen um Sortennamen, Sorteneigenschaften, ihre Vorzüge und auch ihre Verwendung weiter. Heute finden über 120 dieser kartierten Apfel- und Birnensorten auf einer 2,5 ha großen Wiese eine „neue“ Heimat. Mit der Obstarche erhalten wir Frankens einmalige Apfel- und Birnenvielfalt, so dass auch die nachkommenden Generationen in den Genuss dieser Kulturgüter kommen. Es gibt viel zu entdecken – begeben Sie sich auf Spurensuche durch das blühende Museum!
Führungen: durch staatl. geprüfte Kräuterpädagogin oder Pomologen nach Anmeldung möglich.
Broschüre: Faltblatt vorhanden
by | Aug. 24, 2026
Die Burgruine (vermutlich im 11. Jahrhundert erbaut durch die Grafen von Lechsgemünd-Graisbach) ist von historischer und baugeschichtlicher Bedeutung und ein überörtlich bedeutsames Baudenkmal. Erhalten sind Teile der Ostwand des Gebäudes. Sie wurde 1246/47 zerstört und kam aus dem Besitz der Pappenheimer in den Besitz der Wittelsbacher, die sie wieder aufbauten. 1386 wurde die Burg erneut zerstört und ist seither noch als Ruine erhalten. 1996 wurde die Burgruine renoviert, um ihre Bausubstanz zu erhalten. Später oft als „Steinbruch“ der Dorfbewohner genutzt. In Hütting gibt es sehenswerte Jurafelsformationen des Urdonautales.
by | Aug. 24, 2026
… in Dollnstein, ein Altmühltaler Familienunternehmen mit Tradition – seit mehr als 100 Jahren. Stilvoll, elegant und freundlich eingerichtet. Sie finden unser Haus mit seiner bezaubendernden Sonnenterrasse am Ortskern, direkt an der idyllischen Altmühl. Der verträumte Blick und die ruhige Lage laden zu einem erholsamen und unvergesslichen Aufenthalt im Altmühltal ein.
Wir servieren gerne Brotzeiten, Salate, Kaffee, Kuchen und leckere Eisbecher.
[Hier klicken für die Öffnungszeiten.](http://www.gasthofzurpost-dollnstein.de/Restaurant.html)
by | Aug. 24, 2026
Die fünf hier wieder aufgebauten Grabhügel bildeten zur späten Hallstattzeit (zm 500 v.Chr.) das Zentrum eines größeren Grabhügelfeldes.
Die Steinkreise der Grabhügel waren in unterschiedlicher Bauweise errichtet.
Die Trockenmauer bestand aus flach übereinandergelegten Steinplatten, aus senkrecht in den Boden gesetzten Kalksteinen oder einer Mischung beider Bauarten.
In einem Fall war der Grabhügel noch von kreisförmig angeordneten Holzpfosten umgeben.
Der Durchmesser der Grabhügel ist ganz unterschiedlich, er reicht von 6 bis 14 Metern.
Die Hügel hat man in der Regel für eine Person angelegt, doch kam es häufig vor, dass die Gräber wieder geöffnet wurden, um weitere Tote darin zu bestatten.
Die Toten setzte man in Ihrer Tracht bei, von der sich in der Regel nur noch die Gegenstände aus Eisen und Bronze erhalten haben.
Zur Grabausstattung der Frauen gehören Arm- und Fußringe, Halsreife, Fibeln, Gürtelhaken und Messer, den Männern wurden hin und wieder auch Waffen und Pferdezaumzeug ins Grab gelegt.
Die zum Gräberfeld gehörige Ansiedlung befand sich unweit nördlich auf der Göllersreuther Platte.
Die hallstattzeitlichen Grabhügel liegen im Bereich einer Siedlung der Jungsteinzeit (um 2.000 v.Chr.), deren Reste ebenfalls bei Ausgrabungen entdeckt werden konnten.
by | Aug. 24, 2026
„Der Waschbrunnen bei der Erzwäsche ohnweit Titting kommt an mehreren Stellen oft in Strömen hervor, führt Eisensand und Bohnerzkugel, zuweilen auch Thierknochen mit sich, und übrigens ein helles reines gesundes Wasser, welches hier zum Erzwaschen gebraucht wird.“ So beschreibt Joseph Plank 1823 die Erzwäsche in seinem „Entwurf einer Medicinal-Topographie des Königlich Baierischen Landgerichts Greding“.
Auf den Höhen zu beiden Seiten des Anlautertales finden sich Eisenerzvorkommen, die früher ausgebeutet wurden – in Niefang war die Marienzeche sogar noch nach dem Ersten Weltkrieg in Betrieb. Weitere Gruben lagen z. B. bei Hirnstetten, Pollenfeld, Wachenzell, Kaldorf-Raitenbuch und Pfraunfeld. Auf solche Erzvorkommen weisen auch zahlreiche Flurnamen hin, so „Erzgrube“ bei Emsing, „Erzweg“ bei Götzelshard und „Erzwäsch“ bei der Wachenzeller Ziegelhütte. Besonders geschätzt war das Hirnstetter Erbserz mit rund 50 Prozent Eisenanteil und das Tittinger Bohnerz mit 42 Prozent Eisenanteil. Diese mit Lehm und Erde vermischten Erze wurden – bevor sie zur Verhüttung zum Hochofen in Obereichstätt gebracht wurden – gereinigt.
Eine solche Erzwäsche war hier bei Titting eingerichtet und bis 1862 in Betrieb. Das Wasser der Quellen, deren Schüttung von durchschnittlich 30 Litern in der Sekunde bei lang anhaltenden Niederschlägen auf 80 Liter in der Sekunde ansteigen kann, ist übrigens nicht so rein, wie es in der Beschreibung von 1823 heißt: Durch Markierungsversuche, die man 1979 durchführte, wurden über Dolinen und sonstige Erdaufschlüsse Verbindungen zum Oberflächenwasser in Petersbuch nachgewiesen, so dass Wasserverunreinigungen in diesem Bereich rasch Auswirkungen auf die Quelle haben.