by | Aug. 24, 2026
Links neben der Martinsbasilika befindet sich im Untergeschoss der im 12. Jahrhundert erbauten Michaelskapelle ein Karner (Beinhaus), der wohl aus Platzmangel innerhalb des ummauerten Friedhofs im 14. Jahrhundert dort eingerichtet wurde.
Er enthält die sterblichen Überreste von ca. 2.500 Menschen.
by | Aug. 24, 2026
Das Quellwasser, das auf dem Ornatenton der obersten Schicht des Braunen Jura austritt, ist durch das darüberliegende Kalkgestein des Weißen Jura geflossen und enthält deshalb viel gelösten Kalk. Beim Austritt an die Luft gibt das Wasser durch Druckentlastung und Erwärmung Kohlendioxid ab und scheidet dabei Kalk aus, der sich am Grund und an den Rändern des Gewässers absetzt. Diese Kalktuffbildung wird durch einige Algenarten beschleunigt, die dem Wasser durch Assimilation weiteres Kohlendioxid entziehen. Auf diese Weise hat sich bei der Marienklause eine dicke Kalktuffschicht abgelagert, die immer noch weiter wächst.
Innerhalb weniger Wochen werden ins Wasser gelangte Gegenstände wie abgefallene Blätter, kleine Äste, aber auch Moospolster mit einer spröden Kalkhaut überzogen. Selbst die Baumstämme, die einen Teil der Quellbecken einfassen, tragen unten Kalkkrusten. Solche Bäche mit ihrem zwar extrem harten, aber sehr kalten und relativ sauberen Wasser beherbergen an tieferen Stellen eine eigene Lebensgemeinschaft. Neben schwarzen Strudelwürmchen sind die beim Schwimmen seitlich liegenden Bachflohkrebse die auffälligsten Tiere. Hauptsächlich von ihnen ernähren sich die Larven des Feuersalamanders, des seltensten Lurches unserer Gegend, den man im Birkental antreffen kann.
Bitte schützen Sie dieses kleine Naturwunder, die Pflanzen und Tiere
Beachten Sie deshalb folgende Regeln:
- Nicht betreten
- Auf dem Weg bleiben
- Hunde an die Leine
- Keinen Müll hinterlassen!
by | Aug. 24, 2026
Er hat seinen Namen vom örtlichen Strohbauernhof, einem der drei Meierhöfe. Hier lohnt sich ein Blick auf die mit Legschiefer gedeckten Juradächer – diese Art der Bedachung war früher typisch für die Region und prägte eine ganze Hauslandschaft. Trotz seiner Schönheit und Haltbarkeit ist das Juradach wegen der schwierigen und aufwendigen Dachlegearbeiten heute fast aus den Stadtbildern verschwunden.
Baudenkmal D-1-76-114-1
by | Aug. 24, 2026
Die Kirche von Pettenhofen liegt auf einer Anhöhe, die das Donautal vom Schuttertal trennt, und geht in ihrem Ursprung auf das 12. Jahrhundert zurück. Die Pfarrkirche Mariä Geburt ist eine Gnadenstätte und das Ziel von Wallfahrten über Jahrhunderte hinweg. Es wurde ein Ablaß verliehen, wenn man die drei Marienkirchen von Pettenhofen, Hitzhofen und Appertshofen aufgesucht hat. Da das Eichstätter Domkapitel das Patronat ausübte und den Zehnten bezog, wurde wegen der Baufälligkeit Jakob Engel zugezogen. Der Neubau des Langhauses erfolgte 1698. Nach einer Erweiterung wurde die Kirche 1714 konsekriert. 1727 errichtete Giovanni Domenico Barbieri einen neuen höheren Abschluß des Turms mit seiner charakteristischen welschen Haube mit Laterne. Die schlichte Chorturmkirche ist flach gedeckt und mit einer dezenten Stuckgliederung versehen. Sie verfügt über Fresken von Johann Michael Franz aus dem Jahr 1778. Der niedrige Chor ist gratig gewölbt. Im Hochaltar befindet sich das Gnadenbild, eine spätgotische Muttergottes als Himmelskönigin.
by | Aug. 24, 2026
Das Langhaus der Pfarrkirche mit Vorzeichen ist ein Barockbau von 1739/40 mit entsprechendem Stuck, mit zwei großen Deckengemälden sowie 16 medaillonförmigen Fresken von 1749, mit barocken Altären mit Schreinfiguren sowie mit barocker Kanzel.
Der Kirchturm mit Treppengiebeln und Satteldach ist mittelalterlich, in ihm hängen vier Glocken, drei von 1950 und eine, die Ulrichsglocke, von 1689. – Die Pfarrei wird seelsorgerlich vom Kloster Plankstetten betreut.
Baudenkmal D-1-76-114-130