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Wiener Aktionismus Museum

Das Wiener Aktionismus Museum, kurz WAM, befindet sich in der Weihburggasse 26 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Das Museum geht auf eine Privatinitiative mehrerer Sammler zurück und gibt dem Wiener Aktionismus an seiner Wirkungsstätte eine dauerhafte Plattform. Es beherbergt laut eigener Darstellung die weltweit größte Sammlung zu den Hauptvertretern Günter Brus, Hermann Nitsch, Otto Muehl und Rudolf Schwarzkogler aus den frühen 1960er- und 1970er-Jahren. Die Sammlung umfasst unter anderem Aktionsfotografien, Filme, Skizzen, Grafiken, Collagen, Siebdrucke, Plakate und Dokumentationsmaterialien. Ergänzt wird sie durch Frühwerke von Adolf Frohner und Alfons Schilling sowie internationale Leihgaben und zeitgenössische Beiträge. Das WAM versteht sich als Ort des Diskurses und der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Entwicklung, Wirkung und Aktualität des Wiener Aktionismus. Neben Dauer- und Wechselausstellungen bietet das Museum Führungen, Programmveranstaltungen, einen digitalen Guide und Vermittlungsangebote.

Zauberkasten-Museum

In der Schönbrunner Straße in Wien-Meidling liegt das Zauberkasten-Museum, ein außergewöhnliches Spezialmuseum rund um Zauberkästen, Zauberkunst und magische Spielwelten. Die Sammlung gilt als weltweit größte ihrer Art und ist mit mehreren tausend Zauberkästen aus drei Jahrhunderten im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Ständig ausgestellt sind rund 200 Zauberkästen aus unterschiedlichen Ländern und Epochen. Besucherinnen und Besucher sehen nicht nur dekorative und historische Kästen, sondern auch Zauberbücher, Zubehör, professionelle Zaubergeräte und wechselnde Sonderausstellungen zu ausgewählten Themen der Magie. Die Führungen vermitteln Hintergründe zur Entstehung und Entwicklung von Zauberkästen und erklären, wie diese Sets Generationen von Kindern, Sammlerinnen, Sammlern und Zauberkünstlern den Einstieg in die Welt der Illusion ermöglichten. Das Museum wurde vom Sammler Manfred Klaghofer aufgebaut und befindet sich im Hof beziehungsweise Souterrain des Hauses Schönbrunner Straße 262. Regulär geöffnet ist es jeden ersten Sonntag im Monat, Gruppen können nach Voranmeldung eigene Termine vereinbaren.

Werkbundsiedlung Wien

In Wien-Hietzing macht die Werkbundsiedlung Wien die Ideen des „Neuen Wohnens“ der Zwischenkriegszeit im Stadtraum sichtbar. Die 70 Häuser der Siedlung wurden 1932 der Öffentlichkeit vorgestellt und gelten heute als eines der bedeutendsten Dokumente der Moderne in Österreich. Die Siedlung entstand im Kontext des kommunalen Wiener Wohnbaus und des „Roten Wien“; sie vereint visionäre Wohn- und Lebenskonzepte, Gartenstadtgedanken und internationale Architektur der klassischen Moderne. Unter der Leitung von Josef Frank waren renommierte Architektinnen und Architekten beteiligt, darunter Josef Hoffmann, Adolf Loos, Gerrit Rietveld, Richard Neutra, Clemens Holzmeister, Margarethe Schütte-Lihotzky und Ernst Plischke. Die Siedlung liegt im 13. Bezirk und bildet ein Dreieck aus Veitingergasse, Jagicgasse und Jagdschlossgasse; die Woinovichgasse durchquert das Gebiet. Vor Ort können Interessierte die Siedlung frei über öffentliche Wege erkunden. Die offizielle Highlights-Tour startet beim Info-Point neben dem Haus Woinovichgasse 32 und wird durch eine Mobile App mit Audio-Guide, ein Info-Terminal und ausdruckbare Tourunterlagen unterstützt. Da die Werkbundsiedlung ein bewohntes Denkmal ist, wird um Rücksicht auf die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner gebeten. Gruppenführungen durch die Siedlung werden vom Architekturzentrum Wien angeboten.

DAS WEISSE HAUS

In der Hegelgasse 14 in der Wiener Innenstadt bietet DAS WEISSE HAUS einen offenen Ort für zeitgenössische Kunst, Austausch und experimentelle Ausstellungsformate. Der Kunstverein versteht sich als Plattform, die junge Talente stärkt, übersehene Perspektiven sichtbar macht und internationale Vernetzung fördert.

Gegründet wurde der Kunstverein das weisse haus im Jahr 2007 von Alexandra Grausam und Elsy Lahner. Der Name bezieht sich auf den ersten Standort in einem kleinen weißen Haus in der Westbahnstraße und spielt zugleich auf den „White Cube“ als klassischen Ausstellungsraum zeitgenössischer Kunst an. Seit seiner Gründung zog das Haus mehrfach um und entwickelte daraus ein flexibles, ortsbezogenes Programm.

Neben den Ausstellungen ist das 2013 gestartete STUDIO DAS WEISSE HAUS ein wichtiger Teil der Institution. Das Atelier- und Residency-Programm unterstützt Künstlerinnen, Künstler, Kritikerinnen, Kritiker und Kuratorinnen beziehungsweise Kuratoren mit Raum, Austausch und lokalen Netzwerken. Seit 2024 steht das BLOCKFREI Collective mit Nevena Janković, Jana Dolečki und Eva Kovač für die Leitung des Hauses.

Das Programm 2026 steht unter dem Jahresthema „IN(TER)DEPENDENCE“ und fragt nach Beziehungen, Abhängigkeiten, Zusammenleben, Gemeinschaft und Systemen in einer komplexen Gegenwart. Wechselnde Ausstellungen, Videoformate, Kooperationen und Veranstaltungen machen DAS WEISSE HAUS zu einem lebendigen Ort der freien Kunstszene Wiens.

Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn

Im Höllental bei Kaiserbrunn befindet sich das Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn am historischen Ursprung der I. Wiener Hochquellenleitung. Das Museum dokumentiert die Geschichte der Wiener Trinkwasserversorgung und macht sichtbar, welche Leistungen hinter der Versorgung der Stadt Wien mit Hochquellwasser aus den Alpen stehen. Das historische Museum wurde 1973 anlässlich des 100-jährigen Bestehens der I. Hochquellenleitung im ehemaligen Wohnhaus und Aufsichtsposten des Wasserleitungsaufsehers eingerichtet. In vier Ausstellungsräumen geht es um die historische Wasserversorgung, den Weg des Wiener Wassers, Geologie, Hydrogeologie, Quellenschutz, Anlagen wie Quellen, Aquädukte und Behälter sowie die Dimensionen der Stollenanlagen. Zum 125-jährigen Bestehen wurde 1998 ein neues Museumsgebäude errichtet. Es bietet einen Multimediaraum mit Filmen und Vorträgen zur Wasserversorgung, zum Quellenschutz und zum Betrieb der I. Hochquellenleitung. Weitere Themen sind Trinkwasserkraftwerke, das Wiener Rohrnetz und technische Anlagen im Freigelände. Ein Höhepunkt des Museumsbesuchs ist die Besichtigung der Kaiserbrunnquelle. Das Museum ist von 1. Mai bis Anfang November an Samstagen, Sonn- und Feiertagen geöffnet; Führungen sind für Gruppen ab 10 Personen nach Voranmeldung möglich.