by | Aug. 24, 2026
Der markante, kastenförmige Bau mit seinem charakteristischen Pyramidendach und der Laterne wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Kommerzienrat Ernst Cetto, einem bedeutenden Fabrikanten und späteren Ehrenbürger der Gemeinde, neben seiner Villa errichtet. Mit diesem Bau schuf er die erste zentrale Wasserversorgung für den Ort.
Ernst Cetto war weit mehr als ein gewöhnlicher Unternehmer – mit seinem leidenschaftlichen Einsatz hat er die soziale und infrastrukturelle Entwicklung von Saal nachhaltig geprägt. Geboren im Jahr 1880, begann er 1909 seine Tätigkeit als Kaufmann bei den Felswerken in Saal. Bereits 1912 übernahm er die Leitung des Kalkwerks, und nur fünf Jahre später wurde er dessen Eigentümer.
Unter seiner Führung entstanden zahlreiche Einrichtungen, die das Gemeinwohl förderten und das Leben der Menschen bereicherten: von Arbeitersiedlungen wie dem Cetto-Hain und Haunersdorf über eine Mädchenschule mit angeschlossenem Kindergarten bis hin zu einem Kriegerdenkmal, einem Freibad, einer Kirche und sogar einem Donau-Hotel mit Tanz- und Festsaal.
In den 1920er Jahren spielte Ernst Cetto zudem eine entscheidende Rolle bei der frühen Elektrifizierung der Gemeinde.
Bei einer Wanderung auf dem kulturhistorischen Rundweg „Saaler Spaziergang“ wandern Sie am Wasserturm vorbei. Ebenso auf dem „Marterlweg“ und dem „Gedenkweg Saal a. d. Donau“.
by | Aug. 24, 2026
### Entstehung und Architektur
Nachdem der Bau des Main-Donau-Kanals den bisherigen Übergang zwischen den Essinger Uferseiten unterbrochen hatte, beauftragte die Rhein-Main-Donau AG den Architekten Richard Johann Dietrich mit dem Entwurf einer Brücke, die sich harmonisch in die geschützte Landschaft des Altmühltals einfügen sollte. Nach einer siebenjährigen Planungs- und Entwicklungsphase entstand eine außergewöhnliche Holzkonstruktion, die mit ihrer wellenförmigen Linienführung an den Tatzlwurm aus der Sage erinnert. Heute ist sie eines der bekanntesten Bauwerke der Region.
### Aussichten von der Brücke
Wer die Brücke überquert, wird mit einem beeindruckenden Panorama belohnt: Der Blick fällt auf das mächtige Jurafelsmassiv mit der [**Burgruine Randeck**](https://www.herzstueck.bayern/attraktion/burgruine-randeck-9448fb1930), den Main-Donau-Kanal tief unter den Füßen und die Flusslandschaft. Aus den Baumwipfeln ragt der [**Kirchturm**](https://www.herzstueck.bayern/attraktion/kirche-heilig-geist-dd61a3cb3a) von Essing hervor und mit etwas Glück fährt ein Schiff unter der Brücke hindurch.
### Tipp für den Besuch
Die Holzbrücke ist der ideale Ausgangspunkt für Erkundungen zu Fuß. Auf der Essinger Seite beginnt der [**„Kunstweg an Fels und Fluss”**](https://www.herzstueck.bayern/poi/detail/kunstweg-an-fels-und-fluss-8f64f27193), der entlang des Altarms der Altmühl verläuft. Auf der gegenüberliegenden Uferseite des Main-Donau-Kanals liegen die [**Klausenhöhlen**](https://www.herzstueck.bayern/attraktion/archaeologiepark-altmuehltal-station-07-klausenhoehlen-e617ad20c7). Diese prähistorischen Höhlen sind Teil des [**Archäologieparks Altmühltal**](https://www.herzstueck.bayern/de/urlaubsregion/altmuehltal/archaeologiepark-altmuehltal) und dienten einst Neandertalern als Behausung. Wanderfreunde folgen dem [**Erlebnispfad Essing**](https://www.herzstueck.bayern/poi/detail/essinger-erlebnispfad-juralandschaft-8b041ffe8b) und erfahren an Informationstafeln mehr über die Erdgeschichte der Region. In Kombination mit der Burgruine Randeck lässt sich ein abwechslungsreicher Tagesausflug gestalten.
by | Aug. 24, 2026
Ausgrabungen beim Bau des Main-Donau-Kanals
Der Hörpunkt im Innenhof des Archäologischen Museums Kelheim ist die erste Station des Archäologieparks Altmühltal. Hier erfahren Sie, welche bedeutenden archäologischen Funde beim Bau des Main-Donau-Kanals geborgen wurden. Im Innenhof sind ergänzend dazu 13 m Originalreste der ehemaligen, fast 10 km langen Keltenmauer des Oppidums Alkimoennis sowie eine Rekonstruktion ihrer ursprünglichen Höhe aufgebaut.
Archäologisches Museum Kelheim
Das Archäologische Museum vertieft die Themen des Hörpunkts mit einer anschaulichen Dauerausstellung im Erdgeschoss.
Durch die zahlreichen Rettungsgrabungen beim Bau des Main-Donau-Kanals und die Altgrabungen des Historischen Vereins konnte eine Besiedlungskontinuität von rund 100.000 Jahren nachgewiesen werden.
Besiedlungsgeschichte des Unteren Altmühltals
Eine chronologisch angeordnete Vitrinenlandschaft präsentiert die kulturhistorisch wertvolle Sammlung des Museums. Die Ausstellung erstreckt sich von der Altsteinzeit über die Jungsteinzeit, die Bronzezeit, die Eisenzeit und die Römerzeit bis zum Frühmittelalter.
**Hinweis:** Die Ausstellungen des Museums sind nur während der regulären Öffnungszeiten zugänglich. Der Eintritt ist kostenpflichtig.
by | Aug. 24, 2026
Im Museum im historischen Kastnerhaus können Sie gleich zwei spannende Ausstellungen erkunden.
4000 Jahre versteckt – der Schatz von Langquaid
Tauchen Sie ein in die Welt der Bronzezeit! Die Dauerausstellung präsentiert den berühmten Schatz von Langquaid auf innovative Weise. Dank interaktiver Elemente und 3D-Darstellungen können Besucher die Fundstücke selbst in die Hand nehmen und die Geschichte zum Leben erwecken. Erfahren Sie mehr über das Leben unserer Vorfahren, ihre Werkzeuge und ihre Rituale.
Tipp: Für Kinder gibt es ein spannendes Quiz zur Bronzezeit!
… Zu Baiern loblich gefreyt – Langquaid und die Wittelsbacher
Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte Langquaids. Von den Anfängen unter den Wittelsbachern bis zur Bedeutung als Hopfensiegelbezirk werden zahlreiche Facetten beleuchtet. Interaktive Elemente wie eine 3D-Zeitreise und zahlreiche Exponate machen die Ausstellung zu einem Erlebnis. Besondere Highlights sind die Geschichte der Marktplatzhäuser, die Rolle Langquaids auf der Ochsenstraße und die Bedeutung der Brauerdynastien.
by | Aug. 24, 2026
Auf Schloss Eggersberg zeigt das Hofmarkmuseum eine breite Sammlung von Objekten mit Bezug zur ehemaligen Hofmark Eggersberg. Sie reicht von Sauriermodellen über Funde aus der Hallstattzeit bis hin zu Zeugnissen der Burg vom Mittelalter bis heute. Die Geschichte der Hofmark, der Burgherren und der Pfarrei Eggersberg wird ebenfalls dokumentiert. Der Darstellung des Altmühltals in der Kunst ist eine weitere Station des Museumsrundgangs gewidmet.