by | Aug. 24, 2026
Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte zur Residenz Ellingen auch ein barocker Schlosspark. Die Ansicht eines Wappenkalenders von 1726 zeigt das Idealbild eines Barockgartens, der vermutlich zusammen mit dem Neubau der Residenz um 1720 entstand. Nach seiner Umgestaltung im 19. Jahrhundert verwandelte sich der Park aber in einen Landschaftspark. Dabei erneuerte man auch den Gartenpavillon im Norden in klassizistischen Formen. Aus der gesamten Gartenarchitektur blieben bis heute jedoch nur eine Balustrade und der auffallend schöne Baumbestand erhalten. Dieser aber verleiht dem Park mit vielen markanten Bäumen, wie dem mächtigen Gingko und mehreren dreifarbigen Rotbuchen, eine stimmungsvolle Atmosphäre. Zu einem ganz besonderen Erlebnis wird der Parkbesuch im Frühling. Hunderttausende von Blausternchen (lat. Scilla) breiten einen blühenden Teppich unter den Bäumen aus und verwandeln den gesamten Park in ein leuchtend blau schimmerndes Blumenmeer.
Größe: 3 ha
by | Aug. 24, 2026
Die Sammlung „Ernst Steinacker – Museum zeitgenössischer Kunst“ wird in und um die Gebäude von Schloss Spielberg präsentiert.Der frühere Stammsitz der Fürsten Oettingen-Spielberg blieb in seiner ovalen Gesamtanlage aus der Zeit um 1400 erhalten. Im Inneren wurde das Burgschloss mehrfach umgebaut, zuletzt umfassend durch die Künstlerfamilie Steinacker, die im Schloss ein Museum für das Lebenswerk des Bildhauers und Malers Ernst Steinacker (1919–2008) eingerichtet hat. Weitere Besonderheiten des Museums sind die Schlosskapelle, die Figurenwiese, das Naturdenkmal „Keltenhügel“ und nicht zuletzt ein beeindruckender Panoramablick.
by | Aug. 24, 2026
## Vom Fränkischen Jura zur Donauebene
Von Eichstätt mit seiner pittoresken Altstadt geht es hinauf zur Marienkapelle auf dem Frauenberg.
Von der Kapelle, ein Werk Gabriel de Gabrielis, genießt man eine herrliche Aussicht.
Nach dem steilen Anstieg verläuft die Route relativ eben und beschattet von großen Wäldern hinüber nach Bergen mit seiner Wallfahrtskirche Hl. Kreuz ins Tal der Schutter.
Über die bewaldete Kuppe des Hainbergs erreicht man die Donauebene bei Rennertshofen.
by | Aug. 24, 2026
Beim Wiederaufbau waren Fürstbischof Marquard Schenk von Castell und österreichische Stifte behilflich. Das Grundschema der mittelalterlichen Anlage wurde beibehalten. Obwohl bislang keine Belege für eine Autorschaft durch Jakob Engel bekannt geworden sind, sind die stilistischen Merkmale so eindeutig, dass von Seiten der Forschung daran nicht gezweifelt wird. Unter Abt Romanus Dettinger (1694-1703) wurde die alte Wohnung des Abtes abgebrochen und 1696 durch eine größere repräsentative Prälatur, die im Westen der Kirche liegt, ersetzt. Ein stuckierter Saal zeigt sein Wappen und Allegorien der Kardinaltugenden. Der Gästebau, eine Zweiflügelanlage, die den westlichen Innenhof ausbildet, wurde 1699 aufgeführt. Er ist durch ein für Engel typisches Ecktürmchen und durch ein Portal mit Lisenengliederung und Sprenggiebel charakterisiert. Die Fassade ist illusionistisch bemalt und zeigt dieselbe, für Engel typische Fenstergestaltung wie beim Schloß in Greding. Der Trakt, der im 20. Jahrhundert für schulische Zwecke genutzt worden ist, enthält einen Festsaal mit Stuckdecke, die aus Akanthusranken und symbolischen Darstellungen der vier Jahreszeiten besteht. Einige der aufwendigen barocken Türumrahmungen haben sich erhalten.
by | Aug. 24, 2026
Eine Wandvitrine birgt originale Funde vom nahe gelegenen Speckberg: Faustkeile, die kennzeichnende Werkzeugform des Neandertalers, Abschläge und Werkzeugbruchstücke (ca. 80.000 Jahre alt), Klingen von den späteren Eiszeitjägern (ca. 26.000 v. Chr.) sowie eine Auswahl dreieckiger Mikrolithen aus der Mittleren Steinzeit (ca. 7.000 v. Chr.). Daneben werden Zähne vom Mammut, dem eiszeitlichen Jagdwild, gezeigt. Aus der Wolkertshofener Flur stammen ein Kernstein, Klingen und Werkzeuge der ältesten Bauern der Bandkeramik (ca. 5.000 v. Chr.). Die mittlere Jungsteinzeit (ca. 4.000 v. Chr.) ist mit einer durchlochten Axt (Egweil) aus Felsgestein vertreten, die frühe Bronzezeit mit einer Pfeilspitze und Sichelklingen und schließlich die Eisenzeit mit Bohnerzen, dem Rohmaterial für die Eisenverhüttung, und Eisenschlacken, die als Abfallprodukt bei der keltischen Eisenverhüttung entstanden (ca. 300 v. Chr.).
Den weitaus größten Raum der Ausstellung nehmen die Exponate zum römischen Vicus Scuttarensis (Nassenfels) ein. Originalfunde, Nachbildungen und Schautafeln geben hiervon ein Bild. Eine Schrankvitrine ist ausschließlich der Römerzeit gewidmet. Es finden sich Gegenstände des täglichen Lebens: Gebrauchsgeschirr, eine Reibschale, ein Teller mit original verkohltem römischen Weizen, Trinkbecher, Messer, Geschirrfragmente aus Terra Sigillata (rotes Tafelgeschirr) mit den typischen Verzierungen und teilweise mit Töpferstempeln versehen, Formschüsselfragmente, Glasbruchstücke, Ausgusstüllen von römischen Weinamphoren und Ölkrügen, ein Teil eines römischen Weinsiebs aus Bronze, daneben römische Münzen aus Nassenfels, ein rekonstruiertes Wachstäfelchen mit Orignialgriffel, ein bronzener Zirkel, eine Haar- und eine Nähnadel, eine Bronzefibel und ein bronzener Kinderfingerring.
Auf die römischen Steinbauten in Nassenfels verweisen Hypokaustziegel (Heizung), Dachziegel und farbige Wandverputzteile. Von der Arbeit römischer Schmiede zeugen Türscharniere, Ketten, eine Schere, eine Sichel, Nägel und Bolzen. Die Rekonstruktion römischer Fernwaffen (mit Original-Eisenspitzen) und anderer militärischer Ausrüstungsgegenstände verdeutlicht die Anwesenheit römischen Militärs. Auf die Tatsache, dass im Vicus Scuttarensis nach der Hauptstadt Augsburg die meisten Inschriftsteine und Skulpturen in der Provinz Rätien zutage kamen, weisen z. B. zwei originale römische Altarsteine, das (nachgebildete) Epona-Relief, Fragmente römischer Steinbildwerke und zahlreiche Fotos hin.
Die Urne eines römischen Brandgrabs aus der Nikolauskapelle und verschiedene Öllämpchen (teilweise auf dem Schulgrundstück gefunden) erinnern an den römischen Friedhof zu beiden Seiten der Straße nach Wolkertshofen. In den Tafeln zur Archäologie der Nikolauskapelle und der Burg sowie im Modell der ehemaligen Wasserburg Nassenfels werden Themen der Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit angesprochen. Die Dauerausstellung wird weiter ausgebaut.