by | Mai 11, 2026
Rund 32.000 Objekte machen das Landeszeughaus in Graz zu einem einzigartigen Ort der Landes- und Militärgeschichte. Die größte erhaltene historische Waffenkammer der Welt zeigt Waffen, Rüstungen und Ausrüstung aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und erinnert an eine konfliktreiche Zeit. Das „landschaftliche Zeughaus“ wurde 1642 bis 1644 nach Plänen von Antonio Solar erbaut und diente als wichtigste Ausrüstungs-Zentrale im Südosten des Habsburgischen Reiches. Heute verbindet das Haus Denkmalpflege, Museum, Restaurierung und historische Vermittlung. Besucherinnen und Besucher erleben eine außergewöhnlich dichte Sammlung an einem authentischen Ort; wegen des Denkmalschutzes sind keine Beschriftungen an Objekten und Räumen angebracht, weshalb Begleithefte, Multimedia- bzw. Audioguides und Führungen empfohlen werden.
by | Mai 11, 2026
Das Grazer Kindermuseum FRida & freD ist ein Ausflugsziel für Kinder und Familien in Graz. Im Mittelpunkt stehen interaktive Ausstellungen, in denen junge Besucherinnen und Besucher selbst ausprobieren, tüfteln, forschen und gestalten können. Aktuell werden unter anderem „Die Tüftelmäuse“ für Kinder zwischen 3 und 7 Jahren, „Die Tüftelgenies“ für Kinder ab 8 Jahren und das Forschungslabor „Mathe-Dschungel“ angeboten. Ergänzt wird das Programm durch Science Shows, Theater im KNOPFtheater, Workshops, Ferienangebote und Sonderveranstaltungen. Das Museum befindet sich in der Friedrichgasse 34 beim Augarten. Für Individualbesuche gelten reguläre Öffnungszeiten von Montag sowie Mittwoch bis Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr; Dienstag ist geschlossen. An Feiertagen ist ebenfalls von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, Schließtage sind laut Website der 25.12., 26.12., 31.12. und 1.1. Bei großem Andrang, besonders in Ferienzeiten und bei Regen, kann das Haus wegen Erreichen des Besucher*innenmaximums vorübergehend geschlossen werden.
by | Mai 11, 2026
Im Westen von Graz liegt Schloss Eggenberg, eine UNESCO-Welterbestätte und einer der wichtigsten Standorte des Universalmuseums Joanneum. Das Schloss wurde ab 1625 zur fürstlichen Residenz ausgebaut und ist als barockes Gesamtkunstwerk von Architektur, Ausstattung und Symbolik geprägt. Besonders bekannt sind die 24 Prunkräume mit Originalausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der Planetensaal und ein Zyklus von über 500 Deckengemälden. Die Prunkräume sind nur im Rahmen einer Führung zugänglich. Rund um das Schloss erstrecken sich Schlosspark und Gärten, ein weitläufiger Landschaftspark aus der Zeit der Romantik mit wertvollem Baumbestand, Rosenhügel und Planetengarten. Im Schloss befinden sich neben den Prunkräumen auch die Alte Galerie, das Archäologiemuseum und das Münzkabinett. Besucherinnen und Besucher können damit Kunst, Kultur, Archäologie, Münzgeschichte und Gartendenkmal an einem historischen Ort erleben.
by | Mai 11, 2026
Hinter dem zurückhaltenden Äußeren des Grazer Doms verbirgt sich eine kunst- und kulturhistorisch bedeutende Kirche im Zentrum von Graz. Der Bau wurde unter Kaiser Friedrich III. als Hofkirche der Grazer Burg errichtet und war ehemals mit Außenfresken geschmückt. An diese Zeit erinnert besonders das Gottesplagenbild, das sich auf das Jahr 1480 bezieht, in dem Heuschrecken, Krieg und Pest die Stadt prägten. Seit 1786 ist der Dom Kathedrale und Bischofskirche der Diözese Graz-Seckau. Die Dompfarre nennt als Patrozinium den heiligen Ägidius. Zur Ausstattung gehören unter anderem Reliquienschreine, ein Kreuzigungsbild aus dem 15. Jahrhundert, die Friedrichskapelle, Barbarakapelle und Romualdkapelle sowie die Domorgel. Der Dom ist nicht nur Sehenswürdigkeit, sondern auch ein aktiver kirchlicher Ort für Gottesdienste, Taufen, Firmungen, Trauungen, Trauerfeiern, Gebet und Konzerte. Vom Grazer Hauptplatz erreicht man ihn laut Stadt Graz zu Fuß in etwa fünf Minuten über die Sporgasse und Hofgasse.
by | Mai 11, 2026
Mitten in der Grazer Altstadt zählt das Glockenspiel Graz zu den charmanten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im Giebel des Hauses am Glockenspielplatz 4 öffnen sich täglich um 11:00, 15:00 und 18:00 Uhr zwei Fensterflügel. Ein holzgeschnitztes Trachtenpärchen in bunter steirischer Tracht dreht sich zum Klang von 24 Glocken. Gespielt werden jeweils drei Melodien, die nicht immer gleich bleiben: Rund 70 Lieder stehen zur Auswahl, darunter alpenländische Lieder, Jodler, Weihnachtslieder und Melodien zeitgenössischer Komponisten. Fünfmal im Jahr werden die Melodien gewechselt. Als Abschluss hebt der goldene Spielhahn seine Flügel. Das Spiel dauert maximal 8 Minuten. Historisch geht das Glockenspiel auf Gottfried Maurer zurück, der 1884 ein Haus am damaligen Fliegenplatzl kaufte und nach Reisen nach Norddeutschland und Belgien ein Glockenspiel in sein Grazer Haus einbauen ließ. Am Weihnachtsabend 1905 erklangen erstmals die Melodien von 24 Glocken. 1929 vermachte Maurer das Glockenspiel der Stadt Graz mit der Auflage, es weiter zu betreiben. Nur im Zweiten Weltkrieg verstummten die Glocken; sie wurden eingeschmolzen und 1956 ersetzt. Auch die Jugendstil-Fassaden des Glockenspielhauses und des Nachbarhauses sind sehenswert.