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Ellinger Tor

Das im Norden der Weißenburger Altstadt gelegene Stadttor war ursprünglich ein Teil der um 1200 entstandenen Stadtmauer. Im 14. Jahrhundert wurde der Torturm gebaut, sein Obergeschoss im 17. Jahrhundert. Um 1520 waren das Vorwerk und der Wehrgang fertiggestellt. Das Maßwerk der Brüstung steht zeitlich am Beginn der Renaissance. Am Ellinger Tor lässt sich ein Stück Stadtgeschichte ablesen: auf der rechten Hälfte befindet sich das erste Stadtwappen (1241), links gegenüber das zweite Wappen Weißenburgs aus dem Jahr 1481. Das Wappen von 1241 bezieht sich sowohl auf die Stadt (halbe weiße Burg) als auch auf den König (halber Reichsadler), womit gleichzeitig auf die Reichsunmittelbarkeit Bezug genommen wird. Im linken Wappen aus 1481 fällt auf, dass zwischen den beiden kleinen weißen Türmchen ein Doppelkopfadler platziert wurde. Das Ellinger Tor beherbergt heute die historische Ratsbibliothek der Stadt.

Ehemaliges Wasserschloss Titting

Die Anlage bildet ein unregelmäßiges Achteck; zweigeschossige Gebäudeflügel des 17./18. Jahrhunderts umschließen einen Innenhof. An der Ost- und Westseite springt je ein Rundturm aus dem 16. Jahrhundert vor. Der Torbau an der Nordfront trägt die Wappen der Fürstbischöfe Marquard II. Schenk von Castell von 1645 und Johann Anton I. Knebel von Katzenellenbogen von 1707. Südwestlich im Hof befindet sich die Brauerei mit einer in einem Gewölbe untergebrachten Malzdarre. Die einst weiherartigen Wassergräben um das Schloss sind eingefüllt. Geschichte Das Schloss geht vermutlich auf eine Turmhügelburg der Edlen von Titting zurück, die zwischen 1130/40 und 1237 bezeugt sind. 1356 sitzen die Hofstetter zu Titting, deren Nachfolger um 1400 die Bechthalern und 1414 die Erlingshofern sind. Etwa ab 1450 haben die Lidwacher aus Pleinfeld den Sitz inne, den sie 1535 an die Pfalzgrafen von Neuburg verkaufen. Pfalzgraf Ottheinrich beginnt 1542 mit der Einführung des evangelischen Glaubens. Durch den Verkauf an den Eichstätter Bischof Moritz von Hutten wird bereits 1544 diese Reformation beendet. Das Schloss dient fortan als Verwaltungssitz eines Pflegamtes, mit dem um 1650 das Amt Raitenbuch und die Oberforst- und Jägermeisterei in Eichstätt verbunden wird. Im Schloss errichtet man 1710 ein fürstbischöfliches Brauhaus. Nach der Säkularisation ist das Brau- und Ökonomiegut Titting ab 1817 im Besitz der Herzöge von Leuchtenberg, die in dieser Zeit das Fürstentum Eichstätt regieren. Nach dem Rückfall des Leuchtenbergischen Besitzes an Bayern (1855) wird die Brauerei noch im selben Jahr an die Familie Gutmann veräußert, die sie noch heute betreibt.

Haus Nr. 1

Im Jahr 1662 wurde im Auftrag des Markgrafen und der Schenken in Nennslingen ein sogenanntes „Hirtenhaus“ errichtet, das ab dieser Zeit dem Gemeindehirten (Kühhirt) und dem Gemeindeschäfer mit ihren Familien für die Dauer ihrer Tätig­keit als Wohnsitz diente. Es hatte die Nummer 1 und lag am Ortseingang von Burg­salach kommend rechter Hand. 1984 wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen. Heute dient dieser Platz als Parkplatz für die auswärtigen Eltern der Kindergartenkinder und für Friedhofsbesucher.

Heimat- und Hafnermuseum

Heidenheim blickt auf eine 300-jährige Tradition in der Herstellung von Hafnerwaren zurück. Daher nimmt der Bereich Keramik einen bedeutenden Teil der Sammlung ein. Bäuerliches Wohnen und Arbeiten in der Region des Hahnenkamms sind weitere Schwerpunkte des Heimat- und Hafnermuseums.

„Kirchlicher Barock und religiöse Volkskunst“ im Schlossmuseum Neuburg

Zu den kostbarsten Schätzen, die in Schloss Neuburg zu sehen sind, gehören die kirchlichen Textilien aus dem Neuburger Ursulinenkloster, das Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz 1698 stiftete. Die prächtigen kirchlichen Ornate und die bedeutenden Altar-Antependien mit biblischen Szenen wurden im 18. Jh. von den Ursulinen in Seide, Silber und Gold gestickt. Sie sind von herausragender künstlerischer Qualität. Kirchliche Kunstwerke aus der Epoche der Gegenreformation in Pfalz-Neuburg und Zeugnisse der Volksfrömmigkeit runden die Präsentation im dritten Stock des Ostflügels ab.