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Kulturhaus der Otto-Hellmeier-Stiftung

Das Kulturhaus möchte zur wachsenden kulturellen Vielfalt in der Region nahe dem Ammersee beitragen. Es beherbergt den künstlerischen Nachlass des Stifters Otto Hellmeier, der bis zu seinem Tod Mitglied der Königlich privilegierten Münchener Künstlergenossenschaft von 1868 war. Die präsentierten Werke befassen sich vorwiegend mit Themen aus dem Voralpenland: Es sind Landschaften, Stillleben und Porträts. Gezeigt werden auch Sammelstücke befreundeter Künstler.Im Mitteltrakt des Hauses besteht eine Galerie für Wechselausstellungen zeitgenössischer Maler.

Buchheim Museum

Lothar-Günther Buchheim (1918–2007) war eine der bedeutendsten Sammlerpersönlichkeiten in Deutschland. Sein Museum der Phantasie (Architekt: Günther Behnisch) steht inmitten eines romantischen Landschaftsgartens direkt am Ufer des Starnberger Sees. Es ist viel mehr als ein Museum: Neben Buchheims weltberühmter Expressionistensammlung mit Werken aller namhaften Künstler (von den „Brücke“-Malern Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Emil Nolde und Otto Mueller über Max Beckmann, Lovis Corinth oder Christian Rohlfs bis hin zu Otto Dix oder George Grosz) bietet es beeindruckende Ausblicke in die Voralpenlandschaft und Buchheims „Wiesenpfade der Kunst“ – eine kuriose Zusammenstellung von Fundstücken und Kunstwerken aus aller Welt.

Hoamatstubn des Trachtenvereins Georgenstoana

In einem aufwendig restaurierten Bauernhaus, dessen Kern bis ins 16. Jh. zurückreicht, befindet sich die „Hoamatstubn“ des Trachtenvereins Georgenstoana. Sie zeigt eine bäuerliche Einrichtung aus der Zeit um 1840 mit Brautschrank, einem Himmelbett und anderen Möbeln sowie Objekte traditioneller Volkskunst.

Kutschenmuseum

Das Kutschenmuseum in Schwabsoien zeigt eine private Sammlung von mehr als 30 historischen Kutschen und Schlitten, die der Sammler Johann „Johnny“ Hartmann in über 20 Jahren zusammengetragen und restauriert hat. Die Exponate stammen überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert und repräsentieren die Vielfalt der Wagenbauer‑Kunst jener Zeit. Viele Fahrzeuge wurden aus ganz Deutschland beschafft oder im Tausch erworben und zeichnen sich durch sorgfältige Verarbeitung und unterschiedliche Bauformen aus. Die Sammlung umfasst sowohl repräsentative Stadt‑ und Reisewagen als auch spezialisierte Fahrzeuge. Zahlreiche Stücke sind nicht nur Ausstellungsobjekte, sondern werden zu besonderen Anlässen eingespannt. Das Museum, dessen Eröffnung am 30. Mai 2004 stattfand, wurde ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert. Es vermittelt Einblicke in die historische Mobilität, soziale Gepflogenheiten und das Handwerk der Wagenbauer und richtet sich an Besucher mit Interesse an Technikgeschichte, Pferdekultur und Restaurierungsarbeit.

Erinnerungsort Neuaubing

Das Zwangsarbeiter*innenlager in Neuaubing war eine von über 400 Sammelunterkünften für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Münchner Stadtgebiet während der NS-Zeit. Es wurde 1942 von der Reichsbahn eingerichtet und diente bis 1945 der Unterbringung von bis zu 1.000 Personen, die aus verschiedenen europäischen Ländern verschleppt worden waren. Sie mussten beim nahegelegenen Ausbesserungswerk Neuaubing (RAW) arbeiten. Nach dem Krieg geriet die Geschichte des Lagers in Vergessenheit, bis zivilgesellschaftliches Engagement sie wieder sichtbar machte. Heute sind noch acht Baracken erhalten. Das Gelände ist offen zugänglich. Die Baracke 5 kann aktuell nur im Rahmen von Rundgängen besichtigt werden. In zwei der Gebäude sowie im Außenbereich werden zukünftig Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops und Seminare stattfinden. Bereits vor der Eröffnung, die für 2027 geplant ist, gibt es viel zu entdecken – vor Ort und digital.