



Naturbad Freibergsee Oberstdorf
Über dieses Ausflugsziel
Der Freibergsee entstand während der Eiszeiten, als sich Eismassen des Stillachgletschers bis zu 700–800 Meter hoch über dem heutigen Standort auftürmten. Seinen heutigen Namen trägt er seit dem 17. Jahrhundert – ein Verweis darauf, dass die Wiesen rund um den See einst von der Weide- und Hirtenordnung befreit waren. Gelegen auf rund 930 Metern Meereshöhe, ist er mit ca. 18 Hektar Wasserfläche der größte Hochgebirgssee des Allgäus. Die maximale Wassertiefe beträgt etwa 25 Meter. Bemerkenswert ist das Fehlen sichtbarer Zu- und Abflüsse: Der periodisch schwankende Wasserstand wird ausschließlich durch unterirdische Zu- und Abflüsse reguliert.
Für Badegäste besonders attraktiv sind die hohen Sommertemperaturen des Sees – bis zu 25 °C machen ihn zum wärmsten Gebirgssee der Region und ermöglichen echten Badespaß auf über 900 Metern Höhe. Das Naturbad an der nördlichen Seeseite schafft mit einem eingefriedeten Nichtschwimmerbecken, einem 3 Meter hohen Sprungturm und einer schwimmenden Badeinsel in der Seemitte die Infrastruktur für sicheren und vielfältigen Badespaß. Auf der großzügigen Liegewiese und der Holzterrasse lässt sich die Bergkulisse mit den Oberstdorfer Gipfeln im Hintergrund in Ruhe genießen. Kinder können sich auf dem neuen Spielplatz mit Piratenschiff austoben.
In den schilfigen, abgelegenen Uferzonen – bevorzugte Ruhezonen der Wasservögel – ist das Schwimmen im Sommer zum Schutz der Natur verboten. Im Bootshaus neben dem Naturbad steht ein Verleih für Ruder- und Tretboote zur Verfügung (Saison Mai bis Oktober). Derselbe Komplex beherbergt eine Naturinformationsstelle, die Wissenswertes zu Flora, Fauna, Sagen und der Entstehungsgeschichte des Sees vermittelt.
Das Restaurant Freibergsee direkt am Ufer serviert regionale Allgäuer Gerichte und hausgemachten Kuchen; Sonnenterrasse und Biergarten bieten einen grandiosen Blick auf den See und die markante Heini-Klopfer-Skiflugschanze im Hintergrund. Das Restaurant ist auch außerhalb der Badesaison geöffnet und lädt im Winter nach Wanderungen rund um den zugefrorenen See zu heißer Suppe oder Kaffee und Kuchen ein.
Der See ist weder mit dem Auto noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln direkt erreichbar. Fußgänger gelangen vom Parkplatz Renksteg über den Edmund-Probst-Weg und die Schlechtenbrücke in ca. 25–30 Minuten durch bewaldetes Gelände und blühende Wiesen zum Naturbad. Radfahrer nutzen am besten die Route über den Parkplatz Skiflugschanze und am Hotel Schwand vorbei; die Wege über Renksteg und Ziegelbachhütte sind Fußgängern vorbehalten. Der gesamte Weg ist gut ausgeschildert und bereitet mit immer wieder freien Blicken auf die Bergkulisse schon einen stimmungsvollen Auftakt zum Badeausflug.
Öffnungszeiten
| Mo–So Heute | 09:00–19:00 Uhr, 11:00–16:00 Uhr Wetterabhängig; bei Schlechtwetter kann das Bad kurzfristig geschlossen werden. |
Wetter in Oberstdorf Quelle: open-meteo.com
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