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Museum der Illusionen Wien

In der Wiener Innenstadt lädt das Museum der Illusionen Wien zu einem spielerischen Rundgang durch Wahrnehmung, Perspektive und optische Täuschungen ein. Das Museum befindet sich in der Wallnerstraße 4 im Palais Esterházy und richtet sich an Familien, Schulklassen, Gruppen, Firmen und neugierige Erwachsene. Die Ausstellung setzt auf Interaktion: Besucherinnen und Besucher können Illusionsräume betreten, Perspektivwechsel ausprobieren, Hologramme betrachten, Rätsel lösen und spektakuläre Fotos machen. Laut offizieller Website wurde das Museum neu eröffnet und deutlich erweitert: Die Erlebniswelt bietet doppelte Fläche, sechs neue Grand Illusion Rooms, neue Illusionen, interaktive Effekte und Wien-Highlights, unter anderem mit Kaiserin Elisabeth. Zu den bekannten Stationen zählen optische Zauberspiele, Hologramme, Stereogramme, der Vortex-Tunnel, ein Walk-in-Kaleidoskop, der verkehrte Raum, die Beuchet-Chair-Illusion und weitere Fotomotive. Das Angebot wird durch Gruppenbesuche, Schulangebote, Kindergeburtstage, Firmenevents und exklusive Buchungen ergänzt. Der Besuch eignet sich besonders für Menschen, die ein aktives, fotofreundliches Indoor-Ausflugsziel suchen.

Österreichisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum

Im 5. Wiener Gemeindebezirk macht das Österreichische Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich. Das Museum wurde 1925 von Otto Neurath gegründet und knüpft an die Wiener Methode der Bildstatistik an, die international als ISOTYPE bekannt wurde. Mit „ISOTYPE reloaded“ führt das G&WM diese visuelle Vermittlungsmethode weiter: Zahlen, Fakten und abstrakte Entwicklungen werden in Bilder, Modelle und alltagsnahe Erfahrungen übersetzt. Das Haus versteht sich als Bildungs- und Vermittlungsort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Angeboten werden Ausstellungen, Führungen, interaktive Workshops und Mitmachlabore zu Themen wie Politik, Finanzen, Konsum, Umwelt, Chemie, Geschichte, Bildungschancen und Arbeitswelt. Die aktuelle Ausstellung „Was wäre Wien“ fragt, was Wien heute ausmacht und was die Stadt noch werden kann. Zum Museum gehört auch das Kaffeemuseum „Von der Pflanze in die Tasse“, für das die Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums gelten. Das G&WM ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein und wurde 2025 erneut mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.

Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank

Im Hauptgebäude der Oesterreichischen Nationalbank am Otto-Wagner-Platz vermittelt das Geldmuseum Geld- und Bankgeschichte anschaulich für ein breites Publikum. Besucherinnen und Besucher erleben 2.600 Jahre Geldgeschichte, mehr als 200 Jahre Bankgeschichte und erhalten Einblicke in die Aufgaben der Notenbank. Die Dauerausstellung „Das Geld“ führt vom Tauschhandel bis zum Euro; Highlights sind unter anderem ein 12,5 kg schwerer Goldbarren zum Ausprobieren und der 100.000-Euro-Philharmoniker mit 31 kg Gewicht, die zweitgrößte Goldmünze Europas. Die Sammlungen umfassen Banknoten, Banknotenentwürfe, Wertpapiere, Münzen, historische Fälschungen, museale Gegenstände und alternative Zahlungsmittel mit Objekten bis in die Bronzezeit. Neben der Dauerausstellung zeigt das Museum wechselnde Sonderausstellungen, darunter „Es war einmal … DER SCHILLING“ von 19. August 2025 bis 3. Juli 2026. Der Eintritt ist frei, das Haus ist barrierefrei zugänglich; Führungen und Workshops werden kostenlos ab 10 Personen angeboten.

Gedenkstätte Steinhof

Auf dem Otto-Wagner-Areal in Wien-Penzing dokumentiert die Gedenkstätte Steinhof die Geschichte der nationalsozialistischen Medizinverbrechen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“. Die Anlage wurde nach dem „Anschluss“ 1938 zum Wiener Zentrum der NS-Tötungsmedizin; mehr als 7.500 Patientinnen und Patienten kamen ums Leben. Von 1940 bis 1945 bestand auf dem Anstaltsgelände unter der Bezeichnung „Am Spiegelgrund“ eine sogenannte Kinderfachabteilung, in der rund 800 kranke oder behinderte Kinder und Jugendliche getötet wurden. 1940/41 wurden im Rahmen der „Aktion T4“ mehr als 3.200 Patientinnen und Patienten aus der Anstalt abtransportiert und im Schloss Hartheim bei Linz ermordet. Die Dauerausstellung „Der Krieg gegen die ,Minderwertigen‘“ befindet sich im Pavillon V und behandelt die Geschichte des Krankenhaus- und Psychiatriekomplexes während der NS-Zeit. Im Mittelpunkt stehen Kinder-Euthanasie, Zwangsmaßnahmen an Patientinnen und Patienten sowie die ideologischen Grundlagen dieser Gewalt. Die Gedenkstätte wurde im Mai 2002 anlässlich der Bestattung der sterblichen Überreste der Spiegelgrund-Opfer eröffnet; 2008 wurde sie erweitert und als Dauerausstellung neu gestaltet. Der Ausstellungsbetrieb wird durch die Stadt Wien finanziert und durch das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes betreut.

Gedenkstätte Karajangasse

Die Gedenkstätte Karajangasse befindet sich im Schulkeller des Gymnasiums am Augarten in Wien-Brigittenau. Sie erinnert an die dunkle Vergangenheit des Schulgebäudes: Im Jahr 1938 wurden Teile der damaligen Schule zu einem Gestapo-Anhaltelager umfunktioniert. Klassenräume wurden zu Gefängniszellen, in denen hunderte jüdische Männer festgehalten wurden. Die Gedenkstätte zeugt von der Geschichte der Schule im Nationalsozialismus und versteht sich als Ort, an dem Erinnerungskultur gelernt, erfahren und gelehrt wird. Seit ihrer Gründung 1999 haben Generationen von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums am Augarten die Ausstellung erarbeitet, gestaltet und immer wieder ergänzt. Zu den neueren Vermittlungsprojekten zählt eine Klanginstallation, die die Ausstellungsräume zusätzlich erfahrbar macht. Inhaltlich versteht sich die Gedenkstätte als didaktischer Lernort: An historischen Beispielen werden politische Bildung, Demokratieverständnis, Menschenrechte und die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit vermittelt. Ergänzend stellt die Website Videos zur Geschichte des Notarrests Karajangasse, zur Gedenkstätte, zur Erinnerungsarbeit am Gymnasium am Augarten sowie zu Bruno Kreisky als bekanntem Häftling des Notarrests bereit.