by | Aug. 24, 2026
Das Rathaus wurde um 1530 vom Augsburger Baumeister Sebolt Schönmacher erbaut. Es gehörte nachweislich Graf Verri de la Boshia und wurde von diesem am 20. Juli 1802 als Lehen der Gemeinde überlassen. Das Rathaus ist erst später zu einem unbekannten Zeitpunkt in das Eigentum der Gemeinde übergegangen. Um 1813 befand sich im Rathaus – wie auch in anderen Gemeinden damals üblich – u. a. eine Schranne, eine Schlacht, ein großer Saal, eine „Rathausstube“ und ein Gefängnis. Prägend ist der fünfgeschossige Pfeilerturm mit einem haubenartigen Zwiebel-Turmdach in dessen offener Laterne eine Glocke untergebracht ist. Die Glocke trägt die Inschrift: „Ave Maria, gratie plena, Dominus tecum“. Auf der Zwiebelhaube ist eine Wetterfahne mit dem Wappentier von Rennertshofen, einen aufsteigenden Fuchs, zu sehen. Das Rathaus wurde 2005/2006 für ca. 1 Mio. renoviert.
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Der römische Straßenbau
Römische Straßen waren fünf bis sechs Meter breit, hatten an beiden Seiten einen Abzugsgraben und bestanden aus vier Schichten (Sand, Steinplatten in Zement, zermahlene Steine in Zement, Steinblöcke). Bei der Planung suchten die Römer immer die kürzeste Verbindung zwischen zwei Orten und bauten die Straßen, wo es das Gelände erlaubte, oft kilometerweit schnurgerade. Dabei scheuten sie auch starke Steigungen nicht, Flüsse und Täler wurden mit Brücken überwunden.
In Mooren legten die Römer hölzerne Bohlen- und Pfahlwege an. In den Bergen durchbrachen sie hartes Gestein und bauten Serpentinenwege oder sogar Tunnels. Das Baumaterial kam aus der Umgebung entlang der Straßen. Gepflasterte Straßen, wie in den Mittelmeerländern üblich, waren in Deutschland selbst in Städten selten. Als Vorbereitung zum Bau einer solchen Straße wurde zuerst einmal in einer Breite von ca. 60 m auf jeder Seite die Gegend gerodet, um Angriffen aus dem Hinterhalt vorzubeugen.
Der Straßenbau selbst vollzog sich nach vorgegebenen Regeln: Die erste Arbeit bestand darin, Gräben für die Entwässerung zu ziehen. Zwischen den so gewonnenen Begrenzungen wurde die Erde auf einer Breite von ca. fünf bis sieben Metern (Regelfall) bis zu einer festen Sohle ausgekoffert. Nach dem Auskoffern brachte man eine 30 cm starke Grobschicht aus größeren Steinen ein, die der Ableitung des Druckes in eine möglichst gut verdichtete Erdschicht dienten. Danach folgte eine wiederum etwa 30 cm starke Grobschüttung. Über diese beiden unteren Schichten des Straßenaufbaus kam eine Feinschüttung aus Kies. Darauf schließlich wurde die eigentliche Deckschicht aus feinem Kies aufgebracht. Diese Deckschicht versah man mit einer leichten Wölbung, damit das Regenwasser abfließen konnte.
Meilensteine begleiteten in bestimmten Abständen nur auf wichtigen Verbindungsstraßen die Reisenden. In ihrer Aufschrift gaben sie die Entfernung z. B. zur nächsten Provinzgrenze und zur nächsten Stadt an. Überdies verkündeten die Meilensteine, wer die Straße erbaut hat.
Das Straßennetz im Römischen Reich
Das Straßennetz im Römischen Reich umfasste ca. 80.000 bis 100.000 km, eine Infrastruktur, wie sie in Europa erst wieder in der Neuzeit entstand. Die Straßen dienten in erster Linie dem Militär als Aufmarsch- und Versorgungswege. Eine Neuanlage römischer Straßen bedeutete oft nichts anderes als die Vorbereitung eines Feldzuges. Weiterhin hatten die römischen Straßen die Schnelligkeit der Staatspost (cursus publicus) zur Beförderung von Beamten und Kurieren und damit einen schnellen Nachrichtenaustausch der kaiserlichen Verwaltung zu gewährleisten. Außerdem dienten sie natürlich auch dem privaten Reiseverkehr und dem Transport von Gütern. Der Straßenbau wurde vom Kaiser oder den Provinzstatthaltern in Auftrag gegeben, vom Staat bezahlt und größtenteils von Bautrupps des Militärs durchgeführt.
Marschstrecken
Durch Aufzeichnungen ist uns überliefert, dass die Soldaten in den Sommermonaten in voller Ausrüstung einen Marsch von 20 bis 24 römischen Meilen (ca. 30 bis 36 km) in fünf Stunden absolvieren mussten. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit eines normalen Reisenden betrug ca. 30 km am Tag, die eines Kuriers das Doppelte.
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Nach Aussagen von Botanikern ist das Ergebnis auf den sumpfigen Moorboden zurückzuführen, der optimal für diese Zwiebelgewächse ist und die feuchten, humus- und nährstoffreichen Boden lieben. Der Märzenbecher (Leucojum vernum L.), auch Frühlingsknotenblume genannt, blüht insbesondere bei warmer Witterung sehr früh und erreicht eine Höhe von ca. 10 – 30 cm. Ein weiteres Lebenselement für den Märzenbecher und alle weiteren dort vorkommenden Frühblüher ist das Licht. Auch dafür hat die Natur vorgesorgt. Der Laubwald hier am Albtrauf lässt im Frühjahr das Sonnenlicht bis auf den Waldboden zu den Frühlingsblühern durch. Die Verbreitung geschieht hauptsächlich durch Ameisen, welche die mit einem nahrhaften Anhängsel versehenen Samen verschleppen. Aber auch die Bildung von Brutzwiebeln trägt zur Vermehrung bei.
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Die Anlage mit ungefähr trapezförmigem Grundriss wird durch einen breiten Halsgraben vom Hinterland getrennt. Der Bering ist an der West- und Südseite noch 7 bis 8 Meter hoch und im Westen schildmauerartig verstärkt. In der Burg befindet sich ein verschüttetes Kellergewölbe. Der unterhalb der Ruine liegende Bauernhof gehört zum Bereich der ehemaligen Vorburg.
Die Burg wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts von den Herren von Heideck als Verwaltungsmittelpunkt einer selbständigen Herrschaft errichtet. 1413 verkaufte Johann II. von Heideck seine Veste „Prunekke„ mit der Vogtei über Altdorf sowie mit den Leuten und Gütern zu Irfersdorf, Erkertshofen, Schafhausen und Wachenzell um 2200 Gulden an das Hochstift Eichstätt. Der Erwerbung maß das Domkapitel solche Bedeutung bei, dass fortan jeder neuzuwählende Bischof in der Wahlkapitulation schwören musste, Brunneck weder zu verkaufen noch zu verpfänden.
Nach dem Kauf ließ Fürstbischof Friedrich IV. Graf von Oettingen die Burg gründlich instand setzen und zum Sitz eines Pflegers ausbauen. Im Bauernkrieg stürmte und plünderte 1525 der Mässinger Bauernhaufen die Burg. Nach dem Erwerb von Titting 1544 wurde Brunneck mit dem dortigen Pflegamt vereinigt. Im 17. Jahrhundert bewohnten nur noch bischöfliche Förster die Burg, die – mehr und mehr vernachlässigt – allmählich zur Ruine wurde. 1798 war das Gemäuer bereits so zerfallen, dass man das Innere kaum mehr betreten konnte.
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Im Südosten der Stadt liegt in idyllischer Lage im Bereich des so genannten „Starennests“, die im Jahr 2000 neu errichtete, 1400 qm große Kneippanlage „Am Forellenweiher“ mit Wassertretbecken und einem Armbadbecken, die mit frischem, reinem Quellwasser gespeist wird. Die Umgebung lädt zu Spaziergängen und Wanderungen in herrlicher Landschaft ein, in der Wiesen, Wälder und Weiher abwechslungsreiche Bilder bieten.