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Walburga-Statue

Ursprünglich thronte auf dem Stadtbrunnen am Marktplatz eine Statue der Heiligen Walburga. Da dieser 1937 durch einen Steinbrunnen ohne Statue ersetzt wurde, beschloss der Stadtrat, die Heilige Walburga wieder in die Stadt „zurückzuholen“. Dies geschah mit der Errichtung der Statue der Kirchenpatronin auf dem Kirchplatz von der Künstlerin Marlies Kreuzer 1999.

Archäologisches Museum Donauwörth

Schon der Neandertaler lebte an Donau und Wörnitz, wie der Fund eines 70 000 Jahre alten Faustkeiles bezeugt. In einem chronologisch angelegten Rundgang dokumentiert das Archäologische Museum die Siedlungsgeschichte im Landkreis Donau-Ries von der Altsteinzeit bis zu den Alamannen Gezeigt werden Bodenfunde, wie römische Terrakotten oder die Bestandteile einer Prunkrüstung der ausgehenden Bronzezeit und eines römischen Reisewagens, aber auch die Nachbildung einer römischen Soldatenausrüstung. Weitere Themen sind vor- und frühgeschichtliche Technik sowie Restaurierungsmethoden und Luftbildarchäologie.

Gailachquelle

Der Zusammenhang der Dolinen mit der Quelle in Mühlheim wurde bereits im vorigen Jahrhundert durch das Einbringen von Streu und 1978 durch Farbversuche nachgewiesen. Die Quelle schwemmt auch gelegentlich Zwerghöhlenschnecken (Lartetia senefelderi), die normalerweise in unterirdischen Karstseen und -bächen leben, ans Tageslicht; das beweist ebenfalls Verbindungen zum unterirdischen Karstsystem. Bei starken Regenfällen treten ca. 1,5-2,2 km talaufwärts zusätzliche Quellen zutage.

Die Gailach trieb einst auf ihrem 3 km langen Lauf zur Altmühl sechs Mühlen: Außer der Schwammühle, die bereits 1282 erstmals urkundlich erwähnt wurde, die Kron-, Finster-, Markt-, Kröbel- und schließlich die Kohlmühle, die schon 1304 als Sternsehermühle erstmals bezeugt ist und die von 1668 bis 1897 im Besitz der Familie von Matthias Kelz, dem Entdecker der Mörnsheimer Steinbrüche, war. Von den Mühlen wurde bis ins 19. Jahrhundert neben dem Getreidemahlen auch der Erwerbszweig des „Nadelscherens“ betrieben und die Nadeln an Nadelmacher in Rögling geliefert. Die Mahl- und Sägewerke liefen bis in unser Jahrhundert, heute stehen sie still und die Gailach dient als Forellenwasser. Wegen ihres naturnahen Zustands kommt hier ein sonst in Bayern nur noch selten anzutreffender Vogel vor, die Wasseramsel. Auf der Suche nach Insekten und Schnecken kann dieser Vogel mit auffallender weißer Brust schwimmen, tauchen oder sogar am Grund des Baches entlang laufen.

http://www.das-altmuehltal.de/moernsheim/gailachquelle.htm

Aussichtspunkt Steinbruch

Der Aussichtspunkt am Steinbruch gibt einen großartigen Blick auf Beilngries mit dem darüberliegenden Schloss Hirschberg frei.

Mit seinen 70 Meter hohen Wänden dokumentiert der „Steinbruch am Arzberg“ einen Ablagerungszeitraum von etwa 5 Millionen Jahren. Es türmen sich hunderte Schichten von Malm-Kalkstein übereinander, die einen Blick in die Entwicklung der Lebewelt im Meer des oberen Jura ermöglichen.

Kloster Heidenheim

Münster Ehemalige Klosterkirche: romanische, dreischiffige Pfeilerbasilika mit Querschiff, Vorhalle und zwei Westtürmen (1160 -1180). An Stelle des romanischen Staffelschores mit fünf Apsiden ein gotischer Chor aus dem 14./15. Jh. Bedeutende Grabmäler: in der Vierung Tumba des Hl. Wunibald, im Westteil Grabkapelle mit Tumba der Hl. Walburga, im nördlichen Seitenschiff Grabmäler von Äbten, Klostervögten und Adeligen. 752 kamen mit Wunibald angelsächsische Mönche und Nonnen nach Heidenheim. Sie gründeten Kloster und Kirche, ein Urkloster, von wo aus der christliche Glaube in Süddeutschland zur Zeit Karls des Großen verbreitet wurde. Walburga um 710 in Südengland geboren, war die jüngere Schwester des ersten Eichstätter Bischofs Willibald und des Abtes Wunibald. Sie wurde in die deutsche Mission übersandt und übernahm nach dem Tod von Wunibald im Jahr 761 das Doppelkloster in Heidenheim. Dieses wurde nach angelsächsischem Vorbild als benediktinisches Doppelkloster für Mönche und Nonnen geführt, das sie bis 779 leitete. Walburga war eine der bedeutensten Heiligen des Mittelalters. In Münster und Kloster ist Bausubstanz aus romanischer Zeit, im Kreuzgang sind zwei Fresken eines Kreuzweges aus dem 15. Jahrhundert freigelegt. Östlich der Kirche im ehemaligen Klostergarten liegt das „Heidenbrünnlein“ mit dessen Wasser der Hl. Wunibald getauft haben soll. Es handelt sich um eine Mineralquelle, die in spätgotischer Zeit mit einer offenen Halle überbaut wurde.