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Kath. Kirche St. Blasius in Kirchbuch

Der mittelalterliche Vorgängerbau wurde 1924-1926 durch einen Neubau ersetzt, nur der mittelalterliche Turm mit Treppengiebeln und Satteldach und der Altarchor mit seiner gotischen Wölbung blieben erhalten, letzterer in der neuen Kirche als Nebenkapelle.

Baudenkmal D-1-76-114-134

Eichen-Hainbuchenwald Laubenbuch bei Rothenstein

Das Gebiet gehört naturräumlich zur Südlichen Frankenalb und ist geologisch geprägt durch den Weißen Jura (Malm Gamma). Der Wald stockt auf dessen Verwitterungsboden, vor allem auf verbraunten Rendzinen. Den Hauptbestand bildet ein mesophiler Eichen-Hainbuchenwald mit Buche, Esche und Bergahorn sowie einem hohen Anteil an teilweise nahezu freistehenden bis zu 300 Jahre alten Eichen. Die Krautschicht ist artenreich, zahlreiche Gehölzsämlinge sind vorhanden. Besonders erwähnenswert ist die Entwicklungsgeschichte dieses Waldes. Die Besiedlung des Gebietes um Rothenstein kann auf das beginnende 13. Jahrhundert zurückdatiert werden. Die Siedlungen waren damals vollständig von Laubwäldern umschlossen. Von besonderer Bedeutung war dabei die Eiche zum einen als Lieferant wertvollen Bauholzes, zum anderen aber auch als Brotbaum, mit dessen Hilfe das Vieh gemästet wurde. Außerdem wurde die Eiche auch als heilig angesehen, die erhalten bleiben musste. Mit steigender Bevölkerungszahl wurden immer mehr Flächen durch den Menschen beansprucht. Dadurch entstanden weitläufige, lichte Hutewälder mit großkronigen, oft fruktifizierenden Eichen. Durch fehlende Verjüngung und damit einhergehender Veralterung degradierten die Bestände langsam. Als im ausgehenden 18. Jahrhundert die Waldweide ihre Bedeutung verlor, ging man daran, die Bestände neu aufzubauen. Oft sah man nur die Möglichkeit, Fichten unterzusäen. So blieben nur wenige Teilflächen der Hutewälder erhalten. In diese Bestände alter Eichen wanderten langsam wieder andere Baumarten wie z. B. Buche, Ahorn, aber auch junge Eichen ein. Die Altersabstufung von bis zu 350jährigen Eichen und 100- bis 150jährigen vor allem Hainbuchen zeigt deutlich die Entstehungsgeschichte des Eichen-Hainbuchenwaldes Laubenbuch. Bei einem Rundgang um das Naturschutzgebiet finden Naturliebhaber je nach Jahreszeit Maiglöckchen, Waldweidenröschen, Leberblümchen, Waldmeister, Knoten-Beinwell, die Brennesselblättrige Glockenblume, die Hohe Schlüsselblume, um nur einige zu nennen. Der von der Stadt Weißenburg i. Bay. angelegte und ausgeschilderte Waldlehrpfad Laubenbuch lädt Interessierte ebenfalls zu einer Exkursion ein (Ausschilderung ab Parkplatz).

Kath. Wehrkirche in Biberbach

**Geschichte**

Biberbach wird 1080 erstmals urkundlich genannt anläßlich der Wildbannverleihung Kaiser Heinrichs IV. an Bischof Udalrich von Eichstätt. Im Ort waren die Grafen von Hirschberg und nach ihrem Aussterben (1305) die Wolfsteiner zu Sulzbürg begütert; die Vogtei über diese Güter stand dem Hochstift Eichstätt zu.

Seit 1020 hatte außerdem das Benediktinerinnenkloster Kühbach (bei Aichach) Besitz in Biberbach, den es als zu abgelegen 1493 an den Eichstätter Bischof Wilhelm von Reichenau verkaufte. Eine dritte Grundherrschaft in Biberbach besaß das nahe Kloster Plankstetten, dem 1463 drei Höfe gehörten. Aus etwa dieser Zeit stammen auch die Kirche und der befestigte Friedhof. Von der Innenausstattung sind spätgotisch die Holzfiguren der hl. Gunhildis (mit Käselaib und Milchtopf) im Kirchenschiff links (um 1470) und des hl. Sigismund am linken Seitenaltar (ausgehendes 15. Jahrhundert) sowie die Hochaltarfiguren des hl. Michael, des hl. Sebastian und der hl. Gunhildis (um 1500).

Wichtige Zeugen für die uralte Gunhildisverehrung in der Diözese Eichstätt sind außer den Figuren auch neun Tafelbilder an der linken Wand des Kirchenschiffes mit Szenen aus der Gunhildislegende (1517 gemalt, 1630 übermalt). An der rechten Schitfwand entstand 1630 ein Gemäldezyklus mit Szenen aus dem Leben des hl. Sigismund. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert baulich verändert, 1753 erhielt der Turm seine heutige Bedachung.

Baudenkmal D-1-76-114-101

Limes-Gedenkstein östlich von Erkertshofen

„Gedenkstein Landmarkung zwischen dem einstigen Reiche der Römer und der Germanen. Anfang am Haderfleck zwischen Hienheim und Weltenburg. Westliche Hauptrichtung durch Baÿern und Würtenberg bis zu Rems und Lorch, sodann nordwestlich an den Main und Rhein.“

„Der Pfahlrain – limes Danubianus Vallum Hadriani, auch Probi später die Teufelsmauer genannt – unter Kaiser Hadrianus angelegt und unter Probus noch mehr befestigt.“

„Der Pfahlrain zieht von dem vormaligen Castell bei Kipfenberg über Pfahldorf-Hirnstetten hier vorüber durch Erkertshofen über die Eichstätter-Thalmässinger Distriktstraße nach der Straße von Eichstätt nach Raitenbuch zwischen den Orten Petersbuch und Kahldorf“

Nicht weit vom Gedenkstein entfernt steht 500 Meter westlich der einzige voll rekonstruierte Steinturm in Bayern und circa 350 Meter in östlicher Richtung befindet sich die Turmstelle Wp. 14/64

KUNSTamBANDamLIMES in Walting

## Meilenstein (2014)

Stahl und Aluminium
**Matthias Braun, Würzburg**

Schon von weitem ist er gut sichtbar: der goldene „Meilenstein“, der hier am Ortseingang von Pfünz steht. Das Kunstobjekt soll auf das Römerkastell „Castra Vetoniana“ auf dem nahegelegenen Kirchberg und den nur acht Kilometer nördlich verlaufenden Limes aufmerksam machen. Als Vorbild diente dem Künstler der goldene Meilenstein „miliarium aureum“, der einst auf dem Forum Romanum in Rom stand.

Um den Meilenstein befindet sich ein elliptisches Metallband. Es greift die Form eines Amphitheaters auf und lädt als Sitzmöglichkeit zum Verweilen ein. Im unteren Drittel des Meilensteins befindet sich ein Diorama mit Informationen zu den Römern am Limes und zum Kastell „Castra Vetoniana“.

**Das UNESCO-Welterbe Limes in Walting**

Das Gebiet der Gemeinde Walting war vor fast 2000 Jahren unmittelbares Hinterland des Limes. Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde der Kirchberg von Pfünz ein Teil der Grenzsicherung und erlangte strategische Bedeutung. Denn hier kreuzten sich die Römerstraßen Weißenburg – Kösching und Nassenfels – Böhming. Der Limes war etwa acht Kilometer in nördlicher Richtung entfernt. Die Römer errichteten an diesem Standort ein befestigtes Militärlager, um den Limes zu sichern. Unter Kaiser Domitian (81 – 96 n. Chr.) entstand das Kastell „Castra Vetoniana“, das sich auf dem Kirchberg südlich des heutigen Dorfes befindet. Die nördliche Toranlage, ein Eckturm sowie ein Teil der Wehrmauer wurden wieder aufgebaut und können auf einem Rundwanderweg mit Informationstafeln besichtigt werden.

Das Kunstobjekt „Meilenstein“ ist Teil des Projektes KUNSTamBANDamLIMES, das das UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes in den sechs LimesGemeinden Altmannstein, Denkendorf, Kinding, Kipfenberg, Titting und Walting sowie Neustadt an der Donau sichtbar und erlebbar macht.

Die Realisierung wurde gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und den Landkreis Eichstätt.