by | Aug. 24, 2026
Hoch über Unterasbach befindet sich die Kirche St. Michael. Scheuen Sie nicht den Aufstieg, denn von oben haben Sie einen atemberaubenden Blick auf die Region sowie die Altmühl selbst. Gönnen Sie sich eine Verschnaufpause auf dem Bänkchen und genießen Sie den Ausblick.
by | Aug. 24, 2026
Er knüpft an die Tradition des Botanischen Gartens der Medizinischen Fakultät der ehemaligen Landesuniversität Ingolstadt an. Er grenzte an das Anatomiegebäude – heute Museum – an und diente dem akademischen Unterricht der Medizinstudenten. Heute zeigt er ca. 200 verschiedene Heilpflanzen, die nach Wirkstoffgruppen in einer barocken Gartenanlage kultiviert werden. Ein Duft- und Tastgarten mit Arzneikräutern auf Hochbeeten mit Braille-Beschriftung bietet eine zusätzliche Attraktion für Blinde und Rollstuhlfahrer.
by | Aug. 24, 2026
Das Kloster Notre Dame, am Graben gelegen, also außerhalb der Stadtmauer, war die Eichstätter Niederlassung der regulierten Chorfrauen des Heiligen Augustinus. Der in Lothringen entstandene Orden widmete sich in erster Linie der Schulbildung von Mädchen. Nach Eichstätt kam er auf Initiative der Nichte des Fürstbischofs Johann Anton I. Knebel von Katzenelnbogen (1705 – 1725), Maria Anna Charlotte. Nach der Klostergründung 1711 trafen fünf Nonnen aus Mainz und Pont-à-Mousson in Eichstätt ein. Der Bau des Klosters wurde 1712 vom Baumeister des Domkapitels, Benedikt Ettl, begonnen. Es handelt sich um den Ost-West-Flügel mit dreigeschossigen Pavillons an den Ecken. Der straßenseitige Pavillon mit dem mittigen Portal weist eine reichere Gliederung auf. 1716 konnten 16 Nonnen den Konventbau beziehen. Den Kirchenbau, zu dem 1719 der Grundstein gelegt wurde, plante Gabriel de Gabrieli. Die Datierung der Fresken Johann Georg Bergmüllers „1721“ gibt wohl die Fertigstellung der Bauarbeiten an. Am 11. Juni 1722 wurde die Kirche geweiht. Die dreigeschossige Straßenfront wird von dem zentralen Kuppelbau durchdrungen. Die symmetrischen Flügel, die die Geschosszahl und Höhe des Konventbaus aufnehmen und sich durch Kolossalpiaster und eine Attika auszeichnen, nahmen Oratorium und Chor mit Sakristei auf. Die Portalfassade ist eine reichbewegte Architektur mit Piastern, Architrav und Attika, die in der Mitte gekrümmt ist und auf einem Postament die Madonnenstatue von Mathias Seybold trägt. Der Kirchenraum wird von der Rotunde bestimmt. Der Eingang liegt überraschenderweise in der Querachse, der Raum ist nach Norden orientiert. Vier Anräume in den Hauptachsen öffnen sich mit hohen Korbbögen zum Zentralraum und sind unterschiedlich tief. Sie werden verbunden durch umlaufende Emporen, die nur durch die flache Chorschlusswand unterbrochen werden. Sie sind geprägt von einem bei Gabrieli beliebtem Motiv, dem sog. Syrischen Bogen, bei dem das Gebälk einer dreiteiligen Kolonnade in der Mitte als Bogen hochgeführt wird. Die Rotunde teilt sich über dem hohen Sockelgeschoss scheinbar in eine äußere und innere Schale, die auf die genialen Vierungskuppellösungen Balthasar Neumanns vorausweisen. Für den Stuck im Frührokokostil, dessen Intensität sich nach oben hin steigert, wird Donato Polli verantwortlich gemacht. Er besteht überwiegend aus dünnem Bandwerk mit Akanthusranken und Blüten, aber auch aus figürlichen Teilen. Den Fresken Bergmüllers werden relativ kleine Flächen zugewiesen. Im Sinne der italienischen Tradition des „quadro riportato“ öffnet sich in ihnen eine eigene Himmelswelt, die die reale Architektur ersetzt. Das Bildprogramm ist dem Herzen Jesu gewidmet, einem neuen Kult, der popularisiert werden sollte. Das runde Fresko im Scheitel der Kuppel mit einem Durchmesser von 4,40 m zeigt die Huldigung des Herzen Jesu durch die vier Erdteile. In den breiten anschließenden Stichkappen sind Maria, Johannes Evangelist, Longinus und der ungläubige Thomas dargestellt. Die schmalen Bildfelder unmittelbar über dem Kuppelgesims füllen Szenen mit den hl. Augustinus, Karl Borromäus, Johannes Gualbertus und Franz Sales. Dieses Bildprogramm, das wohl jesuitisch geprägt ist, lässt sich auf einen Nenner bringen: Das Herz Jesu ist der Schnittpunkt des Göttlichen und Menschlichen, es ist der lebendige Tempel Gottes, Wohnsitz der Weisheit und Ursprung aller Gnaden. Die Farbwerte der Fresken sind harmonisch abgestimmt. Es überwiegen helle Rot- und Ockertöne. Nach der Aufheb…
by | Aug. 24, 2026
Welchen Einfluss hatten Klöster auf die Entwicklung des frühmittelalterlichen Europas? Dieser Frage wird im Klostermuseum in Heidenheim, einem der Urklöster Frankens, nachgegangen. Die kleine Ausstellung dreht sich um die Klostergeschichte und Christianisierung, weitere Räume sind den Klostergründern und Eichstätter Diözesanheiligen Wunibald, Willibald und Walburga gewidmet und zeigen Originalobjekte, die zum Heidenheimer „Kirchenschatz“ gehören. Herzstück der kleinen Ausstellung ist eine Hightech-Vitrine, die auf Augenbewegung reagiert und dem Besucher auf innovative Weise detaillierte Informationen zu den ausgestellten Exponaten ermöglicht.
by | Aug. 24, 2026
Baugeschichte: Der Eichstätter Hofbaudirektor Maurizio Pedetti errichtete 1770 das Gotteshaus, wobei die wohl spätgotischen (1459 ?) Turmuntergeschosse einbezogen wurden. Innenausstattung: Den Kirchenpatron stellt das Bild des Hochaltars dar, das um 1850 bis 1860 von J. Stegmiller gemalt wurde. Der Hochaltar selbst ist eine klassizistische Schöpfung um 1800. Seine Seitenfiguren, links eine bewegte Barockmadonna, rechts Johannes von Nepomuk, stammen aus den Jahren um 1700 bzw. 1730. Die beiden Seitenaltäre wurden 1811 aus dem säkularisierten Notre-Dame-Kloster in Eichstätt gekauft. Die schönen Frührokokoanlagen schuf 1726 der Augsburger Bildhauer Ehrgott Bernhard Bendl. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die vorzüglich geschnitzten Rokokoumrahmungen beigegeben. Die Altarblätter sind Werke von Johann Georg Bergmüller um 1726: Das rechte Gemälde stellt den Hl. Josef dar, der von einer Klosterfrau verehrt wird, darunter ein Engel, der den Plan des Notre-Dame-Klosters in Eichstätt in Händen hält; das linke Bild zeigt die Hl. Maria mit dem Verfasser der Ordensregel, dem seligen Peter Fourier. Bemerkenswert sind schließlich die prachtvollen Prozessionsstangen, die die Kirche besitzt, insbesondere eine Stange mit einer bewegten Rokokogruppe der Hl. Familie. Ein Kirchenführer, der u.a. eine detailierte Baubeschreibung des sakralen Innenraums liefert, ist in der Tourist-Information Kipfenberg erhältlich.