Kreuzberg
Über einen artenreichen und sonnigen Trockenrasen erreicht man den Kreuzberg, den „Hausberg“ Dietfurts. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick auf Dietfurt und seine Täler. Neben einer Schutzhütte weht die Stadtfahne und das hoch aufragende Kreuz ist nachts beleuchtet und im weiten Talraum sichtbar.
Archäologiepark Altmühltal – Station 13 : Eisenzeitliches Gehöft
Was ist ein eisenzeitliches Gehöft?
Herrenhöfe waren in der Hallstattzeit – also grob zwischen 800 und 400 vor Christus – eine weit verbreitete Siedlungsform in Bayern. Sie bestanden aus einem von Graben und Palisade umschlossenen Bereich mit mehreren Gebäuden. Bisher sind in Bayern rund 177 solcher Höfe bekannt. Sie lagen vor allem in fruchtbaren Gebieten entlang der Donau und ihrer Nebenflüsse.
Die Grundlage: Ausgrabungen in der Region
Bei Ausgrabungen 1981 in Kastlhof fanden Fachleute die Reste eines hallstattzeitlichen Herrenhofes. Ein Zaun aus gespaltenen Holzpfählen umschloss einen Bereich von rund 60 x 70 Metern. Gebäude konnten dort nicht nachgebaut werden. Deshalb nutzte man die Ergebnisse einer anderen Ausgrabung: die frühkeltische Siedlung von Oberhofen aus dem frühen 5. Jahrhundert vor Christus. Dort waren die Abdrücke der Hauspfosten noch gut im Boden erhalten.
Die Gebäude im Nachbau
Auf dieser Grundlage wurden drei Bauten errichtet:
Vierportenpfostenhaus: Ein kleines Gebäude, das wohl als Speicher diente. Es stand auf Stelzen, damit Feuchtigkeit und Ungeziefer die Vorräte nicht schädigen konnten.Sechspfostenhaus: Etwas größer – möglicherweise auch als Wohnhaus genutzt.Herrenhaus: Das Zentrum des Gehöfts, als Rohbau nach dem Befund von Enkering nachempfunden.
Die Anordnung der Gebäude folgt keltischen Mustern, wie man sie von Verzierungen auf Gefäßen und Schmuck kennt.
Leben auf dem Gehöft
Die Bewohner solcher Höfe lebten hauptsächlich von Landwirtschaft und Viehzucht – ähnlich wie ihre Nachbarn in den umliegenden Dörfern. Manche Höfe gehörten wohl wohlhabenderen Familien, doch im Alltag unterschied sich das Leben kaum.
Tipp: An dieser Station gibt es einen Hörpunkt sowie einen QR-Code – folge Professor Leopold auf eine Reise in die Vergangenheit!