by | Aug. 22, 2026
Die Wallfahrts- und Gnadenkapelle „Zur Schmerzhaften Mutter Gottes“ ist bereits über 500 Jahre alt und steht auf 882 Metern Höhe auf dem Nuslberg nahe Oberaudorf. Die Kapelle kann man auf mehreren schönen Wanderwegen erreichen. Einer Legende zufolge erschien die Mutter Gottes einigen Kindern aus der Mühlau vor einem Gnadenbild im Mai 1516, als diese die weidenden Schafe vom Nuslberg in das Tal hinabtreiben wollten. In Verbindung mit dieser Erzählung wird immer die Sage vom Geist am Ramserer Stein genannt. Maria ist auch hier einst einem jungen Mann zur Hilfe gekommen, der am Ramserer Stein von einem großen schwarzen Hund verfolgt wurde und im steilen Gelände abstürzte. Aufgrund eines Gebets zu Maria wurde der Bursche schnell gefunden und wieder gesund. Noch heute zeugen viele Votivtafeln in der Kapelle von den wundersamen Heilgeschichten dieser Region und der Suche nach Trost und Zuversicht der Gläubigen.
Die einstige Holzkapelle wurde in der Blütezeit der Wallfahrt im 17. Jahrhundert regelmäßig besucht. Damals diente die unweite Klause zur Versorgung der Pilger. Noch heute ist neben der kleinen Wallfahrtskirche die verwegene Klause und eine Alm. In den Jahren 1872 bis 1975 wurde die Kapelle durch einen Steinbau ersetzt. Am Anna-Tag, den 26. Juli 1875 wurde die Nußlbergkapelle von Pfarrer Heinrich Gruber gesegnet zu Ehren der schmerzhaften Mutter Gottes. Das bisherige Gnadenbild des Holzbaus hat an diesem Tage wieder seinen Platz im neuen Steinbau gefunden.
Noch heute finden die Menschen hier Trost und Ruhe auf dem Nuslberg. In den Sommermonaten ab Mitte Mai findet hier jeden Dienstag eine Messe statt. Der Gottesdienst endet traditionsgemäß immer mit dem Gebet zur Schmerzhaften Mutter Gottes.
by | Aug. 22, 2026
Der Wenger Stadl im Ski- und Wandergebiet Oberaudorf ist ganzjährig bewirtschaftet.
by | Aug. 22, 2026
Über zwei Felsstufen stürzen sich die Wasserfälle am Tatzelwurm 95 Meter in die Tiefe – gurgelnd, rauschend, schäumend sprühend. Die vom aufstäubenden Wasser durchsetzte Luft schimmert oft in den Farben eines Regenbogens. Vom Wanderparkplatz Tatzelwurm können Sie dieses Spektakel in nur wenigen Gehminuten beobachten. Die Brücke des unteren Wasserfalls ist derzeit gesperrt. Dennoch lohnt sich auf diesem Wege ein Aufenthalt im Restaurant des Feurigen Tatzlwurms.
Weitere Informationen zum Alpengasthof Feuriger Tatzelwurm >>
Weitere Informationen über den Wanderweg zu den Wasserfällen:
Wandern von Oberaudorf aus – Zu den Wasserfällen am Tatzelwurm >>
Die Sage vom Tatzelwurm
Seit Jahrhunderten wanderten fromme Pilger von Tirol nach Birkenstein zur Wallfahrtskapelle, der Weg führte an der Tatzelwurm-Klamm vorbei. Dort, in der finsteren Höhle hinter dem Wasserfall, hauste der Tatzelwurm. Eine furchterregende Erscheinung mit riesigem Maul mit messerscharfen, spitzen Zähnen. Aus seinen Nüstern stößt er Rauch und Feuer und sein Schuppenpanzer glänzt in allen Farben. Er läuft auf sechs stämmigen kurzen Beinen und hat große Fledermausflügel.
Der erste Pilger war Johann M., der den schrecklichen Drachen im Jahre 1687 erblickte. Er beschrieb den gefährlichen Tatzelwurm seiner Frau, wie er ihn erblickte und sich zur Wirtschaft retten konnte, jedoch den Pilgerweg nicht mehr weitergehen konnte. Vielen weiteren Augenzeugen im Laufe der Zeit widerfuhr dasselbe Schicksal, manche jedoch wurden vom Ungeheuer verschlungen. Als er auch begann, mehrere Sennerinnen von den umliegenden Almen zu verspeisen, wurde er verfolgt, doch kein Jäger konnte ihn je erlegen. So haust er wohl heute noch in der Tiefe der Tatzelwurm-Wasserfälle! -Hauschronik des Alpengasthofs Feuriger Tatzlwurm-
by | Aug. 22, 2026
Auf der Biber in Brannenburg befindet sich die frühbarocke ehem. Wallfahrtskirche St. Maria Magdalena mit zugehörigem Kreuzweg.
Die ehem. Wallfahrtskirche
Die Kirche, die nach Südwesten ausgerichtet ist und nicht wie üblich nach Osten, wurde bereits während des Dreißigjährigen Krieges von einem ortsansässigen Eremiten erbaut und blieb bis heute weitgehend unverändert. Die Magdalenenkirche entstand aus einer Klause mit Kapelle und ist mitten auf einer Waldwiese. Die mittlerweile neugotische Kirche besticht durch ungefähr ein Meter große Altarfiguren. Das Kruzifix gehört vermutlich zur Erstausstattung aus dem Jahre 1630.
Etwas unterhalb der Kirche findet man natürlich entstandene Felshöhlen. Diese dienten den Eremiten früher als zusätzliche Andachtsräume. Die Besiedelung der Biberhöhe ist bis ins frühe 19. Jahrhundert nachgewiesen. Der letzte Eremit verstarb im Jahre 1813.
Der Kreuzweg
Der Kreuzweg, der 1733/1734 erbaut wurde, ist mit seinen 15 Stationen größtenteils noch im Originalzustand erhalten. Somit ist der Biber einer der ersten Kreuzweganlagen Bayerns. Dieser ist hufeisenförmig angelegt, wobei die einzelnen Stationen in Form von Kapellen dargestellt sind. Ungewöhnlich ist, dass die Auferstehung Christi im Kreuzweg einbezogen wurde.
by | Aug. 22, 2026
Das Barockmuseum Gemäldegalerie in Oberaudorf ist ein Museum und bietet die gesamte Bandbreite des europäischen Barocks vom 15. bis zum 18. Jahrhundert.